Classic International Cruises Australia droht Insolvenz

Der australischen Kreuzfahrt-Veranstalter Classic International Cruises (CIC) Australia hat einen außergerichtlichen Insolvenzverwalter bestellt. Die Zahlungsschwierigkeiten der portugiesisch-griechischen Potamianos-Gruppe (Marke „Classic International Cruises“) bedrohen offenbar auch den australischen Ableger der Reederin in seiner Existenz.

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Anfang Oktober waren vier der CIC-eigenen Kreuzfahrtschiffe in Europa wegen unbezahlter Gehälter und Treibstoffrechnungen arretiert worden, darunter die Athena in Marseille. Die Athena sollte Mitte November von Europa aus nach Australien fahren und dort die komplette Saison bis Mitte Mai für CIC Australia fahren. Versuche des Veranstalters, ein Ersatzschiff zu finden, sind bislang gescheitert, nachdem man offenbar noch bis gestern davon ausgegangen war, die Delphin vom deutschen Kreuzfahrtveranstalter Passat Kreuzfahrten chartern zu können.

Rund 6.000 australische Passagiere, die ursprünglich auf die Athena gebucht waren, werden nun voraussichtlich ihre Kreuzfahrten nicht antreten können. In Deutschland ist von der CIC-Pleite vor allem Ambiente Kreuzfahrten betroffen. Der Veranstalter hatte das CIC-Schiff Princess Daphne für das kommende Jahr fest eingeplant und steht derzeit ebenfalls ohne Schiff da.

Laut der Tageszeitung „The West Australian“ sagte der Geschäftsführer von CIC Australia allerdings, man habe den außergerichtlichen Insolvenzverwalter primär zu dem Zweck bestellt, das Geld der rund 6.000 gebuchten Passagiere vor dem Zugriff des europäischen Teils von CIC zu schützen. Bislang hatte CIC Australia immer betont, dass die Zahlungsschwierigkeiten der Europäer den australischen Ableger nicht beeinträchtigen würden. Die Website von CIC Australia ist derzeit offline, lediglich ein Informationsschreiben der Insolvenzverwalter informiert dort derzeit über die aktuelle Situation.

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