Costa Deliziosa

Costa stellt Infektionsschutz-Konzept für Kreuzfahrt-Neustart vor

Für den Kreuzfahrt-Neustart nach dem Corona-Shutdown wartet Costa nur noch auf die Genehmigung der italienischen Behörden. Ihr Infektionsschutz-Konzept für die ersten Reisen hat die italienische Reederei aber jetzt bereits vorgestellt.

Wie auch andere Reedereien hat Costa für die Entwicklung des Konzepts mit unabhängigen Experten zusammengearbeitet. Außerdem ist das Costa-Konzept von der italienischen Klassifikationsgesellschaft Rina „Biosafety-Trust“-zertifiziert.

Update: Für die Neustart-Reisen nimmt Costa ausschließlich Passagiere aus Italien an Bord. Außerdem werden bei allen Passagieren vor der Einschiffung Corona-Tests durchgeführt. Angelaufen werden zunächst nur italienische Häfen.

Fahren will Costa mit reduzierter Passagierauslastung, um Raum für „Social Distancing“ an Bord zu schaffen. Genauere Angaben zur Passagierzahl macht Costa bislang noch nicht. Anders als bei MSC wird es wohl vor der Einschiffung keine Coronatests für alle Passagiere geben.

Viel Wert legt Costa auf digitale Verfahren an Bord, unter anderem mithilfe von Smartphone-Apps, um viele Aktionen berührungslos zu machen. Dazu gehört beispielsweise auch ein Gesundheitsfragebogen, der schon vor der Abreise zu Hause ausgefüllt werden muss. Gestaffelte Boarding-Zeiten sowie Temperatur-Messungen beim Ein- und Aussteigen sowie an Selbstbedienungsstationen an Bord sollen ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen.

Maskenpflicht in Innenräumen

Mund-Nase-Schutz macht Costa in den Innenräumen verpflichtend, in den Außenbereichen nur dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können.

Die Belüftungssysteme an Bord habe man, so Costa, mit neuen Filtern ausgestattet, die eine hohe Filtereffizienz der Frischluft von außen gewährleisten und die Rezirkulation der Innenluft auf ein Minimum reduzieren.

Entertainment wird für kleinere Passagierzahlen optimiert, sodass es mehrere Shows während des Tages geben soll.

Buffetrestaurants wird Costa – offenbar nach dem Vorbild der Schwesterreederei AIDA – nicht anbieten. Frühstück, Mittag- und Abendessen werden in den Restaurants am Platz serviert.

Infektionsschutz bei der Crew

Ähnlich den derzeit gängigen Konzepten sollen alle Crew-Mitglieder eine 14tägige Quarantäne-Phase durchlaufen, bevor sie auf Passagierfahrten eingesetzt werden. Vor ihrem Abflug im Heimatland müssen sie bereits zwei Corona-Tests bestehen, ein dritter Test erfolgt bei der Ankunft in Italien. Und auch während ihrer Dienstzeit an Bord sollen sie einmal monatlich einen Corona-Test absolvieren.

Noch keine Details zu Schiffen und Fahrtrouten

Noch keine Angaben macht Costa über geplante Fahrtrouten und welche Kreuzfahrtschiffe für den Neustart eingesetzt werden sollen. Dem Anschein nach könnte die Costa Deliziosa ab Marghera bei Venedig oder ab Triest zum Einsatz kommen. Costa äußert sich dazu aber (Stand 4. August) noch nicht.

Auch ob die Passagiere lediglich aus Italien oder – wie bei MSC – auf dem gesamten Schengenraum kommen sollen, ist noch nicht bekannt. Offenbar will Costa hierfür zunächst noch die endgültigen Genehmigungen der italienischen Regierung abwarten.

Klar ist, dass es Hafenstopps mit Landgängen geben wird. Ausflüge sollen in kleineren Gruppen und gestaffelte Anfangszeiten haben, um das „Social Distancing“ auch bei der Ausflugsabwicklung zu ermöglichen.

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