Bubble-Konzept Kreuzfahrt

Deutschland-Lockdown und die Kreuzfahrt: TUI Cruises fährt weiter, AIDA und Hapag-Lloyd Cruises sagen ab

Unterschiedlicher könnte die Reaktion der beiden großen, deutschen Hochsee-Kreuzfahrtreedereien nicht sein: Nach dem kurzfristig von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten vereinbarten Covid-19-Lockdown in Deutschland sagen AIDA und Hapag-Lloyd Cruises alle Kreuzfahrten für November ab. TUI Cruises dagegen will weiter fahren. Auch MSC und Costa machen im Mittelmeer vorerst weiter. Flusskreuzfahrt-Reedereien sagen die Reisen für deutsche Flüsse im November ab.

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit den Ministerpräsidenten aller Bundesländer weitreichende Beschränkungen im öffentlichen Leben ab 2. November beschlossen. Auf einer Pressekonferenz sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch: „Wir fordern Bürgerinnen und Bürger auf, auf private Reisen (…) zu verzichten, wenn diese Reisen nicht unbedingt notwendig sind. Das gilt auch für touristische (…) Reisen. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.“

Laut TUI Cruises können sowohl Kreuzfahrten von Kiel und Hamburg als auch auf den Kanaren und in Griechenland dennoch weiterhin stattfinden. Die An- und Abreise zum Schiff sei als erlaubter Transit auszulegen. Die Kreuzfahrten selbst finden außerhalb Deutschlands statt. Sie fallen daher nicht unter die Lockdown-Beschränkungen, argumentiert die Reederei.

TUI Cruises fährt auch im November (außer Mein Schiff 1 ab Kiel)

Die Kreuzfahrten von TUI Cruises sind laut der Reederei vom Lockdown nicht betroffen: „Die angekündigten Maßnahmen von Bund und Ländern sorgen nicht für einen erneuten Stillstand unserer Schiffe. Denn ein Aufenthalt an Bord unserer Schiffe gilt nicht als Inlandstourismus. Die An- und Abreise in den jeweiligen Abfahrthafen ist als Durchreise (Transit) weiterhin gestattet.“

Update: Am 4. November hat TUI Cruises alle Reisen der Mein Schiff 1 für 2020 ab Kiel abgesagt.

Seit Juli seien bereits mehr als 30.000 Passagiere mit den Schiffen von TUI Cruises gereist, schreibt TUI Cruises. Das zeige, dass „ein sicheres und gesundes Reisen an Bord der Mein-Schiff-Flotte auch in Zeiten von Corona möglich“ sei.

TUI Cruises fuhr zuletzt mit drei, ab 5. November noch mit zwei Schiffen: Die Mein Schiff 1 fuhr seit 24. Juli von Kiel aus, muss aber zum 5. November im Rahmen des Deutschland-Lockdowns den Dienst einstellen. Die Mein Schiff 6 ist seit 13. September von Kreta aus in Griechenland unterwegs. Und die Mein Schiff 2 ist seit 3. August von Hamburg aus aktiv, wechselt aber zu den Kanaren, wo sie ab 6. November zu Einsatz kommt. Für auf der Überführungsfahrt ab 30. Oktober gebuchten Passagiere gibt es allerdings eine bittere Pille: Sie bekamen eine Absage, weil die spanischen Behörden die Reise kurzfristig als (dort verbotene) internationale Reise eingestuft haben.

Wem ein Antritt der Reise in der aktuellen Situation nicht möglich sei, könne jedoch gebührenfrei auf einen anderen Reisetermin umbuchen, schreibt TUI Cruises in einem Statement.

AIDA sagt November-Kreuzfahrten ab

Anders hat sich AIDA entschieden: Die Reederei mit Sitz in Rostock sagt alle Kreuzfahrten zwischen 31. Oktober und 30. November ab. In einem Statement schreibt AIDA: „AIDA Cruises unterstützt die Bundesregierung vollumfänglich in ihren Bemühungen, das aktuelle Pandemiegeschehen in Deutschland zu kontrollieren, und hat daher entschieden, die Kreuzfahrtsaison zu unterbrechen.“

AIDA fuhr seit Kurzem mit einem Schiff, der AIDAblu, in Italien. Die deutsche Reederei hatte den Neustart nach dem Lockdown mehrmals verschoben und letztlich erst am 17. Oktober geschafft. Mit ausschlaggebend für die Absage dieser Reisen dürfte auch die Lage Italien sein. Das Robert-Koch-Institut stuft inzwischen ganz Italien, mit Ausnahme von Kalabrien, als Risikogebiet ein.

