Deutschland

Insolvenzantrag für „Deutschland“ gestellt (Update)

Die MS Deutschland-Beteiligungsgesellschaft ist zahlungsunfähig. Die Sanierung des Unternehmens soll nun im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung versucht werden. Ein entsprechender Antrag wurde beim zuständigen Amtsgericht in Eutin gestellt.

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Update 4.11.: Wie touristik aktuell meldet, wird das Insolvenzverfahren nicht wie zunächst geplant in Eigenverantwortung durchgeführt. Stattdessen hat das Gericht den Rechtsanwalt Reinhold Schmid-Sperber als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Selbiger kündigte an, die anstehenden Reisen würden bis auf Weiteres durchgeführt. Es sei eine Fortführung des Geschäfts und die Erarbeitung eines Finanzierungskonzepts angestrebt. In Frage komme aber auch ein Verkauf des Schiffs und des Unternehmens.

Die Kreuzfahrten der Deutschland sind der Meldung der Reederei zufolge bis zum geplanten Wert-Termin im November 2014 gesichert. Die Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter übernimmt im Rahmen der vorläufigen Eigenverwaltung des insolventen Unternehmens für drei Monate die Bundesanstalt für Arbeit.

Eine Verschlechterung der Liquidität des Unternehmens seit der letzten Gläubigerversammlung am 8. Oktober und fehlende mittelfristige Finanzierung nennt die Reederei als Anlass für den nun gestellten Insolvenzantrag. Zugleich hat der Mehrheitsgesellschafter Callista Private Equity für die anstehende Sanierung den Spezialisten für Unternehmens-Restrukturierungen Wolfram Günther als „Chief Restructuring Officer“ bestellt, der als seine erste große Aufgabe nun sieht, die Finanzierung für den geplanten Werft-Aufenthalt der Deutschland zu sichern.

Man sei „optimistisch, die Deutschland langfristig in ein sicheres Fahrwasser zu bringen“ und strebe eine „umfängliche Fortführung des Geschäfts“ an, teilte der neue CRO Wolfram Günther mit. Details zum Sanierungsplan sollen der Gläubigerversammlung am 12. November vorgelegt werden.

4 Kommentare zu “Insolvenzantrag für „Deutschland“ gestellt (Update)

  1. mal wieder, für mich ist es kaum noch verständlich, warum man auf biegen und brechen soviel Geld in dieses Schiff pumpt. Das kann dieses Schiff doch nie wieder einfahren.

  2. Das ist doch oft das Problem, wenn in einer Sache schon so viel Geld drinsteckt, dass man noch mehr investiert in der Hoffnung, der Verlust des schon investierten Geldes noch reduzieren oder gar abwenden zu können.
    Wie viel Sinn das in jedem Einzelfall macht, muss ich erfreulicherweise nicht beurteilen und das können letztlich auch nur diejenigen, die das Geld dafür geben und Einblick in die Details haben …

  3. Hat das ZDF dieses Jahr überhaupt eine neue Folge auf dem Traumschiff gedreht? Das gehört doch für viele Leute Weihnachten zum Pflichtprogramm.

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