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MSC Seashore, MSC Cruises

MSC führt Impfpflicht für Winter-Kreuzfahrten 2021/22 ein, Ausnahme: Mittelmeer

MSC Cruises führt auf vielen Kreuzfahrten im Winter 2021/22 eine komplette oder teilweise Impfpflicht ein. Entsprechende Vorschriften der Zielländer zwingen die Reederei zu diesem Schritt. Die meisten anderen Kreuzfahrt-Reedereien haben Impfpflichten bereits in den vergangenen Wochen und Monaten angekündigt oder eingeführt.

MSC Cruises gehört zu den wenigen Reedereien, die bislang noch keine Impfpflicht für ihre Passagiere auf einigen oder allen Kreuzfahrten eingeführt hatte. Für die Winter-Reisen in Nordeuropa, Arabien und in der Karibik zwingen behördliche Auflagen die Reederei nun zu einem Kurswechsel.

Lediglich für Mittelmeer-Kreuzfahrten bleibt MSC Cruises bei den bisherigen Infektionsschutz-Regeln gegen Covid-19: Hier ist lediglich ein negatives Coronatest-Ergebnis, das nicht älter als 48 Stunden sein darf, Voraussetzung für die Teilnahme an den Kreuzfahrten.

Landausflüge sollen auf den Mittelmeer-Kreuzfahrten von MSC weiterhin nicht individuell möglich sein, sondern nur im Rahmen von über MSC gebuchten Gruppenausflügen. Auf einigen der Landausflüge ist zusätzlich ein Impfnachweis nötig, soweit ein Programmteil das erfordert, etwa der Besuch von Museen oder Restaurants, wenn lokale Vorschriften dafür einen Impfnachweis vorsehen.

Als Impfung akzeptiert MSC Cruises den vollständigen Impfschutz mit den Impfstoffen von Biontec/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und Astra-Zeneca. Von Covid-19 genesene Personen sind bei MSC Cruises derzeit für sechs Monate Geimpften gleichstellt. Achtung: In der Karibik ist Astra-Zeneca nicht zugelassen – mutmaßlich, weil der Impfstoff in den USA bislang keine Zulassung hat.

Impfpflicht-Regeln bei MSC Cruises für Winter 2021/22 im Überblick:

FahrtgebietImpfpflicht?Ausnahmen / Einschränkungen
MittelmeerneinImpfpflicht nur für Passagiere aus Nicht-Schengen-Ländern
Nordeuropajaaußer Passagiere unter 12 Jahren
Saudi-Arabien/Emiratejaaußer Passagiere unter 12 Jahren; für alle Passagiere ist ein PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden, verpflichtend
Karibik (Miami, Port Canaveral)jaaußer Passagiere unter 12 Jahren; für alle Passagiere ist ein PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden, verpflichtend
Südliche Karibikjaaußer Passagiere unter 12 Jahren; für alle Passagiere ist ein PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden, verpflichtend; Achtung: Astra-Zeneca ist für diese Reisen nicht zugelassen (Stand: 30. September 2021)
„Grand Voyages“jaaußer Passagiere unter 12 Jahren; für alle Passagiere ist ein PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden, verpflichtend
Südamerika, Südafrika?noch nicht bekanntgegeben (Stand: 30. September 2021)
Soweit keine Impfpflicht gilt, ist ein negativer Antigen- oder PCR-Test, nicht älter als 48 bzw. 72 Stunden, für die Einschiffung erforderlich.

Detaillierte Informationen zu den Reisevoraussetzungen je nach Zielgebiet veröffentlicht MSC Cruises auf ihrer Website. Unter anderem gehört dazu bei MSC zwingend der Abschluss einer Versicherung gegen Corona-Folgen wie etwa Quarantäne-Unterbringung bei positivem Testergebnis bei der Einschiffung und ähnliches.

