Marco Polo

Kreuzfahrtpassagier stirbt nach Wellenschlag vor England

Ein Passagier des britischen Kreuzfahrtschiffs Marco Polo ist ums Leben gekommen, als eine Welle ein Fenster des Bordrestaurants eindrückte. Die Marco Polo war nach einer längeren Kreuzfahrt auf dem Rückweg zu ihrem Basishafen Tilbury.

ANZEIGE

Die Reederei Cruise & Maritime Voyages (CMV) spricht von einer „freak wave“, also einer Monsterwelle, die das Schiff bei sehr unruhiger See getroffen habe. Die Welle hat vier Fenster an steuerbord im vorderen Bereich des Waldorf Restaurant der Marco Polo eingedrückt, zwei davon sind nach Augenzeugenberichten geborsten, zwei im Ganzen eingedrückt worden. Das Restaurant liegt auf Deck 6 und hat Fenster zu beiden Seiten des Schiffs.

Wie John Honeywell (Mirror) schreibt, soll es für den Unglückstag Warnungen vor Wellen von bis zu 15 Metern gegeben haben – was eher unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass es sich bei der Welle zumindest nach wissenschaftlicher Definition tatsächlich um eine Monsterwelle gehandelt hat. Eine solche „rogue wave“ oder „freak wave“ müsste die doppelte Höhe der im jeweiligen Seegebiet vorhandenen Wellen erreichen.

P&O Cruises hatte aufgrund der Vorhersagen die Abfahrt der Oceana von Southampton auf Samstag, 15. Februar, verschoben.

Das Unglück auf der Marco Polo ereignete sich laut einer Meldung von CNN am Freitag, 14. Februar 2014, zwischen 13 und 14 Uhr nahe der westlichen Zufahrt zum Ärmelkanal. Tilbury, der Basishafen der Marco Polo, liegt auf der anderen Seite des Ärmelkanals nahe der Mündung der Themse.

Bei dem Unglück wurden CMV zufolge insgesamt 16 Passagiere verletzt, zwei von ihnen wurden mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, wo der 85jährige starb. Er stammte aus Colchester in Essex. Der Gesundheitszustand der zweiten ins Krankenhaus geflogenen Passagierin ist laut CMV nicht lebensbedrohlich. 14 Passagiere haben leichtere Verletzungen erlitten und konnten im Bord-Hospital behandelt werden. CMV schreibt in einer Stellungnahme, man sei in diesem schwierigen Moment in Gedanken bei den betroffenen Passagieren und ihren Familien.

Zum Zeitpunkt des Wellenschlags waren 735 Passagiere, hauptsächlich aus Großbritannien, sowie 349 Crewmitglieder an Bord der Marco Polo. Das Kreuzfahrtschiff war am 5. Januar zu einer langen Kreuzfahrt zum Amazonas, in die Karibik und den Azoren aufgebrochen und wird am Sonntag, 16. Februar, in Tilbury zurück erwartet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.