Die "Deutschland" im Hamburg

„Deutschland“ soll verkauft werden

Die Deutschland soll verkauft werden, was sehr wahrscheinlich auch das Ende der Traditionsreederei Peter Deilmann bedeutet. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse aus einer Anleihe-Gläubigerversammlung der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft am heutigen 12. November in München.

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Die Versammlung wählte mit dem Diplom-Kaufmann Stefan Ulrich (STU Management Partners) einen gemeinsamen Vertreter für alle Anleihen-Gläubiger, der sich nun zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter um den Verkauf der einzigen Schiffs der Reederei Peter Deilmann kümmern kann.  Laut Insolvenzverwalter gibt es derzeit zwei Interessenten für die Deutschland. Einer davon dürfte FTI Cruises sein, die bereits seit längerer Zeit Interesse an der Deutschland bekunden.

Ergänzende Beschlüsse, die beispielsweise auch einen Sanierungsversuch möglich gemacht hätten, konnte die Gläubigerversammlung nicht fassen, da wie schon bei der ersten Versammlung vor einigen Wochen keine Mehrheit der Gläubiger präsent war. Lediglich 46 Prozent der Stimmberechtigten waren zur Versammlung gekommen.

Der eigentlich für Mitte November geplante Werftaufenthalt der Deutschland wurde inzwischen abgesagt. Ob die anstehenden Reisen durchgeführt werden, die für die Zeit nach dem Werftaufenthalt geplant waren, ist derzeit noch unklar. Jenachdem, welcher Kaufinteressent den Zuschlag für das Schiff bekommt, sei eine Übernahme des Kreuzfahrtprogramms und eine Durchführung der Reisen denkbar, zitieren die Kieler Nachrichten einen Sprecher des Insolvenzverwalters.

Am 29. Oktober war für die MS “Deutschland” Beteiligungsgesellschaft mbH und Reederei Peter Deilmann GmbH ein Antrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt worden. Der daraufhin bestellte, vorläufige Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber hatte zunächst auch die Fortführung des Geschäfts und die Erarbeitung eines Finanzierungskonzepts als Option alternativ zum Verkauf des Schiffs und des Unternehmens genannt.

1 Kommentar zu “„Deutschland“ soll verkauft werden

  1. Kreuzfahrtenkenner haben die Situation vorausgesehen. Empfohlen wurde alle kleinen Seereisenveranstalter „unter einem Dach“ (Verwaltung, Catering…), Aber die Reedereien waren dazu nicht bereit und fahren ihr Schiffe lieber in die Pleite. Was sind das nur für Geschäftsführer. Der Werftaufenthalt im November wurde auch abgesagt. Kommt wohl nur ein Verkauf oder Versteigerung in Frage.
    Man darf gespannt sein über die Zukunft des „Traumschiffes“.
    Armer Peter Deilmann, gut das er das nicht erleben muss.
    Probleme auch mit der „Astor“. Die nächste Insolvenz.
    Früher hatte Transocean TOURS erfolgreich 2/ 3 Schiffe betrieben. Die jetzigen Geschäftsführer von TransOcean schaffen das noch nicht mal bei einem Schiff.
    Erfolgreich dagegen die „Berlin“. Sogar der sehr beliebte Hoteldirektor Larry Jackson ist dort zugestiegen. Die „Berlin“ hat eine super Führungsmannschaft und Crew..

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