11 Kommentare

11 Gedanken zu „MSC führt Impfpflicht für Winter-Kreuzfahrten 2021/22 ein, Ausnahme: Mittelmeer“

  1. Hallo, und vielen Dank für die Informationen.
    Wir haben schon vor längerem die Überführungsfahrt der MSC Virtuosa gebucht. Im Juli gab es eine
    Mitteilung, dass deutsche Passagiere kein Visum für Saudi Arabien benötigen, wenn sie einen (durch MSC) geführten Ausflug buchen. Nun 36 Tage vor Abreise – sind online immer noch keine buchbar und neue Informationen gibt es nicht.
    Kann es also nur an der PCR Pflicht liegen, die dort gewünscht wird???? Schade wäre es wirklich, wenn ein Landgang daran scheitern würde.
    LG Martina

  2. @Martina: Ich denke, diese Frage kann nur MSC selbst beantworten. Grundsätzlich ist für die Einreise nach Saudi-Arabien ein Visum erforderlich (das in normalen Zeiten auch direkt vor Ort noch ausgestellt werden kann, lt. Visit Saudi derzeit aber nur vorab online beantragt/ausgestellt wird: https://www.visitsaudi.com/en/covid-19-information-page ). Auch ein PCR-Test ist demnach nötig.
    Denkbar ist aber, dass MSC mit Saudi-Arabien bzgl. geführter Landgänge eine Sondervereinbarung getroffen hat, sodass die Visums- und/oder PCR-Test-Pflicht entfällt. Aber solche Infoformationen sind natürlich nicht öffentlich zugänglich, sodass das nur MSC verbindlich sagen kann.

  3. @Claudia: Das lässt sich so pauschal nicht beantworten, weil sich die Bedingungen der Reedereien und behördliche Regeln immer wieder ändern. Grundsätzlich spielt es bzgl. der Testpflicht vor der Kreuzfahrt keine Rolle, ob man geimpft ist oder nicht. Denn auch als Geimpfter kann man das Virus ja weitertragen und andere anstecken, weswegen der Test kurz vor der Kreuzfahrt gemacht wird, um dieses Risiko zu minimieren. In den meisten Fällen wird aber ein Antigen-Test ausreichen. Die genauen Anforderungen definiert die Reederei je nach aktueller Situation und entsprechend der behördlichen Vorgaben zum jeweiligen Reisetermin.

  4. Wir haben im Sommer eine Karibik-Kreuzfahrt (Start: 26.12.) gebucht und heute erfahren, dass mein Mann, zwar vollständig geimpft, aber mit AstraZeneca, diese nicht antreten darf. Als Alternative wurde uns nur das Umbuchen der Reise oder ein Gutschein geboten, eine kostenfreie Stornierung nicht. Ist das gesetzlich korrekt, obwohl die Rahmenbedingungen (vollständiger Impfschutz) ja zur Zeit der Buchung erfüllt wurden.

  5. @Greta: Eine juristisch verbindliche Auskunft oder individuelle Rechtsberatung kann und darf ich nicht geben.

    Ich vermute, es handelt sich um die Reise mit der MSC Divina ab Miami? Oder MSC Seashore ab Pointe a Pitre?

    Der Hintergrund könnte bei der MSC Divina sein, dass Astra-Zeneca in den USA nach wie vor keine Zulassung hat. Allerdings, und deshalb verwundert mich die Aussage von MSC ein wenig, hat die US-Gesundheitsbehörde CDC gerade gestern erst wieder klargestellt, dass alle von der WHO zugelassenen Impfstoffe akzeptiert werden sollen, wozu auch Astra-Zeneca gehört (vgl. aktuell: https://eu.usatoday.com/story/travel/news/2021/10/11/inaternational-tourists-fda-approved-vaccines-enter-us-november-cdc/6059419001/ ). Dass es abweichende Sonderregelungen für Kreuzfahrtschiffe geben könnte, ist mir nicht bekannt.

    Ist es die Seaview-Reise, wäre denkbar, dass vielleicht einer der angelaufenen Inselstaaten auf der Fahrtroute Astra-Zeneca nicht anerkennt, aber das müsste MSC dann wohl auch im Detail so mitteilen. Eine schnelle, aber sicherlich nicht absolut verlässliche Recherche hat eben ergeben, dass keines der angelaufenen Länder Astra-Zeneca nicht akzeptiert.

