Podcast: Klima- und Umweltschutz in der Kreuzfahrt

- Franz Neumeier & Jérôme Brunelle
cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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Nie zuvor stand die Kreuzfahrt so in der Kritik von Klima- und Umweltschützern wie im vergangenen Jahr. In dieser Episode des cruisetricks.de-Kreuzfahrtpodcasts blicken wir zurück auf das, was sich 2019 bei diesem Thema verbessert hat und werfen einen Blick in die Zukunft.

Vor allem aber ist diese Episode eine Bestandsaufnahme: Wo steht die Kreuzfahrt in Sachen Klima- und Umweltschutz? Welche technischen Entwicklungen gibt es? Ist umweltfreundliche und klimaneutrale Kreuzfahrt in absehbarer Zeit machbar? Welche Technik, welche Treibstoffe und Energieträger sind dafür nötig? Und wie weit ist die Forschung und Entwicklung bei diesen Techniken?

Wir diskutieren darüber, welche Wege zu besserem Klimaschutz führen, war der Einzelne tun kann, ob man sich für eine Kreuzfahrt schämen muss und ob Verbote und Einschränkungen beim Klimaschutz zielführend sind. Diskutieren Sie mit und kommentieren Sie diesen Beitrag mit Ihrer Meinungen und Ideen. Wir greifen Ihre Kommentare in einer der folgenden Episoden gerne auf …

4 Kommentare

4 Kommentare zu “Podcast: Klima- und Umweltschutz in der Kreuzfahrt

  1. Hallo, toller höchst interessanter Podcast.
    Ich hab mich schon häufiger gefragt, was würde mit Schweröl passieren, wenn es nicht in der Schifffahrt genutzt würde. Solange wir Rohöl verarbeiten, bleibt ja immer der Abfall Schweröl übrig. Was macht man sonst damit? Wird es einfach woanders z. B. In Kraftwerken verbrannt? Muss es endgelagert werden? Was macht man damit?

    Wie gesagt tolle Sendung. Weiter so!

  2. Es ist erstaunlicherweise gar nicht so einfach, herauszufinden, was man mit Schweröl sonst noch machen kann. Es gibt sicherlich auch andere Verwendungsmöglichkeiten, aber schadstofffrei in Luft löst sich der Stoff jedenfalls nicht auf ;-) Ich bleibt an dem Thema dran.

  3. Hallo!
    Wieder mal ein Podcast zu meinem Leib- und Magenthema…
    Źunächst ist klar, dass wir mit unseren Pariser Klimazielen sowie auch mit Kohleausstieg 2038 nicht annähernd in den Bereich dessen kommen, was nötig wäre um das 1,5-Grad-Ziel zu halten. Wer sich um 16.000 Braunkohlebaggerer sorgt, aber 150.000 Arbeitsplätze bei Windkraft und Photovoltaik opfert, um weiterhin Abklingbecken für ausgebrannte Spitzenpolitiker vorzuhalten, muss sich vorhalten lassen, die Zukunft zu verspielen. Dabei brauchen wir erneuerbaren Strom in gigantischem Maßstab.

    Die erwähnten 43% Erneuerbare “von heute” sind übrigens NUR STROM. Beim Gesamtprimärenergieverbrauch inkl. Treibstoffen, industrieller Prozesswärme, Wohnraumheizung etc. liegen wir nur bei 7%. Das reicht hinten und vorne nicht. Und wenn das alles ersetzt werden soll, noch dazu mit ineffizienter Power-To-Gas-Technik, muss die Windkraft um das zigfache mehr werden. Was blüht uns, wenn wir den CO2-Ausstoß nicht drastisch senken? Es wird ein ökologisches Desaster geben, dass uns zwingen wird zu Verhaltensänderungen. Mutter Natur kennt aber keine Sozialverträglichkeit, wir sind ihr schlichtweg egal.

