Noro-Virus: Crown Princess bricht Kreuzfahrt vorzeitig ab

Wegen einem erneuten Norovirus-Ausbruchs verkürzt Princess Cruises die aktuelle Kreuzfahrt der Crown Princess um zwei Tage. Das Schiff kehr nun bereits am 9. Februar statt wie geplant am 11. Februar in den Heimathafen Port Everglades zurück, die Hafenstopps in Curacao und Aruba entfallen. In Fort Lauderdale soll die Crown Princess einer umfassenden, zwei Tage dauernden Desinfektion unterzogen werden. Die folgende Kreuzfahrt ab 11. Februar soll dann wieder planmäßig starten.

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Die Passagiere der aktuellen Kreuzfahrt will Princess Cruises großzügig entschädigen. Neben dem einer Rückerstattung des Reisepreises übernimmt die Reederei gegebenenfalls Hotelkosten und Umbuchungsgebühren für Rückflüge selbst wenn die Passagiere ihren Flug nicht über die Reederei gebucht haben. Zudem erhalten die Passagiere 25 Prozent Nachlass für eine zukünftige Kreuzfahrt.

Auf der aktuellen Kreuzfahrt, die am 4. Februar begann, sind nach Auskunft von Princess Cruises 114 der 3.078 Passagiere (3,7 Prozent) und 59 der 1.178 Crewmitglieder (5 Prozent) erkrankt. Bereits auf der vorausgegangenen Kreuzfahrt waren mit 11,7 Prozent der Passagiere und knapp 2,6 Prozent der Crewmitglieder eine ungewöhnlich hohe Zahl an Menschen an dem Magen-Darm-Virus erkrankt. Eine intensive Desinfektion beim Passagierwechsel am 4. Februar hat offenbar nicht gen erhofften Erfolg gebracht.

Derzeit grassiert der Noro-Virus in den USA besonders heftig, sodass beispielsweise auch einige Schulen geschlossen werden mußten. Magen-Darm-Infektionen wie der Noro-Virus zählen nach der gewöhnlichen Erkältung zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und sind hochansteckend.

2 Kommentare zu “Noro-Virus: Crown Princess bricht Kreuzfahrt vorzeitig ab

  1. Kein Wunder – Noro ist hartnäckig und läßt sich selbst nach Grundreinigungen nicht immer ganz ausrotten. Das dauert seine Zeit und geht nur mit maximaler Hygiene. Aber nicht nur an Bord ist das erforderlich. Das Problem sind meist auch die Ausflugsbusse, Ausflugsziele etc. Dort treffen immer wieder Kreuzfahrtgäste aufeinander (auch in den Waschräumen/Toilettenanlagen von Sehenswürdigkeiten) und so verbreitet sich der Virus immer weiter.
    Die Amerikaner sind Hygiene-Fanatiker mit permanent angebotenen Hand-Desinfektions-Geräten und trotzdem lässt sich das nicht immer vermeiden.
    Noro ist allgemeines Lebensrisiko und kann man sich auch beim Krämer um die Ecke holen oder beim Öffnen einer S-Bahn-Türe in Berlin, Hamburg oder München.
    In geschlossenen Systemen (wie Schiffen/Hotels/Krankenhäusern) fällt der Virus natürlich besonders auf, weil er sich schnell auf viele Menschen ausdehnt, die unweigerlich zusammen hocken. Wer sich in Berlin, München oder Hamburg ansteckt, verteilt seine Viren auf eine deutlich größere Zahl von Menschen…
    Daher: Immer schön Hände Waschen und desinfizieren, Türklinken mit Handschuhen im Winter öffnen und keine Hand geben.

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