Verkauft: Blohm + Voss in Hamburg

Blohm + Voss wird an britische Investoren verkauft

Der britische Finanzinvestor Star Capital Partners übernimmt die Hamburger Werft Blohm + Voss. Lediglich die Zustimmung von Aufsichtsrat und Kartellbehörden steht noch aus, was aber als Formsache gilt. Drei Jahre lang hatte der Mutterkonzern Thyssen-Krupp nach einem Käufer für das 1877 gegründete, deutsche Traditionsunternehmen gesucht, zuletzt war im Juli 2011 eine Übernahme durch die Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar in letzter Minute gescheitert.

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Verkauft wurden laut Süddeutscher Zeitung die Bereiche Yachtbau, Maschinenbau und das Reparaturgeschäft. Demnach erwirtschafteten diese Bereiche im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von 476 Millionen Euro. Eine Jobgarantie für die übernommenen rund 1.500 Beschäftigten von Blohm + Voss, wie sie noch am Wochenende im Gespräch gewesen sein soll, gibt es in dem Kaufvertrag offenbar nicht.

Anders als der vorige Kaufkandidat, Abu Dhabi Mar, hat Star Capital Partners bislang keine Erfahrung im Schiffsbau. Zu dem Imperium des britischen Investors gehören in Deutschland bislang beispielsweise Kabelnetzbetreiber, Altenheime und Industriemülldeponien. Der Kaufpreis für Blohm + Voss soll zwischen 120 und 150 Millionen Euro betragen. Star Capital Partners haben in der Branche den Ruf, eher auf langfristige Investments zu setzen.

Nicht verkauft hat Thyssen-Krupp die im militärischen Bereich tätigen Bereiche des Unternehmens, zu denen die Howaltswerke Deutsche Werft in Kiel, Blohm + Voss Naval in Hamburg und und Emden sowie Kockums in Schweden gehören.

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