Podcast: Die finanziellen Dimensionen eines Kreuzfahrt-Konzerns

- Franz Neumeier & Jérôme Brunelle
cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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Royal Caribbean Cruises Ltd. hat seine Bilanz für 2017 vorgelegt – also der Mutterkonzern von Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Azamara Club Cruises. Aber keine Sorge, die Podcast-Episode wird keine Bilanz-Analyse.

Anhand der Zahlen lassen sich die Dimensionen des zweitgrößten Kreuzfahrt-Konzerns der Welt recht gut erfassen. Im Podcast greife ich ein paar besonders spannende Zahlen heraus und erläutere Zusammenhänge: Passagierzahlen, Umsätze und Kosten, Treibstoff-Verbrauch, überraschende Risiko-Faktoren wie Wechselkursschwankungen und die finanziellen Dimensionen dabei.

Und: Es ist eine eher ungewöhnliche Podcast-Episode in dieser Woche. Denn Jerome ist krank, deshalb bestreitet Franz Neumeier den Podcast ausnahmsweise allein.

6 Kommentare zu “Podcast: Die finanziellen Dimensionen eines Kreuzfahrt-Konzerns

  1. Hallo Franz,

    ich habe mir die Zahlen von RCCL Ltd. auch mal angesehen.

    Die Food Costs enthalten laut Annual Report Anmerkungen Essen für Passagiere und Crew. Bei 60.000 Crewmitgliedern (RCCL Annual Report 2016), sprich 21.900.000 „Crew Cruise Days“ und 492.857.000 Passenger Cruise Days komme ich da für 2017 auf 7,96 USD pro Tag. Ohne Crew wären es übrigens 12,31 USD pro Tag. Da für Passagiere vermutlich mehr Geld ausgegeben wird als für Crew, wird der Wert für die täglichen Essensausgaben pro Passagiere wohl etwas über 7,96USD liegen.

    Die langfristigen Verbindlichkeiten, die du angesprochen hast, liegen sicherlich in den Krediten für Neubauprojekte aus den letzten Jahren. Da sind sicherlich noch Verbindlichkeiten für die Solstice-Klasse, die Quantum-Klasse und natürlich die Oasis-Klasse enthalten. Wenn man die Annual Reports genau unter die Lupe nimmt, kann man übrigens sehr gut die Preise für neue Schiffe herausfinden. Carnival hat zumindest in älteren Annual Reports (bei den neuen bin ich mir nicht sicher) direkt die Anschaffungskosten ausgewiesen. Sehr interessant! Spannend wäre natürlich auch, inwiefern sich Joint Ventures wie TUI Cruises und SkySea auf den RCCL Ltd. Annual Report auswirken. Aber das geht natürlich schon echt ins Detail…

    Wenn du dich mal näher mit dem Thema auseinandersetzen willst, empfehle ich dir den Artikel „Pricing and Revenue Management for Cruises“ von Michael Vogel im Buch „The Business and Management of Ocean Cruises“.

  2. Danke, Florian! Dann habe ich da bei meiner Rechnung mit den Food-Kosten irgend einen größeren, gedanklichen Fehler reingebracht. Muss ich mir nochmal ganz genau ansehen. Schwierig ist die Zahl ohnehin, weil da natürlich Celebrity und Azamara ebenfalls mit drin sind und da dürfte die Food-Kosten nennenswert höher liegen als bei RCI.

    Das Buch hat mit über 100 Dollar ja einen echt stolzen Preis. Aber das ist halt bei Spezialbüchern so. Aber ich weiß schon, wo ich mir das mal ausleihen kann. Schließlich gibt’s hier in München ja auch einen Studiengang in der Richtung an der Hochschule.

  3. Das ist jetzt echt perfide – habe den Grund für meinen Rechenfehler gefunden: Mein Taschenrechner kommt mit so hohen Zahlen nicht klar… Er unterschlägt beim Eintippen konsequent die letzte Null. Und dann komme ich bei den Food Cost auf 1,23 Dollar statt korrekt 12,31 … Wenn ich mich von meinem Taschenrechner nicht trennen will, müsste ich mir als Buchhalter wohl ein Unternehmen suchen, das deutlich geringere Umsätze macht ;-)

  4. Hallo Franz!

    Vielen Dank für den interessanten Podcast! Als wirtschaftsinteressierter Mensch freue ich mich über jeden Bericht, der die finanzielle Situation der Kreuzfahrtgesellschaften beschäftigt. Solange sich solche, insbesondere im Vergleich zur sonstigen Urlaubsbranche, Traumrenditen erzielen lassen, ist es kein Wunder, dass weiter fleißig neue Schiffe in Auftrag gegeben werden.

    Viele Grüße
    Bernd

  5. Hey,

    mal wieder ein Klugscheisserkommentar meinerseits:
    Es gibt doch gar keinen Mutterkonzern. Entweder es ist die Muttergesellschaft oder alles zusammen ein Konzern..

    Gruß

  6. @David W: stimmt, Klugscheißer ;-) Aber sachlich ist die Anmerkung natürlich völlig korrekt, Danke für die Richtigstellung.

    Wenn wir gerade schon bei den Richtigstellungen sind: Ich habe in dem Beitrag einmal „Royal Caribbean Cruise Lines“ gesagt – das ist falsch, ein Unternehmen mit einem solchen Namen gibt es nicht. Korrekt heißt es „Royal Caribbean Cruises Ltd.“, abgekürzt RCCL.

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