Podcast: Kreuzfahrt und Covid-19 – wie geht’s weiter?

- Franz Neumeier & Jérôme Brunelle
cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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In dieser Podcast-Episode machen wir etwas, das wir sonst tunlichst vermeiden: Wir spekulieren ein wenig in die Zukunft. Wir unterhalten uns darüber, wie es in der Kreuzfahrt weitergehen und wann wieder ein wenig Normalität einkehren könnte.

Wie werden Impfstoffe die Kreuzfahrt verändern? Wie lange werden die strikten Infektionsschutzmaßnahmen, die Covid-19-Konzepte, die Maskenpflicht an Bord noch gelten? Wann wird die (Kreuzfahrt-)Welt wieder so wie vor der Pandemie?

Was wird sich in der Kreuzfahrt nach der Pandemie verändert haben, auch im Positiven? Welche aktuellen Änderungen werden dauerhafter Natur sein?

Wir beschäftigen uns aber auch ganz konkret mit der näheren Zukunft, nämlich dem wirtschaftlich für die Reedereien so wichtigen Neustart in den USA für Bahamas- und Karibik-Kreuzfahrten. Nach Ende der “No Sail Order” der US-Gesundheitsbehörde CDC dürfen Kreuzfahrten dort theoretisch wieder stattfinden, allerdings nur zu sehr starken Einschränkungen. Im Podcast gehen wir genauer darauf ein und versuchen abzuschätzen, wie die Reedereien damit zurechtkommen werden.

Und wann kann man wieder unbeschwert auf Kreuzfahrt gehen? Wer es schafft, mit Covid-19 umgehen, statt sich gegen das Unabänderliche zu wehren und ein wenig Mut zum Abenteuer zeigt, der kann durchaus auch jetzt schon wieder auf Kreuzfahrt gehen und wird mit einer Service-Qualität und einem Platzangebot an Bord belohnt, dass es so bald vermutlich nicht mehr geben wird.

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Podcast: Kreuzfahrt und Covid-19 – wie geht’s weiter?

  1. Moin, zusammen!

    Interessanter Podcast. Immerhin, die Meldungen bezüglich einer Impfstoffentwicklung lassen tatsächlich so etwas wie Hoffnung aufkommen. Auf lange Sicht hat sich in der Geschichte noch jede Seuche einmal totgelaufen, das war nach der Pest so – mit entsetzlichen Opferzahlen und vielem anderen. Am Ende wusste oft niemand, wieso Epidemien verschwanden. Bleiben wir also zuversichtlich.

    Die immer wieder genannten -70 bis -80°C sind technisch gar nicht so schlecht durchführbar – denn das verbreitete Kühlmittel Trockeneis, also “gefrorenes” Kohlendioxid / CO2, hat eine Temperatur von -78,4°C, es sublimiert direkt von der festen in die gasförmige Phase und lässt sich z.B. mit Hilfe dicker Isolierboxen z.B. aus Styropor gut transportieren. Allein die gute Belüftung von Laderäumen ist essenziell, weil CO2 sich am Boden zu sammeln pflegt und somit Luft/Sauerstoff verdrängt. Das dürfte aber z.B. in Flugzeugen überhaupt kein Problem sein, da hier 30x pro Stunde ein kompletter Luftaustausch stattfindet, und die Absaugung am Bodenbereich liegt. Frachtflugzeuge sind ohnehin nur mit Piloten bemannt, die im Cockpit eine eigene Sauerstoffversorgung haben, und Frachträume von Passagierflugzeugen sind ebenfalls unproblematisch. Trockeneiskühlung funktioniert bei guter Ausrüstung auch in den Tropen. Auch Cateringfirmen an Flughäfe nutzen Trockeneis für die Trolleys, die mit Getränken und Mahlzeiten in Flugzeugen mitfliegen. Da all dieses Trockeneis nun kaum benötigt wird, dürfte wohl ausreichend Kapazität dafür bereit stehen, schätze ich (hoffe ich).

