Kreuzfahrtabsagen bei Carnival Cruise Line, Cunard Line, Holland America Line und Seabourn

Die Carnival-Marken Carnival Cruise Line und Cunard Line sagen alle Kreuzfahrten mit Starthäfen in den USA und Puerto Rico bis mindestens 9. April ab. Holland America Line und Seabourn stoppen ihre Kreuzfahrtschiffe weltweit bis zum 14. April.

Als letztes der großen Kreuzfahrtunternehmen hat Carnival Corp. am Freitag, 13. März infolge des nationalen Notstandes in den USA wegen der Covid-19-Pandemie die Aussetzung aller Kreuzfahrten für 30 Tage bekannt gegeben. Holland America Line und Seabourn folgen Princess Cruises und setzen ihre Reisen weltweit aus – allerdings anders als die Schwesterreederei nur für 30 und nicht für 60 Tage.

Carnival Cruise Line pausiert bis 9. April. Betroffen sind alle Schiffe mit Basishafen in den USA – also alle 24 der 27 Schiffe der Carnival Cruise Line. Die Carnival Victory ist ohnehin außer Dienst, weil sie in Cadiz zur Carnival Radiance umgebaut werden soll. Carnival Spirit und Carnival Splendor sind in Australien.

Zu Cunard Line macht die Carnival Corp. in der Ankündigung keine genaueren Angaben. Betroffen sein dürften die Transatlantik-Reisen der Queen Victoria sein. Die Queen Mary 2 befindet sich derzeit auf Weltreise, die Queen Elizabeth fährt in Australien und Neuseeland – wobei Neuseeland seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe inzwischen ebenfalls geschlossen hat.

Bei Holland America Line sind 14 Schiffe betroffen, wobei Nieuw Statendam, Noordam und Westerdam durch frühere Kreuzfahrt-Absagen ohnehin schon nicht mehr in Dienst sind. Aktuelle Reisen werden je nach Schiff bis spätestens 27. März beendet. Neue Kreuzfahrten sollen wieder ab 14. April starten.

Seabourn legt ebenfalls alle fünf Schiffe der Flotte still. Aktuelle Reisen enden je nach Schiff bis spätestens 22. März. Auch hier soll der Kreuzfahrt-Betrieb ab 14. April wieder aufgenommen werden.

Für die jetzt abgesagten Reisen der Kreuzfahrtmarken der Carnival Corp. gibt es unterschiedliche Erstattungsregelungen für die Passagiere. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit der Erstattung von 100 Prozent des Reisepreises oder ein Angebot, den Reisepreis in ein Guthaben für zukünftige Reisen umzuwandeln und dafür als Bonus ein relativ großzügiges Bordguthaben zu erhalten. Bei Carnival Cruise Line sind das beispielsweise 300 Dollar pro Kabine bei Reisen bis für Tage Dauer. Bei längeren Reisen sind es sogar 600 Dollar. Reisebüros sollen für die angesagten Kreuzfahrten ihre volle Provision behalten dürfen.

Gemäß der Empfehlung der australischen Regierung, Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern auszusetzen, hat außerdem die Carnival-Tochter P&O Australia alle Kreuzfahrten für 30 Tage abgesagt und fährt bis 12. April nicht mehr.

Mit AIDA Cruises, Costa und Princess Cruises hatten drei weitere Marken der Carnival Corp bereits zuvor Absagen vieler bevorstehender Kreuzfahrten bekannt gegeben. Details dazu finden Sie in unserem ständig aktualisierten Beitrag „Coronavirus: Übersicht aktueller Kreuzfahrt-Absagen und Routenänderungen“.

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