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TUI Cruises

Drei positive Coronatest-Ergebnisse auf der Mein Schiff 2

Erneut wurden auf einem Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises auf den Kanaren drei Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Zwei Passagiere und ein Crewmitglied sind betroffen, bislang symptomlos. Diese drei sowie 24 als Kontaktgruppe 1 ermittelte Personen stehen nun in einem Hotel auf Gran Canaria unter Quarantäne. Die Testergebnisse der übrigen rund 1.800 Menschen an Bord sind laut TUI Cruises negativ.

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Zwei Passagiere sowie ein Crewmitglied wurden kurz vor Ende der Kreuzfahrt der Mein Schiff 2 auf den Kanaren positiv auf Covid-19 getestet. 24 weitere Personen mit negativen Testergebnissen wurden am Freitag, 26. Februar, ebenfalls unter Quarantäne gestellt und in einem Hotel auf Gran Canaria untergebracht.

Laut RTL hätten die näheren Kontakte zu den positiv getesteten Personen auf einem Bus-Landausflug auf Fuerteventura stattgefunden. TUI Cruises sagt dazu jedoch: „Wir können keine Verbindung zwischen dem Infektionsgeschehen der Fälle der letzten Reise und unseren Landausflügen feststellen.“ Landausflüge finden derzeit nur in geschlossenen, geführten Gruppen mit Maskenpflicht und reduzierter Zahl an Personen im Ausflugsbus statt.

Die zehntägige Quarantäne-Unterbringung und Abläufe nach den positiven Testergebnissen entsprechen den Vorgaben der Gesundheitsbehörden auf den Kanarischen Inseln. Vier positive Testergebnisse hatte es auf der Mein Schiff 2 bereits am 5. Februar gegeben. Auch da wurden insgesamt 24 Personen unter Quarantäne gestellt.

Die Kanarischen Inseln gelten laut Robert-Koch-Institut wie die meisten Länder der Weit aktuell als Risikogebiet, seit 21. Februar jedoch nicht mehr als Hochinzidenzgebiet. Zum Stichtag 26. Februar lag die 7-Tages-Inzidenz der Kanarischen Inseln bei 56,33 mit einer Schwankungsbreite bei den von TUI Cruises angelaufenen Inseln von 13,95 auf La Gomera bis 78,71 auf Fuerteventura. An- und Abreise findet zu den Kreuzfahrten auf Gran Canaria statt, wo die 7-Tage-Inzidenz bei 62,15 lag und damit nahezu identisch wie in Deutschland mit 63.

Bislang bewährte Infektionsschutzkonzepte auf Kreuzfahrtschiffen

Insgesamt fährt die Kreuzfahrt mit strikten Infektionsschutz-Konzepten und Coronatests vor sowie teils auch während der Kreuzfahrten recht gut bereits seit Juli 2020 wieder. Lediglich etwas mehr als 100 positive Fälle sind seitdem weltweit bei rund 300.000 Passagieren bekannt geworden, davon allein etwa ein Drittel bei zwei Vorfällen, die auf grobe Fehler der jeweiligen Reederei zurückzuführen sind. Ansonsten fielen Coronatests je betroffener Kreuzfahrt während der Reise nur zwischen einem und acht Passagieren positiv aus.

Vergleiche dazu die cruisetricks.de-Statistik zu Covid-19-Fällen auf Kreuzfahrtschiffen im Beitrag „Was es zu den vier Covid-19-Fällen auf der Mein Schiff 2 zu sagen gibt“. Details zu den Corona-Schutzmaßnahmen bei TUI Cruises finden Sie in unserem Beitrag „TUI Cruises‘ Infektionsschutz-Konzept auf der Mein Schiff 6“.

TUI Cruises schon seit Juli 2020 mit mehreren Schiffen wieder aktiv

Die Mein Schiff 2 fährt auf den Kanaren seit 6. November 2020 und war seit 24. Juli ab Hamburg im Einsatz.

Die Mein Schiff 1 kam am 17. Dezember ebenfalls auf den Kanaren hinzu, nachdem sie zuvor bereits von Kiel aus aktiv war und wegen des Deutschland-Lockdowns Anfang November pausierten musste. Eine 35tägige Kreuzfahrt der Mein Schiff 1 über Weihnachten von einem deutschen Hafen aus in die Karibik und zurück musste ebenfalls kurzfristig abgesagt werden.

