„Ein Traum von einem Schiff“ wieder ohne Schwärzungen

Vor gut einem Jahr sorgte eine Einstweilige Verfügung gegen das Buch „Ein Traum von einem Schiff“ von Christoph Maria Herbst über seine Erlebnisse bei Dreharbeiten auf dem ZDF-Traumschiff Deutschland für Furore: Eine Regieassistentin mit dem fiktiven Namen „Christiane“ fühlte sich von einigen Passagen in dem Buch verunglimpft und glaubte, trotz Pseudonym „Christiane“ als Person identifizierbar zu sein.

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Das Gericht gab ihr zunächst Recht, der Verlag musste die noch nicht verkauften Exemplare des Buchs aus dem Handel zurückholen. Der Verlag legte Berufung gegen die Einstweilige Verfügung ein, lieferte von da an aber dann eine Version des Buches aus, in der einige Stellen geschwärzt waren.

Nun hat die Klägerin offenbar kurz vor dem Termin für die Urteilsverkündung in dem Berufungsverfahren ihren Verfügungsantrag zurückgenommen – der Verlag darf damit also „Ein Traum von einem Schiff“ wieder in der unzensierten Version verkaufen. Die Gerichtskosten muss die Klägerin tragen. Ob sie auch den Schaden bezahlen muss, der Autor und Verlag durch die nun offenbar unberechtigt erwirkte Einstweilige Verfügung entstanden ist, könnte Gegenstand eines separaten Gerichtsverfahrens werden.

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