Abfahrt der Europa in Hamburg

Hapag-Lloyd Cruises führt PCR-Coronatest-Pflicht ein

Hapag-Lloyd Cruises verlangt ab 15. September von allen Passagieren einen negativen PCR-Coronatest. Wie TUI Cruises kooperiert die Luxus-Reederei dabei mit den Helios-Kliniken, bei denen sich die Passagiere vor der Reise kostenlos testen lassen können.

Hapag-Lloyd Cruises ist bei den PCR-Tests besonders streng: Das Testergebnis darf bei Einschiffung nicht älter als 48 Stunden sein. Liegt ein Wochenende zwischen Test und Einschiffung, reicht aus praktischen Gründen eine 72-Stunden-Frist.

Für die kostenfreien Tests in den 86 Helios-Kliniken in Deutschland sollen die Passagiere zusammen mit den Buchungsunterlagen einen entsprechenden Gutschein erhalten. Wer sich anderweitig testen lassen will, beispielsweise weil die nächstgelege Helios-Klinik zu weit entfernt ist, soll eine 50-Euro-Gutschrift aufs Bordkonto als Ausgleich gekommen.

Negative Testergebnisse teilen die Helios-Kliniken direkt an Hapag-Lloyd Cruises mit. Nur bei positivem Befund sollen die Passagiere von der Klinik oder dem zuständigen Gesundheitsamt direkt kontaktiert werden.

Anders als MSC in Italien, wo überwiegend Antigentests mit sehr schnellen Testergebnissen direkt bei der Einschiffung zum Einsatz kommen, sind Hapag-Lloyd Cruises und TUI Cruises zunächst auf die aufwändigeren PCR-Tests angewiesen. Verfahren für Antigen-Tests – nicht zu verwechseln mit Antikörper-Tests – sind in Deutschland noch nicht zugelassen. Der Abschluss der dafür nötigen, klinischen Tests wird bis Oktober erwartet.

Der PCR-Coronatest ergänzt die bisher schon ergriffenen Infektionsschutzmaßnahmen bei Hapag-Lloyd Cruises, die unter anderem einen Gesundheitsfragebogen, gestaffeltes Boarding, tägliche Temperaturkontrollen sowie eine reduzierte Passagierkapazität der Schiffe von 60 Prozent umfassen. Außerdem findet eine flächendeckende Grundreinigung von Kabinen und öffentlichen Bereichen mit Kaltnebelgeräten statt.

Außerdem, so Hapag-Lloyd Cruises, kooperiere die Reederei mit einem Spezialdienstleister für Situationen, in denen Infektionen auftreten sollten und Passagiere zur Isolation und Behandlung an Land gebracht werden müssten. Auch der Rücktransport ins Heimatland sei dadurch gewährleistet.

Hapag-Lloyd fährt derzeit mit der Europa und der Europa 2 von Hamburg aus nach Skandinavien, in die Ostsee und in die Normandie. Mit der Hanseatic Inspiration führen die Routen zu Inseln entlang der deutschen und niederländischen Nordseeküste.

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