Die Mein Schiff 6 war zwischenzeitlich einen Monat lang vom 13. September bis 15. Oktober 2020 von Kreta aus in Griechenland unterwegs.

Erstmals Coronafälle bei TUI Cruises Anfang Februar

Die ersten bekannten Fälle von positiven Covid-19-Tests seit Wiederaufnahme der Kreuzfahrten von TUI Cruises im vergangenen Sommer hatte es Anfang Februar ebenfalls auf der Mein Schiff 2 gegeben. Bis dahin war TUI Cruises seit Juli 2020 nach eigenen Angaben ohne Coronafälle an Bord gefahren und hat in dieser Zeit rund 60.000 Passagiere befördert.

Vier der rund 1.000 Passagiere der am 5. Februar zu Ende gegangenen Kreuzfahrt der Mein Schiff 2 waren bei dem Schnelltest vor dem Heimflug nach Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden sie isoliert und in einem Hotel in Gran Canaria unter Quarantäne gestellt, ebenso neun weitere Passagiere und elf Crewmitglieder, die als direkte Kontaktpersonen der infizierten Passagiere identifiziert wurden.

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Nachfolgeinfektionen auf der darauf folgenden Kreuzfahrt der Mein Schiff 2 gab es offenbar nicht. Passagiere und Crew wurden auf dieser Reise dem Vernehmen nach durchgehend negativ getestet.

16 Kommentare

16 Gedanken zu „Drei positive Coronatest-Ergebnisse auf der Mein Schiff 2“

  1. Sehr geehrter Herr Neumeier,
    Sie schreiben, dass TUI Cruises
    nach eigenen Angaben seit Juli
    2020 rund 60.000 Passagiere
    ohne Coronafälle an Bord befördert habe. Leider schreiben Sie nicht, dass die
    Fälle am 04.02.2021 vermutlich lediglich entdeckt
    wurden, weil – nach meiner
    Kenntnis – anders als bei den
    vorherigen Kanarenkreuzfahrten
    alle Passagiere einen Tag vor
    dem Rückflug- und Wechsel-
    tag in Las Palmas aufgrund
    neuer deutscher Einreisebe-
    stimmungen ( negatives Test-
    ergebnis für aus Spanien ein-
    reisende Fluggäste ) getestet
    wurden. Insofern erscheint es
    mir die Behauptung, vorher
    nie Coronafälle an Bord gehabt
    zu haben, sehr zweifelhaft.

  2. @Wilhelm: Tests auch während der Reise sind in der Vergangenheit teils gemacht worden, teils nicht, auch abhängig von behördlichen Anforderungen, von der jeweiligen Infektionslage und auf Wunsch von Passagieren. Eine genaue Dokumentation dazu habe ich nicht. Ob also bei 100% Test aller Passagiere und Crew bei früheren Reisen weitere Fälle aufgefallen wären, kann man schlicht nicht sagen oder nachprüfen. Die Aussage von TUI Cruises infrage zu stellen, würde dem Unternehmen eine Lüge unterstellen und das würde ich sicherlich ohne konkreten Anhaltspunkt nicht tun. Was ich als Journalist tun kann, ist die bekannten Fakten und Aussagen darstellen. Wer auf dieser Basis dann spekulieren will, kann das natürlich tun.
    Unabhängig davon, meine Meinung: Ich denke, es ist gar nicht so entscheidend, ob es hier und da einzelne Fälle gegeben hat oder nicht. Viel entscheidender finde ich, dass die Infektionsschutzmaßnahmen offenbar so gut wirken, dass es nur wenige Fälle gibt und jedenfalls kein größeres Infektionsgeschehen auftritt (denn das wäre unabhängig davon, ob TUI Cruises das kommunizieren würde, auf jeden Fall an die Öffentlichkeit gelangt). 100% Sicherheit zu erwarten, wäre unrealistisch und unsinnig. Zu Hause ist das Risiko ja auch nicht bei null, warum also würde man das von einer Kreuzfahrt erwarten? Es muss darum gehen, das Risiko auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten und jedenfalls merklich niedriger als zu Hause. Und das gelingt der Kreuzfahrt offenbar sehr gut, nicht nur bei TUI Cruises, sondern bei allen, die derzeit fahren und in der Pandemie bereits gefahren sind.

