Zaandam

Coronavirus-Verdacht auf der Zaandam bestätigt

In einer dramatischen Situation befand sich die Zaandam von Holland America Line vor der Küste Panamas. Am 22. März hatten sich 13 Passagiere und 29 Crewmitglieder mit grippeähnlichen Symptomen auf der Krankenstation des Schiffs gemeldet, inzwischen sind es insgesamt 138. Update: Inzwischen ist klar, dass es Covid-19-Infektionen auf der Zaandam gibt. Vier Personen sind an Bord der Zaandam gestorben. Das Schiff ist auf dem Weg nach Fort Lauderdale.

Holland America Line hatte am 22. März die Rotterdam in Fahrt gesetzt, um der Zaandam entgegenzukommen und Covid-19-Testausrüstung zu liefern. Die Rotterdam lag nach Ende ihrer vorerst letzten Kreuzfahrt mit 611 Crewmitgliedern vor Puerto Vallarta, Mexiko, vor Anker. Am 26. März erreichte sie Covid-19-Testkits die Zaandam. Bei ersten Tests wurden zwei Personen positiv auf Covid-19 getestet. Zu den vier Todesfällen macht Holland America Line als Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine näheren Angaben.

Holland America Line transferiert nun gesunde Passagiere von der Zaandam auf die Rotterdam, wobei jeweils Gesundheitstests durchgeführt werden sollen. Ältere Passagiere über 70 sowie Bewohner von Innenkabinen werden dabei bevorzugt auf die Rotterdam gebracht. Sowohl auf der Rotterdam als auch auf der Zaandam müssen bis zur Ausschiffung alle Passagiere in ihren Kabinen bleiben. Atemschutzmasken wurden verteilt.

Für die Zaandam ist die Ausschiffung zunächst weiterhin für Fort Lauderdale vorgesehen. Auch die Rotterdam soll mit den übernommenen Passagieren nach Fort Lauderdsale fahren. Die für den Panamakanal zuständigen Behörden hatte zunächst verlautbaren lassen, dass die Zaandam den Kanal nicht passieren dürfe. Der Kanal ist derzeit gesperrt für Schiffe mit Covid-19-Infektionen an Bord. Inzwischen hat der Panamakanal und das panamaische Gedunsheitsministerium die Durchfahrt aus humanitären Gründen gestattet und die beiden Schiffe passieren den Kanal am 30. März.

Seit 14. März in Punta Arenas, Chile, hatte niemand mehr das Schiff verlassen. Dort sollte eigentlich die Ausschiffung und der Heimflug der Passagiere stattfinden. Das war von den Behörden dann aber letztlich verweigert worden.

Die Zaandam fuhr daraufhin von Punta Arenas nach Valparaiso weiter, wo sie vom 20. bis 21. März vor Anker blieb und Proviant, Treibstoff und von Passagieren regelmäßig benötigte Medikamente an Bord nahm. Seit 21. März fährt die Zaandam in nördliche Richtung entlang der chilenischen, peruanischen und bald der ecuadorianischen und kolumbianischen Küste.

Aktuelles Ziel der Zaandam ist Fort Lauderdale in Florida, wo die Ankunft für 30. April geplant ist. Auch die Ausschiffung soll dort stattfinden. Unklar scheint aber noch zu sein, ob beziehungsweise wann das Kreuzfahrtschiff den Panamakanal passieren darf. Holland America Line arbeitet nach eigenen Angaben daher auch an Alternativplänen.

Zuletzt befanden sich laut Holland America Line 1.243 Passagiere und 586 Crewmitglieder an Bord der Zaandam.

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