Covid-19-Fälle auf kleinen Kreuzfahrtschiffen in Alaska und Norwegen

Der Neustart der Kreuzfahrt erweist sich als komplizierter als erhofft. Trotz umfangreicher Sicherheitsprotokolle sowie von Behörden und Experten als für ausreichend betrachteten Maßnahmen gibt es innerhalb weniger Tage bereits Covid-19-Fälle auf vier Kreuzfahrtschiffen weltweit.

Covid-19-Fälle hatte es in den vergangenen Tagen auf der Paul Gauguin in Tahiti sowie in größerem Umfang auf der Roald Amundsen von Hurtigruten in Norwegen gegeben. Hurtigruten hat weitere Expeditionskreuzfahrten daraufhin abgesagt und Fehler beim Infektionsschutz eingestanden.

Nun kommen Meldungen zu jeweils einem Covid-19-positiven Passagier bei Uncruise in Alaska sowie Seadream in Norwegen hinzu. In einem Fall wurde das Virus bei einem Coronatest nach der Kreuzfahrt festgestellt, im anderen Fall fiel der Test nach Ankunft am Flughafen positiv aus, wobei das Ergebnis erst nach Beginn der Kreuzfahrt feststand.

Im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmen bereits im Vorfeld entdeckt wurden dagegen Ende Juli Covid-19-Infektionen bei Crew-Mitgliedern, die für den Neustart bei AIDA und TUI Cruises eingeflogen worden waren. Die ersten Reisen nach dem Neustart bei TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises verlaufen bisher ohne Probleme. Bei AIDA beginnen die ersten Reisen voraussichtlich erst Mitte August.

Der positive Aspekt an diesen wenig ermutigenden News: Außer bei der Roald Amundsen, wo Hurtigruten bereits deutlich Fehler eingestanden hat, wurden die Fälle sehr schnell entdeckt und offenbar sofort eingedämmt, sodass es mutmaßlich zu keinen weiteren Ansteckungen kam. Bei den jüngsten Fällen stehen weitere Test aber noch aus.

Keine Corona-Fälle sind bislang in der Flusskreuzfahrt bekannt, die bereits seit Anfang Juni wieder läuft.

Corona-Fall auf der Wilderness Adventurer in Alaska

Ein Covid-19-Fall an Bord der Wilderness Adventurer beendet die Alaska-Saison von Uncruise Adventures bereits während deren erster Kreuzfahrt nach dem Shutdown.

Update 12. August: Ein Nachtest des betroffenen Passagiers ist negativ ausgefallen, Ansteckungen gab es an Bord offenbar nicht.

Entsprechend der Einreisevorschriften für den US-Bundesstaat Alaska hatte er einen maximal fünf Tage alten, negativen Coronatest vorgewiesen und war nach Ankunft am Flughafen von Juneau in Alaska erneut getestet worden. Dieser Test fiel positiv aus. Als das Testergebnis feststand, war das Schiff aber bereits unterwegs.

Die Passagiere stehen nun vorerst in ihren Kabinen unter Quarantäne. Nach Rückkunft in Juneau sollen sie in einem Hotel untergebracht werden, während die Crew an Bord des Schiffs isoliert bleibt.

Uncruise war mit der Wilderness Explorer am 1. August mit 37 Passagieren und 30 Besatzungsmitgliedern als erstes Schiff in dieser Saison von der Hauptstadt Juneau aus zu einer Alaska-Kreuzfahrt aufgebrochen. Ursprünglich waren fünf Alaska-Expeditionskreuzfahrten bis in die Glacier Bay geplant. Diese Reisen wurden nun abgesagt.

Offenbar unabhängig von diesem Vorfall verschärft Alaska seine Einreisebestimmungen von kommender Woche an. Eine Einreise ist dann nur noch zulässig, wenn vor dem Abflug nach Alaska ein weniger als 72 Stunden alter, negativer Coronatest vorgelegt wird.

Positiver Covid-19-Test bei Passagier der Seadream I

Seadream musste eine Kreuzfahrt abbrechen, nachdem bekannt wurde, dass ein Passagier der vorausgehenden Reise zwei Tage nach Ende der Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Bei dem Mitreisenden aus derselben Kabine fiel der Test dagegen negativ aus. Die aus Dänemark stammende Person hatte das Schiff am 2. August in Tromsö verlassen.

Crew und Passagiere der aktuellen Reise stehen nun vorerst an Bord unter Quarantäne, die Reise wurde abgebrochen, das Schiff kehrt nach Bodö zurück, wo die Reise begonnen hatte. Weitere Infektionen seien bislang nicht bekannt, sagte Seadream in einem Statement. Update: Inzwischen liegen die Testergebnisse für alle Personen an Bord vor, wonach es offenbar keine weiteren Infektionen gab. Die Quarantäne wurde aufgehoben.

Seadream war mit seinen beiden 112-Passagiere-Kreuzfahrtyachten bereits im Juni mit Norwegen-Reisen gestartet und hatte lediglich Norweger und Dänen als Passagiere an Bord genommen. In den beiden Ländern waren die Infektionszahlen zu diesem Zeitpunkt sehr niedrig.

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