Gesundheitsbehörde CDC  verlängert Kreuzfahrt-Verbot in den USA bis 30. September

Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat seine „no sail order“ bis 30. September 2020 verlängert. Bislang war das Kreuzfahrtverbot bis 24. Juli befristet. Zuletzt hatte aber bereits der Branchenverband der Kreuzfahrtindustrie Clia die Kreuzfahrt-Pause in den USA von sich aus bis 15. September ausgeweitet.

Das neue Kreuzfahrtverbot, auf Englisch „no sail order“ genannt, bedeutet faktisch also zunächst nur eine um zwei Wochen längere Pause aller Kreuzfahrten für größere Schiffe, die von oder in die USA fahren oder einen Hafenstopp in US-amerikanischen Häfen einschließlich Puerto Rico oder den US Virgin Islands haben.

Kreuzfahrten nach Alaska sowie Neuengland und Kanada hatten die Kreuzfahrt-Reedereien für die Saison 2020 ohnehin bereits abgesagt, nachdem Kanada sein Häfen bis zum 31. Oktober 2020 geschlossen hält, mit der Option auf weitere Verlängerung.

Einzig sehr kleine Kreuzfahrtschiffe mit insgesamt nicht mehr als 249 Person an Bord, also Passagiere und Crew zusammengezählt, dürfen fahren. Kleine Schiffe unter US-Flagge wie beispielsweise die Flotten von Uncruise Adventures, American Cruise Lines, Alaska Dream Cruises, Blount, Lindblad Expeditions oder American Queen Steamboats Company dürfen jedoch fahren und planen ihren Neustart auch bereits, teils ab August.

Allerdings haben auch hierzu schon einige Häfen teils wörtlich verlautbart: „don’t even think about it“ – denkt nicht einmal daran, unseren Hafen anzulaufen, wie beispielsweise Bar Harbor im US-Bundesstaat Maine. Auch Skagway in Alaska will dieses Jahr keinerlei Kreuzfahrtschiffe mehr sehen.

Angesichts der weiter dramatisch steigenden Infektionszahlen in den USA erscheint es unwahrscheinlich, dass die CDC ihr Kreuzfahrtverbot tatsächlich bereits am 30. September auslaufen lässt. Einer der Infektions-Hotspot ist derzeit ausgerechnet der Bundesstaat Florida, wo die drei weltgrößten Kreuzfahrthäfen Miami, Fort Lauderdale und Port Canaveral liegen und von wo aus dementsprechend die meisten Kreuzfahrten von US-Häfen aus starten. Theoretisch kann die “no sail order” von der CDC aber auch vor dem 30. September aufgehoben werden.

Die britische Regierung hat ihre kürzlich ausgesprochene Warnung vor Kreuzfahrten dagegen teilweise relativiert. Die Warnung bezieht sich jetzt nur noch auf internationale Hochsee-Kreuzfahrten. Ausgenommen sind nun Flusskreuzfahrten sowie nationale Hochseereisen.

Einen ähnlichen Reisehinweis hatte auch das deutsche Auswärtige Amt ausgesprochen und ebenfalls am Tag darauf Flusskreuzfahrten davon ausgenommen. Für rein deutsche Hochseekreuzfahrten gilt dieser Reisehinweis des Auswärtigem Amtes ohnehin nicht, da die Behörde nur für Auslandsangelegenheiten zuständig ist.

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