Auf den Kanaren sollte am 1. November zusätzlich die AIDAmar starten und ebenfalls auf den Kanaren waren Kreuzfahrten der AIDAperla ab 7. November geplant.

Im Dezember könnte der Kreuzfahrt-Betrieb von AIDA dann wieder aufgenommen werden. Man werde das Pandemiegeschehen sehr aufmerksam verfolgen, schreibt AIDA in einem Statement.

Hapag-Lloyd Cruises fährt im November nicht

Hapag-Lloyd Cruises hat inzwischen auch offiziell die Reisen der Europa 2 und Hanseatic Inspiration im November abgesagt. Seit dem Wochenende waren diese Kreuzfahrten auf der Website der Reederei bereits nicht mehr buchbar. Die beiden Schiffe sollen nun am 4. beziehungsweise 5. Dezember ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Hapag-Lloyd Cruises war mit der Europa 2 seit 2. August in Nordeuropa unterwegs und hatte ab 10. November Kanaren-Kreuzfahrten im Programm. Das Expeditionsschiff Hanseatic Inspiration war seit 31. Juli in Nordeuropa unterwegs.

MSC und Costa machen im Mittelmeer vorerst weiter

Sowohl MSC Cruises als auch Costa wollen angesichts der schwierigen Pandemie-Lage in Italien ihre Kreuzfahrten vorerst weiterlaufen lassen. Die überwiegende Zahl der Passagiere auf deren Mittelmeer-Reisen stammt aus Italien.

Gerüchte wonach MSC den Betrieb der MSC Grandiosa und MSC Magnifica aufgrund der Infektionslage einstellen wolle, dementierte die schweizerisch-italienische Reederei vehement. Entsprechende, „irreführenden Beiträge in sozialen Medien (…) für eine Einstellung der Operationen im Mittelmeer“ seien „völlig falsch“ und hätten keine Grundlage.

Die MSC Grandiosa fährt seit 16. August im Mittelmeer, die MSC Magnifica war erst am 19. Oktober neu gestartet und befindet sich aktuell auf ihrer zweiten 7-Nächte-Kreuzfahrt, ebenfalls im Mittelmeer.

Auch Costa geht davon aus, dass die Italien-Kreuzfahrten der Costa Deliziosa und Costa Smeralda weiter stattfinden können. Die italienische Reederei hat am Mittwoch aber umfangreichere Routenänderungen bekannt gegeben und insbesondere spanische und französische Häfen gestrichen, die nah der bisherigen Planung demnächst wieder hätten angelaufen werden sollen.

Costa hat derzeit zwei Kreuzfahrtschiffe in Italien in Betrieb: die Costa Deliziosa seit 6. September und die Costa Smeralda seit 10. Oktober. Die Costa Diadema war am 19. September gestartet, fährt aber inzwischen nicht mehr.

Flusskreuzfahrt muss im November den Betrieb einstellen

In der Flusskreuzfahrt zeichnet sich ab, dass es im November keine Reisen auf deutschen Flüssen geben wird. Die Entscheidung, ob die geplanten Advent-Reisen im Dezember und teils auch schon Ende November durchgeführt werden, halten sich die meisten Reedereien derzeit noch offen.

Plantours hat die zwei noch für Ende Oktober und Anfang November geplanten Reisen der Lady Diletta abgesagt. Auch Phoenix Reisen hat die verbleibenden beiden für Anfang November geplanten Fluss-Reisen abgesagt, für die Advent-Kreuzfahrten ab Ende November ist noch keine Entscheidung gefallen. Viva Cruises sage alle Flusskreuzfahrten im November ab, ebenso wie Nicko Cruises.

A-Rosa sagt ebenfalls alle Reisen mit Abfahrten vom 30. Oktober bis einschließlich 30. November auf Rhein und Donau ab. Schon zuvor hatte A-Rosa die Kreuzfahrten am Rhein auf ein Konzept ohne Landgänge umgestellt. Die Saison am Douro in Portugal wurde vorzeitig beendet, ebenso wie auf Rhône und Seine in Frankreich.

Ama Waterways und E-Hoi hatten bereits vergangene Woche beschlossen, von 2. November bis 15. Dezember zu pausieren, dann die geplanten Weihnachts- und Silvesterreisen regulär durchzuführen.

