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Neue Details zu „Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“

"Hanseatic nature" und "Hanseatic inspiration"

Hapag-Lloyd Cruises hat neue Details zu den für 2019 geplanten, neuen Expeditions-Kreuzfahrtschiffen „Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“ öffentlich gemacht und den vollständigen Katalog mit den Fahrtrouten der beiden Schiffe bis September 2020 herausgebracht.

Bereits im März 2017 haben wir viele Details zu „Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“ vorgestellt. Mehr Details gibt es jetzt vor allem zum Innendesign und den Kabinen sowie zu den Restaurants. Und Cruisetricks.de hat anlässlich der Katalog-Präsentation den Vorsitzenden der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, Karl J. Pojer, zur Routenplanung der Reederei interviewt.

Kabinen-Design orientiert sich an Natur-Elementen

Das Design versucht, bei Farbgebung und Strukturen viele Natur-Elemente aufzugreifen. Insgesamt ist das Design hell und frisch gehalten. Die Computer-Zeichnungen geben einen Einblick ins Design einiger der insgesamt sechs Kabinen-Kategorien von „Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“.

(alle Bilder: Hapag-Lloyd Cruises)

Ungewöhnlich ist die Beleuchtung in den Kabinen: Nicht mehr Deckenstrahler, sondern in den Wänden integrierte Leuchten sorgen für sanftes, gleichmäßiges Licht in den Kabinen und Suiten.

Selbstversuch: „Hanseatic nature“ in der virtuellen Realität

Beinahe real kann man eine Muster-Kabine der beiden neuen Hanseatic-Expeditionsschiffe übrigens während der Roadshow ansehen, die Hapag-Lloyd Cruises ab März 2018 mit einem dafür ausgerüsteten Truck durch ganz Deutschland veranstaltet und davor schon Station auf Reisemessen in Wien, Stuttgart und Hamburg macht. Die Kabine ist mit Hilfe von Virtual-Reality-Technik mit sehr hoher Bildqualität zu besichtigen. Ich habe das in Hamburg bei Hapag-Lloyd Cruises bereits ausprobieren können und war selbst als Technik-affiner Mensch sehr beeindruckt von der Bildqualität – es fühlt sich tatsächlich fast real an.

Drei Restaurants mit flexiblen Zeiten

Freie Platzwahl und offene Tischzeiten werden die drei Restaurants an Bord der Expeditionsschiffe prägen. Neben einem Hauptrestaurant mit 178 Plätzen und einem „Bistro“-Buffetrestaurant (84 Plätze innen, 100 Plätze im Außenbereich) gibt es ein Spezialitätenrestaurant für 44 Gäste.

(alle Bilder: Hapag-Lloyd Cruises)

Auf der für deutschsprachiges Publikum konzipierten „Hanseatic nature“ wird im Spezialitätenrestaurant nordamerikanische Küche insbesondere von der Ostküste neu interpretiert. Auf der eher international orientierten „Hanseatic inspiration“ ist die Küche des Spezialitätenrestaurants eine Fusion aus japanischer und peruanischer Küche zwischen Sushi und Ceviche.

„HanseAtrium“ und Ocean Academy

Ein flexibles Konzept hat sich Hapag-Lloyd Cruises für die Wissensvermittlung während der Expeditionsreisen ausgedacht. Das „HanseAtrium“ dient als multifunktionaler Vortragsraum, der sich abends in eine stylische Bar verwandelt.

(alle Bilder: Hapag-Lloyd Cruises)

Die Ocean Academy bietet Passagieren die Möglichkeit, sich aus einer von Hapag-Lloyd Cruises selbst entwickelten Multimedia-Bibliothek umfassend über Natur und Expeditionsziele zu informieren. Dazu gibt es ein großes, interaktives Display, an dem bis zu fünf Passagiere gleichzeitig aktiv sein können. Zusätzlich steht ein digitales Info-Poster zur Verfügung sowie vier „Study Seats“ – mit interaktiven Displays ausgestattete Sessel. Und es gibt, wie auch auf den bisherigen Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Cruises, einen Bereich zum Mikroskopieren, der insbesondere auch für das Jugendprogramm auf Familien-Expeditionsreisen genutzt wird.

Außergewöhnliches Routing

Auch wenn es wie ein Werbeslogan für Hapag-Lloyd Cruises klingt, kann man es kaum anders formulieren: Beim Routing ist die Reederei erstklassig und bewegt sich nur sehr selten auf ausgetretenen Expeditionspfaden. Keine andere Expeditions-Reederei hat so vielfältige, ungewöhnliche und immer neue Fahrtrouten für ihre Schiffe.

Selbst in vermeintlich ausgereizten und wohlbekannten Fahrgebieten in Europa überrascht Hapag-Lloyd Cruises im Katalog für die „Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“ mit besonderen Routen wie etwa einer Reise zu den Shetland- und Orkney-Inseln sowie den Hebriden. Im Programm sind aber auch Klassiker wie der Amazonas bis hinauf nach Iquitos.

Warum Hapag-Lloyd Cruises sich beim Routing teils so deutlich von anderen Expeditions-Kreuzfahrtanbietern abhebt, haben wir uns von Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, erklären lassen:

Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung, Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

Karl J. Pojer: „Es ist schwierig, das hinzukriegen. Sie müssen sich vorstellen: Wie wir die Nordostpassage zum ersten Mal gefahren sind, haben wir acht Jahre daran geplant. Es gab für viele Gebiete gar keine Seekarten, für russische und andere Gebiete. Aber warum wir das umsetzen können? Weil unsere Kapitäne dort waren, die teilweise ihre eigenen Aufzeichnungen gemacht haben, die wir dann zusammengestellt haben mit allem anderen Material, das auf der Welt vorhanden ist.

Isolde Susset, Leiterin Produktmanagement Expedition Cruises, und Karl Pojer bei der Katalog-Präsentation in Hamburg

Deshalb sage ich: Expedition ist sehr viel Know-how – und natürlich auch, sich auszukennen. Wenn wir unsere Lektoren ansehen, wo die überall schon waren. Ich habe vor kurzem einen Lektor getroffen, der war in acht Ländern dieser Welt noch nicht. Was die Menschen an Wissen mitbringen und vermitteln können – ich denke, das ist ein Vorteil, den wir haben, und deshalb können wir auch solche Routen gestalten.

Wir sind ja auch im Luxus-Segment so aufgestellt, dass wir uns vornehmen, jedes Jahr zwischen 20 und 30 neue Häfen anzufahren, was Kraft der Größe unserer Flotte und Größe der Schiffe möglich ist und wir gezielt versuchen, Häfen anzufahren, die die großen Schiffe nicht anfahren können. Im Expeditionsbereich ist es Pioniergeist und es ist der Aufwand, den man betreiben muss, um sich mit diesen Orten auseinander zu setzen. Das heißt, das Zusammenspiel mit den Agenten vor Ort ist wichtig, die Besichtigung vor Ort ist wichtig, hingeflogen zu sein und zu schauen: kann das Schiff gut anlanden? Kann man Passagiere gut und „safe“ von Bord bringen? Was gibt’s zu sehen, wie lange kann man verweilen, wann wird’s dunkel, wann wird‘s hell? Wie sind die Wasserverhältnisse, was gibt’s an Land-Arrangements, die man machen kann? Was geht nicht? Das bedarf viel Zeit und es bedarf viel Know-how. Dieses gebündelte Know-how haben wir Gott sei dank.“

Den Rest meines ausführlichen Interviews mit Karl Pojer gibt’s in der kommenden Folge des cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast.