Deutscher Kreuzfahrt-Urlauber in Venezuela erschossen

Ein Deutscher Tourist ist während eines Kreuzfahrt-Urlaubs mit der AIDAluna bei einem Landgang auf der Isla Margarita in Venezuela erschossen worden. Er war am Freitagnachmittag, 7. Februar, beim Einkaufsbummel in einem Souvenirshop eines Einkaufszentrums im Hauptort der Insel, Porlarmar, in einen Raubüberfall geraten.

ANZEIGE

Der genaue Tathergang des Raubüberfalls ist bislang noch unklar. Laut der mexikanischen Zeitung El Universal hatten zwei bewaffnete Räuber auf einem Motorrad versucht, Touristen zu berauben. Dabei kam es offenbar zu einem Kampf zwischen den Räubern und ihrem Opfer.

Nicht einig sind sich die News-Quellen bislang, ob der 76jährige deutsche Kreuzfahrt-Tourist nach den Schüssen sofort tot war oder später in der Klinik starb. Laut AIDA-Pressemitteilung ereignete sich das Unglück gegen 13 Uhr nachmittags. Der 76jährige sei bei dem Überfall schwer verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben. Ein weiterer Tourist, der nicht von der AIDAluna stammte, sich aber zum Zeitpunkt des Überfalls ebenfalls in dem Souvenirshop aufgehalten hatte, wurde verletzt.

AIDA-Sprecher Hansjörg Kunze sagte, die Reederei bedaure den Vorfall sehr, man sei in Gedanken bei den Angehörigen.

Update 11.2.: Inzwischen hat AIDA die Fahrtroute der kommenden beiden Kreuzfahrten der AIDAluna geändert und läuft Isla Margarita nicht mehr an. Stattdessen steht nun Kingstown (St. Vincent and Grenadines) im Programm.

Das Opfer befand sich auf einer zweiwöchigen Karibik-Kreuzfahrt mit der AIDAluna, die am 1. Februar in La Romana in der Dominikanischen Republik begonnen hatte. Die AIDAluna fährt in der Wintersaison von Dezember bis März 14tägige Rundreisen durch die Karibik wechselweise von Barbados und der Dominikanischen Republik aus. Auf der aktuellen Reise liegen Hafenstopps wie St. Lucia, Dominica, Guadeloupe, Antigua, Aruba, Curacao, Bonaire, Isla Margarita, Grenada und Barbados.

Sicherheit in der Karibik

Erst kürzlich war die Sicherheitslage in der Karibik und auf den Bahamas zum wiederholten Mal in die Schlagzeilen geraten, nachdem die US-Botschaft auf den Bahamas vor der steigenden Kriminalität in dem Land gewarnt hatte (siehe: „Erneut Diskussion um Gewalt-Kriminalität in Nassau“). Auch bei einem Landgang in Honduras hatte es Anfang Januar 2014 einen Überfall auf Kreuzfahrt-Touristen von der Carnival Conquest gegeben, der allerdings glimpflich ablief. Eine Familie aus den USA war bei einer Mietwagenfahrt auf einer etwas abgelegenen Straße von einem einzelnen Räuber überfallen worden.

Zwei ausführliche Beiträge zum Thema Sicherheit in der Karibik und auf Kreuzfahrten allgemein haben wir bereits vor einiger Zeit veröffentlicht: „Wie sicher sind Karibik-Kreuzfahrten?“ und „Wie gefährlich ist eine Kreuzfahrt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.