Croisi Europe baut Schaufelrad-Schiff für die Loire

Croisi Europe baut ein Flusskreuzfahrtschiff für die Loire, das mit zwei seitlichen Schaufelrädern angetrieben werden soll. Von 2015 an soll das neuartige Schiff mit dem Namen „Loire Princesse“ von Nantes aus auf Frankreichs längstem Fluss fahren.

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Das – zumindest für moderne Flusskreuzfahrtschiffe neuartige – Schiffsdesign wurde von Stirling Design International in Nantes entworfen, um Flusskreuzfahrten auf der für Schrauben- oder Pod-Antriebe zu seichten Loire möglich zu machen. Das Schiff soll mit nur 80 Zentimetern Tiefgang bis zu einer Wassertiefe von 1 Meter fahren können.

Zusammen mit STX France soll die im französischen Saint Nazaire ansässige Neopolia Marine das Seitenrad-Schiff bauen, das mit einer Länge von 90 Metern und einer Breite von 15 Metern Platz für 96 Passagiere bieten soll. Die Schalenteile für den Rumpf des neuen Schiffs soll von der Werft Mécasoud in Saint Nazaire hergestellt werden, die bereits Erfahrungen mit Schaufelradschiffen bei der Renovierung der Schweizer Raddampfers Vevay gesammelt hat, an der die Mécasoud-Werft beteiligt war.

Die 15 Quadratmeter großen Kabinen auf der Loire Princesse sollen auf dem oberen der beiden Kabinendecks vollwertige, private Balkone bekommen.

Das Schaufelrad-Flusskreuzfahrtschiff Loire Princesse will Croisi Europe von April 2015 an erstmals überhaupt für Flusskreuzfahrten auf der Loire einsetzen. Die Reisen sollen sechs bis acht Nächte dauern und von Nantes aus auch zu den berühmten Loire-Schlössern fahren und Orte wie Saint-Nazaire, Ancenis, Angers, Saumur und Bouchemaine anfahren.

Eine Computer-Zeichnung des neuartigen Schiffs-Designs mit Schaufelrädern findet sich auf der Website der französischen Zeitung Le Figaro. Laut Neopolia Marine ist die Loire Princesse das erste von drei Schiffen mit Schaufelrad-Antrieb. Wo die weiteren beiden Schiffe fahren sollen, ist bislang unbekannt.

Auch das erste Flussschiff mit Schaufelradantrieb, damals mit Dampfmaschine, wurde übrigens in Frankreich gebaut. Die „Palmipède“ wurde 1774 von einem Team um den Marquis Claude de Jouffroy gebaut und fuhr im Juni und Juli 1776 auf der Doubs im Osten Frankreichs nahe der Grenze zur Schweiz.

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