    In jeden Fall sollten Sie von MSC eine detaillierte Begründung verlangen um erkennen zu können, auf welcher konkreten Grundlage die Mitreise verweigert wird.

    Ich würde empfehlen, sich bei einer Verbraucherzentrale beraten zu lassen oder einen Fachanwalt für Reiserecht zu konsultieren – um zu klären, inwieweit Ihnen ein Erstattungsanspruch zusteht (was ich für recht wahrscheinlich halte) bzw. ob Sie auch auf die Einhaltung des Reisevertrags bestehen können. Ggfs. könnte es auch um Schadensersatzforderungen und Ausgleich für entgangene Urlaubsfreuden gegenüber MSC gehen, falls die Vertragskündigung seitens MSC ohne einen ausreichenden Grund (sprich: außergewöhnlicher Umstand, früher: „höhere Gewalt“, also z.B. eine Einreisesperre der USA) erfolgen sollte.

  6. Hallo Franz, herzlichen Dank für die Info. Es ist die MSC Divina und die Aussage von der Dame am Telefon lautete nur, dass dies die Einreisebestimmungen der USA wären und die folglich keine andere Möglichkeit hätten.

    Ich werde mich auf jeden Fall nochmal rechtlich beraten lassen, aber Sie haben mir tatsächlich schon einige gute Tipps und zusätzliche Informationen gegeben.
    Beste Grüße,
    Greta

  7. Hallo Greta.
    Das selbe Problem sehen wir auch.
    Ich bin mit Astra und Moderna geimpft und wir haben vor 1 Woche mit MSC in München telefoniert und uns wurde versichert, das es so geht.
    Wir sind die Route mit der Seashore unterwegs.
    Bin nun sehr beunruhigt, da wir heute die Flüge gebucht haben.

  8. @Marika Hillebrand: Anders als bei Astra-Zeneca (in den USA nicht zugelassen, aber lt. Gesundheitsbehörde CDC für die Einreise höchstwahrscheinlich ausreichend) betrachtet die CDC Kreuzimpfungen nicht als vollständige Impfung und rät bislang sogar vor Kreuzimpfungen mit Biontec + Moderna ausdrücklich ab (siehe: https://www.cdc.gov/vaccines/covid-19/clinical-considerations/covid-19-vaccines-us.html ). In den kommenden Tagen sollen zum Thema Kreuzimpfung weitere Studien öffentlich werden, allerdings beschäftigt sich die CDC darin meines Wissens nicht mit Astra-Zeneca, da in den USA ja nicht angewendet.
    Insofern würde ich empfehlen, in engem Kontakt mit MSC zu bleiben und ausdrücklich nachzufragen, inwieweit eine Kreuzimpfung für die Seashore-Reise ab Miami Probleme bei der Einreise in die USA machen könnte/wird.

  9. Wie ist die kostenfreie Stornomöglichkeit bei Reisen, wenn Impfpflicht einfgeführt wird, Bei Buchung dieser Reise noch nicht einmal einen Impfstoff gegeben hat

  10. @Angela: Für den konkreten Einzelfall darf ich das von Rechts wegen nicht beantworten, da ich kein Anwalt bin und daher keine Rechtsberatung erteilen darf. Aber wenn ein Vertragspartner einen Vertrag einseitig ändert – sprich: plötzlich eine Impfung verlangt – dann hat er das zu vertreten und muss entsprechend den Reisepreis erstatten. Es sei denn, Sie sind geimpft und würden das nur als Ausrede benutzen, um aus dem Vertrag zu kommen ;-)
    Mehr juristischen Hintergrund zum Themenkomplex „Kündigung des Reisevertrages“ finden Sie hier: https://www.cruisetricks.de/kreuzfahrt-recht-wann-corona-risiken-und-masken-pflicht-kein-grund-fuer-einen-reiseruecktritt-sind/

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