Derzeit aktive Hochsee-Kreuzfahrtschiffe

Derzeit aktiv sind TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises mit Abfahrtshäfen in Deutschland, Costa, AIDA und MSC mit Italien-Reisen und TUI Cruises mit Kreuzfahrten in Griechenland sowie die drei genannten, deutschen Reederei ab November auch auf den Kanarischen Inseln. Die Kanaren gelten laut Robert-Koch-Institut seit einigen Tagen nicht mehr als Covid-19-Risikogebiet. Zugleich planen die Kanaren aber, bei der Einreise einen Coronatest zu verlangen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Infektionen mit Covid-19 gab es auf großen Kreuzfahrtschiffen trotz weltweit Zehntausender Passagiere seit Ende Juli bislang nur in zwei zahlenmäßig stark begrenzten Fällen: sieben positiv getestete Crew-Mitglieder und ein Passagier auf zwei Charter-Kreuzfahrten mit französischen Passagieren auf der Costa Deliziosa sowie ein einzelnes Crew-Mitglied auf der MSC Grandiosa, jeweils Mitte Oktober.

Für die Hochseekreuzfahrten aller Reedereien gibt es umfassende Infektionsschutzkonzepte. Insbesondere werden alle Passagiere vor Reisebeginn einem Corona-Test unterzogen, je nach Reiseland mit einem PCR- oder einem Antigentest. Passagiere aus Risikogebieten werden einem genaueren Screening unterzogen und gegebenenfalls einem zusätzlichen Schnelltest direkt von der Einschiffung unterzogen oder in manchen Fällen gar nicht erst als Passagiere akzeptiert. Kern des Konzepts ist es, eine an Bord und bei Landausflügen abgeschirmte „Bubble“ zu schaffen, um das Virus erst gar nicht an Bord zu lassen.

Auf Flusskreuzfahrtschiffen gab es dagegen jüngst einige Covid-19-Ausbrüche. Hier gibt es zwar ebenfalls detaillierte Infektionsschutz-Konzepte, aber nicht überall durchgängige Corona-Tests vor Beginn der Reise. Auch ein der Hochseekreuzfahrt vergleichbares „Bubble“-Konzept ist insbesondere bei Flusskreuzfahrten in Deutschland nicht umsetzbar.

Hintergründe und Details zum Kreuzfahrt-Neustart und zu Corona-Tests

Mehr Details zum bisherigen Verlauf des Kreuzfahrt-Neustarts nach dem Lockdown im März finden Sie in unseren Beiträgen „Mehr als 20 Hochsee-Kreuzfahrtschiffe weltweit bereits wieder in Dienst“ sowie „Neue Covid-19-Risikogebiete: Wichtige Kreuzfahrt-Häfen im Mittelmeer betroffen“. Über die Genauigkeit und Sicherheit von PCR-Tests, mit denen die Reedereien auf den derzeit fahrenden Schiffen ihre Passagiere und Crewmitglieder möglichst vor Covid-19-Infektionen schützen wollen, finden Sie Details im Beitrag „Coronatests vor Kreuzfahrten im Vergleich: PCR-, Antigen- und Antikörper-Tests“.

Die Covid-19-Reisewarnungen des deutschen Auswärtigen Amtes enthalten bereits seit Monaten den pauschalen Hinweis, dass von der Teilnahme an Kreuzfahrten dringend abgeraten wird. Als formelle Reisewarnung ist dies aber wohl nicht auszulegen.

Flusskreuzfahrten innerhalb der EU und Schengen nimmt das Auswärtige Amt dabei ebenso aus wie Hochseekreuzfahrten mit entsprechendem Hygienekonzept, die von deutschen Häfen aus fahren und in keinem ausländischen Hafen anlegen. Für Kreuzfahrten im Ausland, also derzeit faktisch in Italien, Griechenland und demnächst auf den Kanaren, ist das Auswärtige Amt nicht zuständig, weswegen diese Ziele von dieser Formulierung auch nicht betroffen sind.

15 Kommentare

15 Kommentare zu “Deutschland-Lockdown und die Kreuzfahrt: TUI Cruises fährt weiter, AIDA und Hapag-Lloyd Cruises sagen ab

  1. Soweit ich das sehe ist die Costa Diadema (auf der ja damals die französischen Charter-Reisen stattfanden) schon seit Abbruch der zweiten vercharterten Tour nach 4 Tagen nicht mehr in Betrieb. Auch der gestern kommunizierte neue Winterfahrplan (Fortführung der Italien-Touren der Smeralda, der Griechenland-Touren der Deliziosa sowie die Absage der Karibik-Reisen der Favolosa, der ersten Firenze-Touren ab Weihnachten sowie der Deliziosa-Weltreise) geht mit keiner Silbe auf den Verbleib der Diadema ein.

