Black Prince, heute Ola Esmeralda (Bild: Ike Merodio)

Ola Esmeralda aka Black Prince wird wohl verschrottet

Eines der ältesten noch fahrenden Kreuzfahrtschiffe, die Ola Esmeralda, wird wahrscheinlich verschrottet. Das 1966 in Lübeck als „Black Prince“ gebaute Schiff fuhr zuletzt unter dem Namen „Ola Esmeralda“ für die venezulanische Kreuzfahrtgesellschaft Servicios Acuaticos de Venezuela (Saveca), die nun den Betrieb eingestellt hat.

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Den größten Teil ihres Schiffslebens hat das Schiff unter dem Namen Black Prince bei der britischen Reederei Fred. Olsen Cruise Lines verbracht. 1966 in der Lübecker Flender-Werft gebaut, kam sie zunächst unter dem Namen Black Prince, dann als Venus als kombiniertes Fähr- und Kreuzfahrtschiff in Europa zu Einsatz.

1986 wurde sie zu einem reinen Kreuzfahrtschiff umgebaut und wieder in Black Prince umbenannt. Von da an stand sie ununterbrochen im Dienste von Fred. Olsen Cruise Lines, bis sie 2009 ausgemustert und nach Venezuela verkauft wurde. Die Ola Esmeralda hat eine Passagierkapazität von maximal 527 und eine Tonnage von BRZ 11.209.

Die venezulanische Reederei Servicios Acuaticos de Venezuela hatte das Schiff zuletzt auf 3- und 5-Nächte-Routen mit Stopps in verschiedenen Häfen vor allem in Venezuela eingesetzt und war offenbar mit erheblich verbilligtem Treibstoff von der venezulanischen Regierung subventioniert worden.

Da die Ola Esmeralda nicht die Sicherheitsanforderungen der SOLAS-2010-Regularien erfüllt und deswegen bereits offenbar nur noch in küstennahen Gewässern außerhalb des Geltungsbereichs von SOLAS 2010 fuhr, wird sie nun wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr in Dienst gehen, sondern verschrottet.

Bildquelle: Black Prince (Iker Merodio, Lizenz: CC BY 2.0)

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