Atrium der Norwegian Jade

Panorama-Bilder: Hawaii-Feeling auf der Norwegian Jade

Als „Pride of Hawaii“ wurde die heutige Norwegian Jade 2006 in Dienst gestellt. Ihr hawaiianisches Flair hat sich zumindest im Design erhalten. Vier interaktive Panorama-Bilder sollen einen Eindruck geben, wie sich eine Kreuzfahrt auf der Norwegian Jade anfühlt, die inzwischen ganzjährig im Mittelmeer fährt.

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Mit Hawaii ist da ja so eine Sache: Will eine Reederei reine Hawaii-Kreuzfahrten anbieten, ohne auf der Reise einen (von Hawaii sehr weit entfernten) ausländischen Hafen in die Fahrtroute einzubauen, muss die Crew nahezu ausschließlich aus Amerikanern bestehen und – mangels geeigneter Werften noch schwieriger zu erreichen: Das Schiff muss in einer amerikanischen Werft gebaut sein.

Die Pride of Hawaii wurde in der Papenburger Mayer Werft gebaut – warum durfte sie also trotzdem zunächst Hawaii-Kreuzfahrten anbieten? NCL America hatte neben dem Rumpf der späteren „Pride of America“ auch bereits produzierte Teile eins zweiten Schiffs aus dem gescheiterten „Project America“ von der amerikanischen Northrop-Grummon-Werft gekauft. Später entschied NCL sich allerdings für einen kompletten Neubau in Papenburg (korrigiert). Trotzdem drückten die amerikanischen Behörden ein Auge zu und erteilten eine Ausnahmegenehmigung für die Pride of Hawaii. Und so ging die Norwegian Jade alias Pride of Hawaii quasi als in den USA gebautes Schiff durch, ohne dass dies tatsächlich der Fell wäre.

Viel geholfen hat Norwegian Cruise Line dieser Winkelzug freilich nicht. Das Hawaii-Geschäft entpuppte sich als nicht ergiebig genug. Von den ursprünglich drei Hawaii-Schiffen Pride of Hawaii (Norwegian Jade), Pride of Aloha (heute: Norwegian Sky) und Pride of America fährt heute nur noch die „Pride of America“ in Hawaii. Dafür fährt heute die Norwegian Jade mit ihrem unverändert gebliebenen Hawaii-Charme ganzjährig m Mittelmeer – bunt, aber nicht schrill, zeitlos und nostalgisch.

Am deutlichsten zeigt sich das Hawaii-Design im Atrium: Die Decke des zweigeschossigen Atrium-Bereichs besteht aus einer riesigen, bunt leuchtenden Glasblumen-Skulptur. Das Atrium selbst dient sowohl als Café und Bar („Aloha Bar“) mit bequemen Sesseln und Sofas, als auch für die Rezeption und ein paar Shops rundherum. Auf einer kleine Show-Fläche in der Mitte des Atriums mit Piano gibt’s gelegentlich musikalische Unterhaltung, beispielsweise eine sensationelle Dixieland-Jazz-Session der Show-Band der Norwegian Jade. Verbunden mit dem Atrium durch eine majestätische Treppe liegen auf der Empore das Spezialitätenrestaurant Moderno Churrascaria und das rund um die Uhr geöffnete Restaurant Blue Lagoon.

2 Kommentare zu “Panorama-Bilder: Hawaii-Feeling auf der Norwegian Jade

  1. Hallo Herr Neumaier,
    haben Sie da nicht etwas verwechselt? Die Pride of Hawaii war ein kompletter Neubau der Meyerwerft. Dagegen wurde die Pride of America als Rumpf aus den USA zur Lloydwerft nach Bremerhaven geschleppt und dort fertig gebaut.

  2. Hallo Herr Behrens,
    Sie haben völlig Recht. Ursprünglich hatte NCL neben dem Rumpf der späteren Pride of America auch Teile eines zweiten Schiffe gekauft. Allerdins wurde diese Teile dann nie wirklich zum Bau der Pride of Hawaii verwendet. Ich habe den Text entsprechend korrigiert. Danke für den Hinweis!

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