  2. @Patrick Schneider: Die zweite Charter-Reise wäre ebenfalls eine 14tägige Reise gewesen. Die ist abgebrochen worden, sodass das Schiff bis zum Beginn der nächsten regulären Reise nicht fahren sollte. Aber ich habe eben bei Costa nachgefragt: Die Diadema führt nun tatsächlich erst einmal nicht mehr, sondern nur noch Costa Smeralda und Costa Deliziosa.

  3. @Franz Neumeier: Danke für die Nachfrage bei Costa direkt, hatte ich eben auch schon vermutet, Dass die zweite Charter-Tour nach 4 Tagen abgebrochen wurde hatte ich ja oben schon erwähnt.

    Aber mal ehrlich: die Reisen, die bis vor kurzem für die Diadema noch vorgesehen waren machten irgendwie auch keinen Sinn: Kurzreisen nach Marseille und Spanien, Kanaren mit Marseille und Barcelona oder auch Istanbul mit Ägypten.

  4. Deshalb hat Costa die Routen mit Spanien/Frankreich ja auch angepasst und die Ägypten-Reisen verschoben. Die Entwicklung ist halt gerade so dynamisch und verändert sich unerwartet und schnell, dass man da glaube ich auch ein wenig nachsichtig mit den Reedereien sein muss, dass sie ihre viele Wochen in der Zukunft liegenden Routen nicht alle zwei Wochen wieder neu nach den jeweils aktuellen Gegebenheiten anpassen, was ja auch mit enormem Aufwand und Kosten verbunden ist, sondern da auch mal eine Weile zuwarten und hoffen, dass sich die Situation wieder verändert. Bestes Beispiel sind die Kanaren, wo bis vor einigen Tagen noch eine Reisewarnung bestand und jetzt plötzlich alles wieder offen ist. Wäre schade gewesen, diese Reisen voreilig abzusagen oder die Routen zu ändern.

  5. Da wir ab 29.11. mit A-Rosa auf den Rhein unterwegs wären, ist für uns die Information, dass A-Rosa alle Reisen bis einschließlich 30.11. absagt natürlich hochinteressant. Leider findet sich dazu biher nichts auf der A-Rosa-Homepage.
    Daher meine Frage: Woher stammt diese Info?

  6. @Michael: Die Information stammt direkt von A-Rosa. Die Passagiere sollen nacheinander nach Abreisedatum informiert werden, sodass Sie mir Abreisetag 29.11. evtl. etwas später kontaktiert werden. Aber dass im November mit den neuen Lockdown-Vorschriften keine Flusskreuzfahrten werden stattfinden können, ist eigentlich ziemlich klar. Wobei Regierung und Ministerpräsidenten die Regeln ja nach 14 Tagen neu besprechen wollen, sodass eine kleine Hintertür vielleicht noch bleibt; aber wohl ziemlich unwahrscheinlich.

  7. @Franz Neumeier: Vielen Dank für die Infos. Dann müssen wir wohl abwarten. Ich rechne aber auch nicht mehr damit, dass das noch klappt.

  8. das ist ja das allerletzte Kreuzfahrten während in der Jetzigen Zeit durchzuführen wass soll das den nicht genug das die Kreuzfahrt Passagiere bei Hellios Kapazitäten blockieren Aber Leute mit Geld dürfen sich ja Alles Erlauben Frechheit einfach eine Frechheit

  9. @Daniel Basser: Ich kann Ihre Aufregung verstehen, würde aber dennoch fürs nächste Mal bitte, einen sachlicheren Ton anzuschlagen und die Leser des Kommentars mit vollständigen Sätzen und Satzzeichen zu beehren ;-)
    Haben Sie einen Beleg dafür, dass die PCR-Tests für die Passagiere tatsächlich Kapazitäten in den Helios-Kliniken blockieren? Meines Wissens gibt es da bislang keine Engpässe und letztlich liegt es auch in der Verantwortung der Helios-Kliniken, die mit TUI Cruises einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben, hier ggfs. regulierend einzugreifen und diagnostischen Tests den Vorzug vor Kreuzfahrtpassagier-Tests zu geben. Bei meinem PCR-Test in einer Helios-Klinik vor zwei Wochen hat die Klinik klar den Notfallpatienten den Vorrang gegeben und meinen Test erst durchgeführt, als alle wartenden Notfallpatienten versorgt waren (was ja auch sehr sinnvoll und vollkommen selbstverständlich ist).