  3. Infektionen allgemein breiten sich auf Kreuzfahrtschiffen rasend schnell aus, Das hat man in der Vergangenheit oft gesehen, insbesondere bei Corona. Die Industrie wäre gut beraten, ein strenges Testmanagement einzuführen. Am besten mit täglichen Selbsttests der Passagiere. Aus Umweltgesichtspunkten ist der Niedergang der Industrie angesichts der Umweltprobleme (Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abwasser, Lebensmittelverbrauch usw.) aber auch nicht so bedauerlich.

  4. @Joachim Köhne: Auf welchen Fakten stützen Sie Ihre Aussage, Infektionen würden sich „rasend schnell“ auf Kreuzfahrtschiffen ausbreiten? Es ist in diesem Fall hier nicht der Fall (im Gegenteil, das von Ihnen angemahnte Hygiene- und Infektionsschutzkonzept hat ja gerade bewiesen, dass es funktioniert, weil es eben bei isolierten drei Fällen geblieben ist und eben gerade keine Ausbreitung stattfindet). Falls Sie mir „Infektionen allgemein“ Magen-Darm-Infektionen („Noro“) meinen, ist auch das nicht korrekt – siehe mein ausführlicher Beitrag zu diesem Thema hier: https://www.cruisetricks.de/kreuzfahrt-norovirus-schutz/

    Auf die anderen Aspekte in Hinblick auf Umweltschutz will ich hier, weil kein Themenbezug zum Beitrag oben, nicht weiter eingehen, empfehle aber auch hier, sich zu informieren, denn was Sie schreiben, stimmt im Wesentlichen nicht: https://www.cruisetricks.de/faq-umweltschutz-und-nachhaltigkeit-in-der-kreuzfahrt/

    Kritik und Skepsis sind wichtig und gut, aber Fakten sind mindestens ebenso wichtig …

  5. Ich komme gerade vom Schiff. Ich war 4 Wochen dort und habe auch die Fälle von Anfang Februar mit bekommen.

    Unter dem Strich ist das Konzept gut und funktioniert ja offensichtlich. Überall wird auf Abstand geachtet und Niemand wird ungewollt zur Kontaktperson 1 und riskiert bewusst eine Ansteckung oder Quarantäne.

    Ganz anders ist das bei den Busausflügen. Keine Reihe und kein Platz wird frei gehalten. Die Busse sind voll. Das sagt vorher Niemand. Wenn man erst im Bus sitzt, ist es zu spät. Es sind TUI-Busse und keine externen Veranstalter. Nur die Fremdenführer werden extern eingekauft (wie immer).

    Anschliessend auf die Vorschriften der kanarischen Behörden zu verweisen ist eine Frechheit. Alle Konzepte sind in enger Abstimmung mit den kanarischen Behörden erstellt. Sonst ginge dort Keiner an Land.

    Die TUI macht die Busse voll. Man verkauft die Plätze und weiss genau, wieviel Menschen in welchem Bus sitzen. Die Busnummer sieht man nach der Buchung in der Mein-Schiff-App. Es geht also hier nur ums Geld. Die kanarischen Behörden haben es ja erlaubt. Warum sollte man also Plätze freihalten?!

    Das sagt aber vorher Niemand. Der Gast riskiert 10 Tage Quarantäne oder Ansteckung. Wer steigt schon aus dem vollen Bus wieder aus?

    Das ist ein Skandal! Geworben wird mit Rundum-Sorglos-Paket. Verantwortung will man aber nur übernehmen im Rahmen dessen, was die kanarischen Behörden fordern. Bei den Busreisen besteht eindeutig Handlungsbedarf.

  6. @Tommi: Ich war selbst im Herbst mit der Mein Schiff 6 in Griechenland unterwegs. Was ich dort gesehen habe, deckt sich weitgehend mit dem, was TUI Cruises im Konzept stehen hat, nämlich, dass die Busse nicht komplett voll sind (also 50 Passagiere), sondern abhängig davon, wie viele Einzelreisende oder Paare (die keinen Abstand benötigen), entsprechend weniger Passagiere in einem Bus sind, sodass zumindest gewisse Abstände möglich sind. Was auf meiner Reise weniger gut geklappt hat, war die in Hinblick auf Abstände optimale Verteilung der Passagiere auf den Bus, was natürlich auch die Passagiere selbst zu einem gewissen Grad in der Hand hätten.