    Da eine Impfung gegen Covid-19 so bedeutsam für die Bewertung des Kontaktverhaltens ist, gehe ich davon aus, dass es nicht nur einen kleinen Ampullenaufkleber in einem Impfbuch gibt, sondern irgendetwas anderes, wie einen Ausweis als QR-Code, der mit dem Impfling verbunden ist. Da man sich hier vermutlich wieder mal nicht auf ein international einheitliches Format wird einigen können, erwarte ich hier eine gewisse Vielfalt an Zertifizierungen, um nicht Durcheinander zu sagen.

    Auch wenn z.B. Fluggesellschaften oder Kreuzfahrtreedereien wie im Podcast angesprochen nicht mal “eben schnell” x verschiedene nationale Impfbuchvarianten werden checken können – die zertifizierte Impfung wird sich im Vorfeld überprüfen lassen, ähnlich wie es heute bei TUI mit dem Test durch die Helios-Kliniken ja auch geht. Da jedes Unternehmen per Hausrecht selbst entscheiden kann, wen es bedient oder als Kunden akzeptiert, rechne ich langfristig mit einem gewissen sozialen Druck auf jene, die sich aus irrationalen Gründen einer Impfung verweigern. Man mag es beurteilen wie man möchte oder auch verurteilen, aber ich kann als Restaurantbesitzer, Discobetreiber oder auch als Reederei solche Hürden aufstellen und ich kann mir nicht vorstellen, dass Gerichte so etwas kippen könnten, zumal die Argumentation für eine gesundheitliche Sicherheit schlüssig sind. Wenn die Alternative lautet, dass einem der Laden wieder dicht gemacht wird, wenn ein Unternehmen als Virenschleuder identifiziert wurde, ist eine Kundenselektion nach Geimpften sehr wahrscheinlich – allein aus der Logik der drohenden Konsequenzen.

    Wenn es in der Startphase der Massenimpfungen den erwartungsmäßig großen Andrang geben könnte, bzw. “Bedarf”, gehe ich davon aus, dass auch diese Impfzentren nur mit einem zuvor zugeteilten QR-Code mit exaktem Zeitfenster überhaupt aufgesucht werden können. Einen Massenandrang wird man aus nachvollziehbaren Gründen immer vermeiden wollen. Wir Deutschen sind ja nicht für allzu viel Disziplin bekannt, vor allem nicht beim “Schlangestehen” und Warten, insofern bin ich sehr gespannt, ob sich das Verhalten der Masse in diesem Falle zivilisierter darbietet. Denke ich an Nudeln, Hefe und Klopapier, bleibe ich skeptisch, aber ich lasse mich ja immer gern des Besseren belehren durch positive Überraschungen.

    Wenn mehrere Impfstoffe verfügbar sind, die z.B. keinerlei spezielle Tiefkühlung benötigen und die Durchimpfung weit fortgeschritten ist, die Nachfrage deutlich nachlässt, kann ich mir vorstellen, dass Impfstoffe in jeder Hausarztpraxis verfügbar sein könnten.

  2. Hallo Volker, ich denke, das große Fragezeichen steht einfach hinter der Zeit: Wie lange wird es dauern, bis die Impfung in so großen Mengen bereitsteht und Impfungen durchgeführt werden/werden können, dass das Vorhandensein von Impfstoff auch gesellschaftliche Auswirkungen haben wird? Da bin ich sehr gespannt – und hoffe natürlich, dass es viel schneller geht, als wir uns das vorstellen können :-)

  3. Passend zum Thema hat sich der Rostocker Corona-Experte Prof. Emil Reisinger kürzlich gegenüber der “Ostsee-Zeitung” zu den aktuellen Hygienekonzepten auf Kreuzfahrtschiffen geäußert. Er hält Kreuzfahrten bei Einhaltung dieser Konzepte für sicherer als einen Hotelurlaub an Land, sagte er der Zeitung. Der Artikel ist auch in der Online-Ausgabe der Zeitung zu lesen, man braucht aber einen Zugang (“Bezahlschranke”).

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