Hanseatic im Pech: Weitere zwei Reisen abgesagt

Hapag-Lloyd Kreuzfahren wird bei der Hanseatic weiter vom Pech verfolgt: Nach einem Brand im Maschinenraum des Expeditionsschiffs in der Werft Anfang Juni mussten bereits zwei Kreuzfahrten abgesagt werden, nun entfallen weitere zwei Reisen, da die Behebung des Brandschadens länger dauert als erwartet. Nach aktuellem Stand wird die Hanseatic daher erst wieder am 16. August Passagiere aufnehmen.

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Anfang Juni war es auf der Hanseatic bei einem planmäßigen Werftaufenthalt in der Bredo-Werft in Bremerhaven zu einem Brand im Maschinenraum gekommen. Um die Schäden zu beheben, hatte Hapag-Lloyd Kreuzfahrten zunächst die Aufenthaltsdauer des Schiffs in der Werft verlängert und zwei Reisen vom 17. Juni ab Bremerhaven und vom 4. Juli ab Tromsö abgesagt.

Jetzt stellte sich heraus, so die Mitteilung der Reederei, dass der bei dem Brand entstandene Schaden höher ausgefallen ist als zunächst angenommen. Daher bleibt das Expeditionsschiff weiter in der Bredo-Werft in Bremerhaven, die Reisen vom 14. Juli ab Longyearben auf Spitzbergen sowie vom 1. August ab Kangerlussuaq in Grönland entfallen daher nun ebenfalls.

Die von den Absagen betroffenen Passagiere erhalten von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten den Reisepreis erstattet und einen 10-Prozent-Rabatt die Seepassage einer künftigen Reise. Reisebüros sollen für die abgesagten Kreuzfahrten die volle Provision erhalten.

Bereits im April hatte die Hanseatic schon vor ihrem Werftaufenthalt mit Problemen am Amazonas zu kämpfen: Nötige Ersatzteile zur Behebung eines technischen Defekts vor Ort schafften es nicht rechtzeitig nach Belem in Brasilien, sodass durch die entstandenen Verspätungen die geplante Amazons-Route entfallen musste. Erst am 9. Mai konnte die Hanseatic von Belem aus wieder in Dienst gehen und zu ihrer Transatlantik-Fahrt nach Teneriffa in See stechen.

1 Kommentar zu “Hanseatic im Pech: Weitere zwei Reisen abgesagt

  1. 25.06.2013

    Die stümperhafte Information und Abwicklung ist für die Passagiere enttäuschend und lässt bei mir vermuten, dass kein funktionierendes Risikomanagement besteht. Und das nachdem das Schiff jetzt seit April quasi nicht einsatzfähig ist.
    Mails werden mit dem Standard –„wir antworten „asap“ beantwortet, telefonisch ist man quasi nicht erreichbar; Anrufbeantworter werden nicht abgehört.
    Ich habe jetzt mal eine Mail geschrieben und gebeten den Vorstandsvorsitzenden zu informieren.

    Ich glaube kaum dass mir das äußerst großzügige Angebot einer zukünftigen Reise mit 10 % Rabatt bei HL zusagt.
    Ein passender link zur alten Hanseatic: http://www.zeit.de/1966/49/pannen-waren-nichts-ungewoehnliches

    Hans-J. Teich

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