    Ich finde es etwas zu hart, es als „Skandal“ zu bezeichnen, wenn sich ein Unternehmen an die Vorschriften der Behörden hält und sich daran orientiert. Denn genau das tun wir doch auch alle in unserem Alltag. Ich denke, da sollte man fairerweise mit dem gleichen Maß messen. Infrage stellen könnte man die Regeln der Behörden und strengere Anforderungen verlangen. Allerdings sollte man auch bedenken, dass diese Regeln ja nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern mit Experten erarbeitet wurden und mutmaßlich einen vernünftigen Kompromiss darstellen. In der Coronakrise geht es nicht und kann es nicht um 100% Sicherheit gehen, sondern um Risikominimierung. Das bisherige Geschehen auf Kreuzfahrtschiffen seit Sommer 2020 zeigt, dass das sehr gut gelingt, auch wenn es ganz selten einmal, so wie hier, zu Quarantäne für einige Kontaktpersonen kommt.

    TUI Cruises sagt zu diesem Aspekt folgendes:

    „Das Landausflugskonzept ist Teil unseres bewährten Gesundheits- und Hygienekonzepts, mit dem wir seit September Kreuzfahrten mit Landausflügen im „geschlossenen Kreis“ anbieten. Dieses wurde durch unseren medizinischen Expertenrat geprüft und behördlich genehmigt.
    Landausflüge finden aktuell unter verschärften Sicherheitsbedingungen mit reduzierter Personenanzahl und an ausgewählte Orte statt. Ein Kontakt mit lokaler Bevölkerung findet maximal mit AHA-Regeln statt. Ein Entfernen vom Ausflug führt zum Reiseausschluss. Wie beim Hin- und Rückflug nach Gran Canaria sowie auf dem Transfer vom und zum Flughafen sind die Mein Schiff-Gäste auch bei den Landausflügen unter sich – wo kein Abstand eingehalten werden kann, ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Wie im Flugzeug gilt das auch im Bus. Damit bieten die Ausflüge derzeit den höchstmöglichen Schutz.“

  7. Wir waren vom 12.-19.2.21 auf der Mein Schiff 2. Das Hygienekonzept an Bord ist hervorragend. Und wird auch vom Personal kontrolliert. Alles bestens. Was mich im Moment iriiritiert, ist die Aussage, dass es nun keine Tests mehr 48 Stunden vor Rückreise geben soll. Da es für die Einreise nach Deutschland nicht mehr verpflichtend ist. Dieses finde ich nicht gut, denn nur so sind die positiven Fälle ja aufgefallen. Ohne die Tests hätten die Personen im Flieger gesessen, in dem kein Abstand möglich ist. Das Ergebnis wäre eine großflächige Verbreitung. Und das möchte wohl niemand. Bitte unbedingt weiterhin testen, auch wenn es nicht vorgeschrieben ist.
    Zu den Landausflügen muss ich leider bestätigen, dass die Busse uns auch viel zu voll waren. Es gab keine abgesperrten Sitzreihen. Eine nicht akzeptable Regelung. Manche Gäste glaubten auch, dass im Bus die Maske nicht durchgängig getragen werden muss, leider wurde hier nicht kontrolliert von Seiten der Reiseleitung. Unter diesen Umständen würde ich von Landausflügen dringend abraten.

  8. Unabhängig der Corona-Regeln und dem ganzen muss man doch mal klarstellen, dass es schon vor Corona sehr hohe Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf den Schiffen, egal von welcher Reederei, gegeben hat. so ist man eigentlich nie ohne gründliches Händewachen in die Essensbereiche gelangt und gefühlt alle 10 Meter steht ein Händedesinfektionsspender. Natürlich muss man sich bewusst sein, dass ein Kreuzfahrtschiff eine in sich geschlossene „Blase“ ist und es auf Grund der Gegebenheit, dass um das Schiff herum meist nur Meer ist es häufiger zu Begegnungen mit anderen Personen kommt. Aber grade deshalb sind die Schiffe ja aktuell zu maximal 60% ausgelastet und bieten so neben dem Hygienekonzept ausreichend m²/Person.
    Ich denke, da ist das Risiko sich in Deutschland in einem öffentlichen Verkehrsmittel anzustecken ist um einiges höher. Eine Studie hierzu wäre sicherlich sehr interessant und würde allgemein der geläuterten Branche guttun. Wir haben zumindest für Pfingsten eine weitere Kreuzfahrt gebucht, da ich der Überzeugung bin, das man aus Hygienischer Sicht nicht besser verreisen kann.

  9. „Entspannt und sorgenfrei Reisen“ (TUI-Werbung für Blaue Reisen) – Das stelle ich mir anders vor.

