Höhere Steuern für Kreuzfahrten in den USA?

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Geht es nach dem demokratischen US-Senator Jay Rockefeller, dann müssen Kreuzfahrt-Reedereien mit Start- oder Zielhafen in den USA bald deutlich mehr Steuern zahlen. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht die Besteuerung auch für im Ausland registrierte Kreuzfahrt-Unternehmen sowie eine zusätzliche Steuer von fünf Prozent auf Ticketpreise sowie die Umsätze an Bord vor.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass eine Ausnahmeregelung in den US-Steuergesetzen aufgehoben werden solle. Die Folge wäre, dass auch im Ausland registrierte Kreuzfahrt-Unternehmen in den USA die vollen Steuersätze zahlen müssten. Zusätzliche soll es eine 5-Prozent-Steuer auf Kreuzfahrten geben, die in den USA starteten oder enden. Diese Steuer soll auch auf die Umsätze an Bord angewendet werden, sofern die Passagiere in den USA zu- oder abstiegen.

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Rockefeller argumentiert, die Reedereien würden in den USA kaum Steuern zahlen, da sie beispielsweise auf den Bahamas, Bermudas oder in Panama registriert seien. Die Hauptquartiere sowie die meisten Angestellten der Reedereien an Land befänden sich tatsächlich jedoch auf amerikanischem Boden. Daher sollten mit der neuen Steuer beispielsweise die Kosten für die Bereitstellung der Häfen sowie insbesondere auch die hohen Kosten abgedeckt werden, die der US-Küstenwache entstünden, wenn etwa ein manövrierunfähiges Kreuzfahrtschiff gesichert werden müsse.

Die Reederei-Vereinigung CLIA sagte in einem Statement, man beobachte das Gesetzgebungsverfahren, kommentierte die Steuerpläne aber nicht weiter im Detail.

Carnival Corp. konterte die Argumentation Rockefellers und sagte, man zahle bereits jetzt jährlich annähernd 1,2 Milliarden Dollar Steuern in den USA. Dazu zählten unter anderem auch Hafengebühren und Steuern für die Angestellten der Reederei.

Senator Jay Rockefeller ist Vorsitzender des „Committee on Commerce, Science & Transportation“ im US-Senat (in etwa vergleichbar mit den Ausschüssen des deutschen Bundestags) und hat damit eine für diese Gesetzgebung wichtige Position inne. Rockefeller hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Aufsehen gesorgt mit seiner kritischen Haltung gegenüber Kreuzfahrt-Reedereien.

Vergleichbare Steuern gibt es bereits in einigen anderen Ländern. Beispielsweise fällt bei Kreuzfahrten mit Abfahrt in Spanien oder Italien für Umsätze an Bord die dort gültige Mehrwertsteuer an, wenn eine Kreuzfahrt im jeweiligen Land beginnt und auf der Fahrtroute kein Hafen eines Nicht-EU-Staat angelaufen wird.

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