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CDC (Bild: James Gathany, Centers for Disease Control and Prevention)

Conditional Sailing Order in den USA bis 15. Januar 2022 verlängert, wesentliche Regeln gelockert

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat die Corona-Regeln für die Kreuzfahrt, die Conditional Sailing Order (CSO), bis 15. Januar 2022 verlängert. Die CSO wäre Ende Oktober 2021 ausgelaufen. Einige Regeländerungen erleichtern den Reedereien jedoch den Kreuzfahrtbetrieb erheblich.

Nach Auslaufen der Conditional Sailing Order am 15. Januar 2022 soll das Regelwerk in ein freiwilliges Programm übergehen. Die CDC will damit dann gemeinsam mit den Kreuzfahrt-Reedereien für wirkungsvolle Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sorgen, die Covid-19 unter Kontrolle halten sollen.

Regelanpassungen erleichtern den Kreuzfahrtbetrieb ab 1. November 2021

Eine deutliche Änderung der CSO ab dem 1. November 2021 betrifft die maximal erlaubte Dauer von Kreuzfahrten. Sie war bisher auf sieben Tage begrenzt. Nun gestattet die CSO auch wieder längere Reisen.

Eine weitere signifikante Änderung durch die temporäre Verlängerung des Regelwerkt betrifft die Pride of America von Norwegian Cruise Line in Hawaii: Die Conditional Sailing Order gilt ab 1. November 2021 nämlich nur noch für Schiffe, die nicht unter amerikanischer Flagge fahren. Tatsächlich ist die Pride of America allerdings das einzige große Kreuzfahrtschiff, das derzeit unter amerikanischer Flagge fährt.

Darüber hinaus gibt es laut CDC mehrere kleinere Anpassungen und technische Details, die zu einem praktikableren Umgang mit den Regeln für die Kreuzfahrt-Reedereien führen.

„No Sail Order“ und „Conditional Sailing Order”

Die Conditional Sailing Order gilt für Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 249 Personen an Bord, also Passagiere und Crew zusammengerechnet. Die CSO ist am 30. Oktober 2020 in Kraft getreten und hatte in ihrer ursprünglichen Fassung den Passagierbetrieb von Kreuzfahrtschiffen nahezu unmöglich gemacht. Ihr vorausgegangen war ein explizites Kreuzfahrtverbot ab US-Häfen, die im März 2020 erlassene „No Sail Order“.

Nach zunehmend heftigen Protesten der Kreuzfahrt-Branche sowie vielen Neustarts außerhalb der USA und damit außerhalb des Geltungsbereichs der Conditional Sailing Order hatte die CDC die Regeln im Juli 2021 gelockert und ist zu einer pragmatischeren Herangehensweise übergegangen, die letztlich den Neustart der Kreuzfahrt auch in den USA und damit auch für die wichtigen Fahrtgebiete Alaska und die Karibik in großem Stil erlaubt hat.

Der Streit um die Conditional Sailing Order hatte in Florida sogar zu einer Klage gegen die CDC geführt. Ein Bundesgericht hatte die CSO dort in einer einstweiligen Verfügung zunächst für unwirksam erklärt. Ein Berufungsgericht hatte diese Verfügung dann aber wieder gekippt. Die Reedereien hätten sich aber ohnehin auch freiwillig an die CSO gehalten, da alternativ frühere Hygiene-Regeln der CDC gegriffen hätten, die einen Kreuzfahrtbetrieb noch deutlich schwieriger gestaltet hätten als unter dem Regime der Conditional Sailing Order.

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