    Die wöchentlichen Tests gibts noch verpflichtend für die Gäste, die noch auf dem Schiff bleiben (s.g. durchreisende Gäste). Abreisende Gäste können sich gegen € 25 freiwillig testen lassen. So spart man sich den Weg zum Test zu Hause, der ja für Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend ist. Hoffentlich ist das Ergebnis negativ.

    Ergibt der freiwillige Test eines abreisenden Gastes ein positives Ergebnis (wie in der vergangenen Woche bei 2 Passagieren), dann sind 10 Tage Quarantäne im kanarischen Hotel (natürlich ohne Pool und ohne Verlassen des Zimmers) die zwangsläufige Folge. Man wird im Hotel eingesperrt und darf das Zimmer nicht verlassen! Lässt man sich erst in Deutschland testen und der Test fällt positiv aus, begibt man sich ganz einfach in Heimquarantäne.

    Da frage ich mich, wie man so blöd sein kann und das riskiert.

    Damit aber noch nicht genug. Alle Menschen, die in den letzten Tagen im Bus vor hinter oder neben dem Betreffenden sassen, werden ebenfalls für 10 Tage eingesperrt (zusammen aktuell 26 Menschen). Die wurden aber nicht bei Buchung des Busausfluges über dieses Risiko informiert. Auch wenn im Bus nur 50 statt 70 möglichen Passagieren sitzen, gibt es keine Möglichkeit mehr, dem zu entkommen. Die TUI schreibt die Kabinennummern der Sitze auf, sagt aber kein Wort. Bis man das im Bus begriffen hat, ist es zu spät und der Bus längst unterwegs.

    Natürlich lesen die Menschen, die jetzt an Bord sind, auch die Berichte über den aktuellen Vorfall. Denen wird jetzt klar sein, welches Risiko ein Busausflug bedeutet. Jeder, der das begriffen hat, wird wohl seinen Busausflug stornieren. Jeder der das begriffen hat, wird keinen freiwilligen Test mehr vor Abreise durchführen lassen. Hoffentlich!

  10. Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache, aber: Wer nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht begriffen hat, dass Sars-Cov-2 ansteckend ist und auch ein Werbespruch wie „Entspannt und sorgenfrei Reisen“ daran nichts ändert, dem ist nicht mehr zu helfen. Ich glaube, es ist zu einfach, alles auf den Reiseveranstalter abzuschieben, sich naiv zu stellen und zu erwarten, dass der Veranstalter das Wunder vollbringt, dass die ganze Welt gerade nicht schafft (vielleicht mit Ausnahme von Australien und Neuseeland). Wer jetzt verreist, weiß um ein gewisses Risiko und nimmt es in Kauf. Zu Hause beim Einkaufen gibt auch niemand Aldi, Lidl und Edeka die Schuld an dieser ganzen Misere …

  11. Man muss ja nicht Einkaufen gehen, das kann auch jemand mitbringen.
    Ja, ich war auf Kreuzfahrt während Corona (auch mit geführten Landausflügen), und ich werde es wieder tun. Sicherer ist es nur zu Hause ohne verlassen der Wohnung. Jeder ist selbst verantwortlich für sein Handeln. Wenn man Einkaufen geht kann man beobachten wie viele sich die Hände waschen bzw. Wägen desinfizieren. Auf dem Schiff gab es keine Ausnahme, da war es Pflicht, was zu 100% kontrolliert wurde. Wird bei jedem Kunden im Supermarkt die Temperatur gemessen, wenn er das Geschäft betritt?

  12. Zu Franz Neumeier: Mitlerweile haben wir überwiegend Corona Mutanten die um einiges gefährlicher sin als der Wildtyp. Daher verstehe ich es nicht, wenn kein täglicher Selbsttest durchgeführt wird. Kostet doch nur unter 5€. Denn Infektionen lassen sich nicht ganz verhindern, wenn man sich wie bei Kreuzfahrten üblich lange mit anderen Personen in geschlossenen Räumen oder Fahrzeugen aufhält. Daher ja auch die Empfehlung während der Pandemie generell auf nicht unbedingt notwendige Reisen zu verzichten.
    In Bezug auf die Umweltauswirkungen erkenne ich die Bemühungen der Kreuzfahrtindustrie durchaus an, allerdings stelle ich mir sanften Tourismus doch anders vor. Insbesondere bei der CO2 Produktion auch bei der Anreise ist wohl noch einiges zu verbessern. Etwas weniger Luxus und auch mal ein Wanderurlaub mit Bahnanreise ist doch auch schön!

