Corona-Infektionen in Rostock bei Crew für TUI-Cruises- und AIDA-Neustart

Sowohl bei TUI Cruises als auch AIDA gibt es einzelne Covid-19-Infektionen bei Crew-Mitgliedern, die für die ersten Kreuzfahrten nach dem Corona-Shutdown vorgesehen waren. Betroffen sind Crew-Mitglieder für die AIDAmar und AIDAblu in Rostock-Warnemünde beziehungsweise der Mein Schiff 1 in Kiel.

AIDA schreibt in einem Statement: „Im Rahmen der arbeitsmedizinischen Aufstiegsuntersuchung der am 22. Juli angereisten Besatzungsmitglieder wurden zehn positive Fälle festgestellt, die alle nicht im Zusammenhang mit dem regulären Bordbetrieb stehen.“ Neun der zehn positiv Getesteten seien symptomfrei. Einer sei leicht erkrankt, bedürfe aber keiner Behandlung im Krankenhaus, hieß es auf einer Pressekonferenz am Nachmittag des 24. Juli in Rostock.

Sämtlich neu angereisten Crew-Mitglieder seien gemäß der Infektionsschutzpläne der Reederei nach ihrer Ankunft in Deutschland auf Covid-19 getestet worden und bis zum Eintreffen der Testergebnisse einzeln isoliert gewesen. Die von Covid-19 betroffenen stünden nun unter Quarantäne und blieben strikt einzeln isoliert. Bei allen neu angereisten Crew-Mitgliedern wurden außerdem weitere Covid-19-Tests durchgeführt.

Bereits vor Abflug nach Deutschland seien alle Crew-Mitglieder einem Coronatest unterzogen worden und erneut nach Ankunft vor dem Aufstieg aufs Schiff. Bei diesem Test seien die zehn Infizierten entdeckt worden. Der NDR berichtet von einem weiteren Infizierten, bei dem ein neuer Test zwei Tage positiv ausfiel.

Die für 12. und 15. August geplanten Kreuzfahrten der AIDAmar und AIDAblu von Warnemünde beziehungsweise Kiel aus fänden nach aktuellem Stand der Dinge wie geplant statt, teilte AIDA auf der Pressekonferenz am 24. Juli mit.

Im Statement der Reederei heißt es außerdem, es zeige sich, dass die strengen, gemeinsam mit den Behörden erarbeiteten Hygieneprotokolle greifen und die richtigen Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Covid-19 ergriffen worden seien.

Update: Am 5. August wurden bei Nachtests zwei weitere Covid-19-Infektionen entdeckt. Die betroffenen Crew-Mitglieder seien in Quarantäne an Land, heißt es von AIDA.

Fünf Fälle bei TUI Cruises, erste Reise der Mein Schiff 1 ab Kiel abgesagt

Ganz reibungslos verläuft der geplante Neustart auch bei TUI Cruises nicht. Die erste Reise der Mein Schiff 1 am 31. Juli ab Kiel hat die Reederei abgesagt. Jetzt soll der Neustart ab Kiel am 3. August stattfinden. Die Mein Schiff 2 soll am heutigen 24. Juli abends von Hamburg aus dagegen planmäßig in See stechen.

Die Begründung von TUI Cruises für die Verschiebung in Kiel: Aufgrund anhaltender Reisebeschränkungen seien nicht alle Crewmitglieder rechtzeitig am Schiff eingetroffen, um die 14tägige-Quarantänephase vor der ersten Reise zu absolvieren.

Auch bei TUI Cruises waren im Vorfeld des Neustarts ab Kiel offenbar einige mit Covid-19 infizierte Crewmitglieder entdeckt. TUI Cruises hat sich dazu nicht geäußert, ein ehemaliges Crew-Mitglied bestätigt die Situation aber. Die Infektionen sind demnach bei den systematischen Corona-Tests der Crew noch vor der Einschiffung entdeckt worden.

Update 29. Juli: Jetzt hat TUI Cruises auch offiziell bestätigt, dass es fünf positive Testergebnisse unter der Crew für die Mein Schiff 1 gibt. Wie bei AIDA wurden die Infektionen beim Coronatest vor der Einschiffung entdeckt. Die fünf betroffenen Crewmitglieder sind laut TUI Cruises in einer Einrichtung an Land in Quarantäne.

Ob ein Zusammenhang zur Verschiebung der ersten Reise der Mein Schiff 1 besteht, ist nicht erkennbar.

2 Kommentare

2 Kommentare zu “Corona-Infektionen in Rostock bei Crew für TUI-Cruises- und AIDA-Neustart

  1. Schöne Dank für die einmal wieder unabhängige Berichterstattung.

    Schade, dass sich Tui hier sich nicht ausreichen transparent präsentiert und gewichtigere Gründe verschweigt und harmlosere öffentlich macht. Ob Aida da wirklich besser ist?

    Ja Kreuzfahrtreedereien müssen momentan viel leisten, das wird gerade durch Ihren Bericht auch deutlich. Dies kann jedoch mangelnde Transparenz in Gesundheitsfragen nicht rechtfertigen.

  2. Ebenfalls vielen Dank für den Bericht, sehr aufschlußreich.
    Meine Antwort darauf: nein, danke!
    Die Reisebranche wird sich noch warm anziehen müssen – so wie die teilweise mit Kunden umgehen ist das überhaupt nicht hinzunehmen und wird für die Zukunft dazu führen, daß viele Kunden wegbleiben und andere die Bedingungen diktieren.
    Ich sehe das auch in der Gastronomie im Schwarzwald, wer vorher top war, der hat jetzt wieder Kunden – bei den fragwürdigen sind die Plätze leer.
    Am ehesten halte ich noch eine Inlandstour auf den Flüssen für vernünftig, Rhein, Main, Mosel, Donau.
    Da weiß man, was man hat und bekommt notfalls auch schnell Hilfe auf hohem Niveau.

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