Carnival will Coast Guard und Navy entschädigen

Carnival Cruise Lines prüft nach eigenen Angaben eine freiwillige Erstattung der Kosten für die Bergung der Carnival Triumph und der Carnival Splendor durch die US-Küstenwache und die Marine. Die beiden Schiffe waren Februar 2013 beziehungsweise November 2010 nach Maschinenraumbränden manövrierunfähig und mussten auf See versorgt, gesichert und abgeschleppt werden.

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Laut Seatrade Insider beliefen sich die Kosten für die US Coast Guard und den Flugzeugträger-Einsatz der Navy (Carnival Splendor) bei der Bergung der Carnival Splendor auf 3,4 Millionen Dollar, bei der Carnival Triumph auf 780.000 Dollar.

Umstritten ist, allerdings generell die Frage, ob eine Erstattung solcher Kosten sinnvoll ist. Grundsätzlich sind Schiffe sowohl rechtlich als auch aus Tradition heraus dazu verpflichtet, anderen Schiffen in Not zu helfen. Auch Kreuzfahrtschiffe eilen daher anderen Schiffen in Notsituationen zur Hilfe, helfen der Küstenwache bei auf See vermissten Personen und nehmen Schiffbrüchige oder Bootsflüchtlinge beispielsweise aus Kuba oder im Mittelmeer auf, ohne die daraus entstehenden Kosten erstattet zu bekommen.

Die Kreuzfahrtindustrie und insbesondere Carnival Cruise Lines stehen allerdings seit dem Maschinenraumbrand auf der Carnival Triumph im Februar dieses Jahres unter starkem öffentlichem und politischem Druck. Kritiker, allen voran der einflussreiche, demokratische US-Senator Jay Rockefeller, bemängeln, dass die großen Reederei-Konzerne zwar die Dienstleistungen unter anderem der US-Küstenwache kostenlos in Anspruch nähmen, in den USA trotz enormer Unternehmensgewinne aber nahezu keine Steuern zahlen würden.

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