  10. Nach den aktuellen Infektionschutzregelungen müssen Rückkehrer aus Risikogebieten sich in Quarantäne begeben bis zu einer negativen PCR-Testung. Das gilt auch für Malta, dem “Heimathafen” der Mein Schiff Flotte. TUI wirbt damit, dass an Bord getestet werden kann. Gibts dort auch die entsprechend zertifizierten Labore?
    Ab 08. November wirds dann richtig spannend: ” .. frühestens ab dem fünften Tag nach (!) der Einreise ….” darf dann erst getestet werden. Also Quarantäne für jeden Malta Rückkehrer. Was sagt TUI dazu?
    Wird dann die Blue Cruise zu dem was es deutsch übersetzt heißt. traurige Kreuzfahrt?
    Ich wünsch es uns allen nicht …

  11. @Bert Glück: Die Mein-Schiff-Flotte fährt zwar unter maltesischer Flagge, aber für die Quarantäne nach Rückkehr nach Deutschland spielt das keine Rolle. Da zählt, in welchen Ländern die Passagiere gegebenenfalls tatsächlich an Land waren. IM Falle der Mein Schiff 6 ist das Griechenland, was derzeit nicht als Risikogebiet eingestuft ist. Bei der Mein Schiff 1 ab Kiel gibt es ohnehin keine Landgänge und die Mein Schiff 2 fährt demnächst in den Kanaren, was ebenfalls derzeit kein Risikogebiet ist. Insofern stellt sich das Problem aktuell nicht. AIDA hatte das von Ihnen angesprochene Problem in Italien so gelöst, dass am vorletzten Reisetag PCR-Tests im Hafen gemacht und von einem Labor an Land ausgewertet wurden, sodass die Reiserückkehrer einen PCR-Test vorweisen konnten. Da AIDA im November nicht fährt, wird sich das angesprochene Problem frühestens im Dezember stellen und bis dahin kann sich noch viel ändern. Und vielleicht gibt’s dann ja auch Menschen, denen ihr Urlaub so wertvoll ist, dass sie dafür auch eine Woche Quarantäne bei der Rückkehr in Kauf nehmen; ansonsten sollte eine solche Situation auch zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag berechtigen.

  12. Hallo, unser Kreuzfahrtschiff MSC Grandiosa fährt momentan noch im Mittelmeer ab Genua und hoffentlich ändert sich daran auch nichts bis Dezember. Weiß jemand, ob es als Transit gilt, wenn man von Deutschland aus nach Genua mit dem Auto fährt, das Schiff betritt und keinen Ausflug in den Ländern wie Spanien, Malta, Frankreich etc macht und danach wieder nach Deutschland fährt? Alle ohne Aufenthalt in Italien. Oder muss man danach trotzdem einen Test (an der Grenze) machen und in Quarantäne? Lieben Dank und Grüße, Anja

  13. @Anja: Meines Wissens gilt es als Transit, wenn man keine Hotelübernachtung auf dem Weg hat. Aber ich würde mich da beim Gesundheitsamt erkundigen, das für Ihren Wohnsitz zuständig ist, denn die Regelungen unterscheiden sich teils von Amt zu Amt …

  14. @Anja Das würde mich auch interessieren, ob eine Kreuzfahrt als Transitreise gilt und man deshalb nicht in Quarantäne muss danach. Von unserem Gesundheitsamt bekomme ich keine Aussage darüber. Liebe Grüße Heike

  15. @Heike: Das Gesundheitsamt ist dafür zuständig, über Quarantäne zu entscheiden. Also muss es auch eine konkrete Auskunft auf diese Frage erteilen. Allerdings sollte man auch die Frage sehr konkret stellen – nicht allgemein “darf ich auf Kreuzfahrt gehen”, sondern “bin ich quarantänepflichtig, wenn ich zu einer Kreuzfahrt nach Triest anreise und auf der Reise Rom, Malta und Messina jeweils für einen 5stündigen Landausflug besuche”. Jemand anders kann diese Antwort nicht geben, weil eben nunmal das jeweilige Gesundheitsamt zuständig ist.

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