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CDC (Bild: James Gathany, Centers for Disease Control and Prevention)

Gesundheitsbehörde CDC verschärft Kreuzfahrt-Regeln in den USA

Die CDC verschärft ihre Vorschriften und Empfehlungen für Kreuzfahrten in den USA. Die US-Gesundheitsbehörde folgt damit im Wesentlichen einigen bereits von den Kreuzfahrt-Reedereien vorweggenommenen Anpassungen. Insbesondere müssen jetzt auch geimpfte Passagiere vor Beginn der Kreuzfahrt einen negativen Corona-Test nachweisen. Auch die Empfehlung zum Tagen von Masken gilt nun auch wieder für Geimpfte.

Die neuen Regelungen und Empfehlungen sind in einem Update des Operations Manuals der Conditional Sailing Order (CSO) enthalten. Die CSO ist bindend für Kreuzfahrtschiffe, die in US-Gewässern oder von US-Häfen aus fahren. Ausnahme ist lediglich der Bundesstaat Florida, wo ein Gericht die bindende Wirkung der CSO aufgehoben hat. Die Reedereien haben sich bislang dennoch auch in Florida freiwillig zu ihrer Einhaltung verpflichtet.

Neben den verschärften Regeln hatte die CDC bereits einige Tage zuvor eine neue Reisewarnung ausgesprochen: Nur vollständige geimpfte US-Bürger sollten auf Kreuzfahrt gehen. Insbesondere Personen mit erhöhtem Risiko in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe warnt die CDC jetzt wieder ausdrücklich vor Kreuzfahrten.

Testpflicht auch für Geimpfte

Was die meisten Reedereien ohnehin bereits tun, ist nun ab 13. September auch CDC-Regel: Alle Passagiere sollen bei der Einschiffung ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als zwei Tage ist. Alternativ sollen sie direkt vor der Einschiffung auf Covid-19 getestet werden. Für Ungeimpfte gilt das ohnehin schon.

Die meisten Reedereien haben entsprechenden Test bei USA-Abfahrten auch schon zuvor verlangt. In Europa sind – teils auch mehrere – Corona-Tests schon seit dem Kreuzfahrt-Neustart im Juli 2020 fester Bestandteil des Infektionsschutzkonzepts.

Maskenpflicht auch für Geimpfte

Und auch das ist in Europa längst Standard und Teil der „EU Healthy Gateways“-Empfehlung: Die CDC legt Kreuzfahrt-Reedereien ab sofort nahe, die Maskenpflicht in Innenräumen auch auf solche Bereiche auszudehnen, die ausschließlich geimpften Passagieren vorbehalten sind beziehungsweise insgesamt auf Schiffen mit mindestens 95 Prozent geimpfter Crew und Passagieren.

Bislang fand die CDC es akzeptabel, wenn die Maske in diesen Fällen in Innenräumen fallen durfte. Auch Abstandsregeln galten dann nicht mehr. Zuletzt hatten Carnival Cruise Line und Royal Caribbean International ihre Maskenregeln wieder verschärft, nachdem es insbesondere bei Carnival zu einer größeren Zahl an positiven Fällen kam und offenbar auch Ansteckungen an Bord gegeben hatte.

Neuer Farb-Code „gray“

Eher eine Formalie ist die Einführung eines zusätzlichen Farbcodes bei der Kennzeichnung des Status‘ der Kreuzfahrtschiffe, die in US-Gewässern fahren: Zu den vorhandenen Farben Grün, Orange und Rot kommt nun noch „gray“ hinzu. Grau markiert die CDC nun Schiffen, die sich nach Aufhebung der bindenden Wirkung der „Conditional Sailing Order“ in Florida zum 23. Juli nicht freiwillig diesen Regeln verpflichten.

Bislang folgen allerdings alle Reedereien mit ihren Schiffen weiterhin der Conditional Sailing Order, sodass kein Schiff mit Grau gekennzeichnet ist. Für solche Schiff könnte die CDC zwar nicht die Conditional Sailing Order anwenden, jedoch auf andere, nicht Covid-19-spezifische Hygienevorschriften zurückgreifen, die gegebenenfalls deutlich unangenehmere Folgen haben könnten.

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