  13. @Joachim Köhne: Dass man mehr tun könnte, steht außer Frage, allerdings ist von außen sehr schwer zu beurteilen, bis zu welchem Grad das einen nennenswerten, zusätzlichen Nutzen im Gesamtkonzept des Infektionsschutzes am jeweiligen Schiff bringt. Das ist etwas, das ich den Experten überlasse, die diese Konzepte entwickeln und auch regelmäßig den Veränderungen anpassen.
    5 Euro pro Person mögen wenig klingen, aber bei 1.000 Passagieren wären das bei Tests an sechs Kreuzfahrttagen dann doch mal schlappe 30.000 Euro, die Logistik und Transportkosten für die große Menge an Testkits (und die entstehende Abfallmenge) nicht mitgerechnet.
    Der Vergleich mit geschlossenen Räumen und Fahrzeugen hinkt ziemlich, denn die Lüftungsanlagen in einem Kreuzfahrtschiff lassen sich nicht mit einem Supermarkt, U-Bahn oder Bus vergleichen, siehe: https://www.cruisetricks.de/praxistest-auf-der-oasis-of-the-seas-keine-messbare-aerosol-uebertragung-von-kabine-zu-kabine-ueber-die-klimaanlage/
    Bzgl. der Nicht-Reise-Empfehlung der Regierung: Da hat das RKI inzwischen sehr deutlich gesagt, dass Pauschaltourismus nicht zum Infektionsgeschehen beigetragen hat. Insofern ist das dann eher eine Entscheidung, die jeder individuell treffen sollte und darf, weil es die Gemeinschaft nicht gefährdet.
    Zu dem zweiten Aspekt: Ich glaube, in einer freiheitlichen Gesellschaft verbietet es sich, regulieren zu wollen, was Menschen als Luxus betrachten und wie sie ihr Leben gestalten. „Sanfter Tourismus“ (wir sind uns einig, dass das moralisch erstrebenswert ist), ist keine gesetzliche Vorgabe. Sind wir an diesem Punkt aber auch mal ganz ehrlich: So, wie wir nicht in der Lage sind, Bio-Fleisch und anständige Lebensbedingungen für die Tiere in der Fleischproduktion für alle Menschen herzustellen, ohne Gravierendes und Grundlegendes in unserer Gesellschaft zu verändern, so ist es auch kaum möglich, Massentourismus mit sanftem Tourismus / Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen – außer, wir würden einem großen Teil der Menschen das Reisen verbieten oder über entsprechend hohe Preise unmöglich machen. Das ist unbefriedigend, aber halt auch unsere derzeitige Realität.
    Auch „weniger Luxus“ ist es nicht und liegt im freien Ermessen jedes Einzelnen. Nebenbei hat Kreuzfahrt heutzutage (natürlich abhängig vom jeweiligen Schiff) auch nicht viel mit „Luxus“ zu tun.
    Ich fände es mehr als schade, um nicht zu sagen: erschreckend, wenn unsere Gesellschaft beginnen würde zu definieren, was genau man gut und schlecht zu finden habe.

  14. Mich würde einmal interessieren, wer die Kosten für Quarantäne von 10 Tagen im Hotel und den verschobenen Rückflug übernimmt? Ist das irgendwo nachzulesen? Ich gehe davon aus, dass der Gast die Kosten trägt, bzw. die hoffentlich vorhandene Versicherung, aber würde mich mal interessieren.

  15. @Rita: Ja, die Kosten trägt der Reisende. Die Reedereien bieten dazu entsprechende Versicherungen an (bei TUI Cruises ab 19 Euro, also sehr erschwinglich), aber auch Reiserücktrittversicherungen haben solche Leistungen entweder inklusive (eher selten) oder die Versicherungsgesellschaft bietet Zusatzpakete an, die diese Kosten abdeckt.
    Ob man das irgendwo nachlesen kann, da bin ich ehrlicherweise überfragt; vielleicht in den FAQ der Reedereien. Letztlich handelt es sich bei Quarantänemaßnahmen um etwas, das außerhalb des Einflussbereichs des Reiseveranstalters liegt (falls er nicht grob gegen Regeln verstößt und ihm dadurch vielleicht ein Verschulden zuzurechnen wäre, was typischerweise nicht der Fall sein wird) und daher auch nicht vom Veranstalter zu verantworten ist.

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