    Franz fragte danach, wer denn entscheiden solle, wie viel wir von was zu konsumieren hätten. Die Antwort kann nur lauten: wir selbst, und das aufgrund wahrer Preise. Integriert man die Umweltkosten auf realistische Weise, muss auch der Verbrauch sinken. Wir haben gar keine andere Wahl als genau dieses zu tun, wenn wenn wir es unterlassen, präsentiert uns wiederum Mutter Natur eine saftige Rechnung, die uns zu existenziellen Fragen zwingt wie “Soll ich Nahrung oder Treibstoff kaufen?”

    Das heißt praktisch: alle Bereiche müssen ihren Beitrag leisten und das viel schneller als bisher. Wenn wir den Planeten mit gigantischem Aufwand an tausend Ecken schädigen, kann man nicht mit Alibireparatürchen eine Besserung erhoffen. Hochhausbrände löscht man nicht mit dem Teekännchen.

    Neben den 400 hochseetauglichen Kreuzfahrtschiffen sind da noch 90.000+ Frachter unterwegs. Auf Langstrecken mit hoher Geachwindigkeit. Die Kreuzfahrt bietet da vielen änderungsunwilligen Zeitgenossen ein hochwillkommenes Feindbild, weil sie seltsamerweise immer noch vom Wimd der Dekadenz und des Luxus umweht wird. Da es bei Kreuzfahrtschiffen selten um große Strecken geht, frage ich mich, wieso Segelantriebe nicht viel mehr in der Entwicklung sind. Auch hoch fliegende Kitesegel sind ja schon entwickelt worden. Entschleunigend wäre es sicher.

    Beim Ökologischen Fußabdruck wurde im Podcast gefragt “Flugreise oder Kreuzfahrt ab Bremerhaven”, jedoch müssen wir anerkennen, dass es allzu oft heißt “Flug nach Barcelona, Mallorca, Teneriffa oder Mimai PLUS Kreuzfahrt.”

    Dass wir für fossile Energieträger Jahr für Jahr an die 90 Mrd. EUR in Länder pumpen, denen die Demokratie am Allerwertesten vorbej geht, bedeutet auch, dass wir 90 Mrd. EUR nicht mehr für Erneuerbare Energien einsetzen können, statt dessem Waffenkäufe, Kriege, Morde und Folter und Unterdrückungen von Oppositionen mit finanzieren. Über diese gigantische Summe und die Abhängigkeit von zweifelhaften Staaten wir Saudi-Arabien oder Qatar spricht fast niemand. Das Geld ist weg und nützt uns nichts mehr im Lande.

    Das größte Problem, das Klimawandel und Ökokollaps uns auferlegen, ist es wohl einsehen zu müssen, dass wir eine Gesellschaft umbauen müssen, von einer besitzenden zu einer benutzenden, dass die Allmende in den Vordergrund rückt und das Faktum, dass Glück nicht gleichbedeutend ist mit der Menge der konsumierten Güter. Wir erwarten den Anstieg einer Weltbevölkerung von 7,8 auf 11 Mrd oder mehr, und China entdeckt gerade erst das Reisen, während erste Urlaubsziele bereits unter dem Übertourismus ächzen. Die nicht auszublendende Frage wird lauten müssen, besonders für uns, die wir schon seit Jahrzehnten besonders große Kuchenstücke beanspruchen: wie viel von allem ist genug?

  4. Lieber Volker,

    da setze ich direkt meine Unterschrift drunter, dem ist wenig hinzuzufügen. Was mir fehlt, ist der Glaube daran, dass Menschen freiwillig Verzicht üben. Ohne “Anreize” wird es nicht gehen, aber Du sprichst ja auch an, die Umweltkosten eben zu bepreisen. Das mag man zwar als “unsozial” abtun, aber letztlich wird sich auch das einpendeln und auf Basis der echten Kosten, die eben auch die Klima- und Umweltschäden beinhalten, kann sich eine neue Wirtschaftsordnung entwickeln, mit der das funktioniert. Die wesentliche Schwierigkeit ist, alle davon zu überzeugen, damit es nicht künftig parallel zu Steueroasen-Ländern dann eben “Umweltsauerei-Oasen” gibt, über die sich Kooperationsunwillige den neuen Regeln entziehen können …

    Herzliche Grüße
    Franz

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