Podcast: MSCs virtuelle Assistentin namens „Zoe“

- Franz Neumeier & Jérôme Brunelle
cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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MSC-Passagiere haben auf der MSC Bellissima und den folgenden Neubauten künftig eine Mitbewohnerin in ihrer Kabine: Zoe, die virtuelle Assistentin. Optisch ganz ähnlich die Amazons Echo Dot mit „Alexa“ soll die freundliche, virtuelle Dame die Fragen der Passagiere beantworten, bei der Planung und Buchung von Landausflüge, Restaurant-Besuchen und Ähnlichem weiterhelfen und insgesamt dem Passagier das Zurechtfinden an Bord deutlich vereinfachen.

„Hey, Zoe, um was geht’s in dieser Episode des cuisetricks.de Kreuzfahrt-Podcasts?“ dürfte zu keiner befriedigenden Antwort führen, denn Zoe ist natürlich auf Fragen zu Kreuzfahrt, zu MSC und zum jeweiligen Schiff spezialisiert.

Deshalb gibt’s die Antwort ganz altmodisch ohne Sprachassistentin: In dieser Podcast-Episode sprechen darüber, das Zoe können soll, wie das technisch alles genau funktioniert und was von solchen technischen Neuerungen grundsätzlich zu halten ist: nützlich, wichtig oder überflüssig? Und natürlich gibt es auch eine kleine Stimm-Probe von Zoe, auf Deutsch und auf Chinesisch – denn sie spricht immerhin sieben Sprachen und versteht 30 Dialekte.

In London hat MSC die virtuelle Assistentin Anfang Februar 2019 offiziell vorgestellt und cruisetricks.de war bei der Präsentation dabei.

1 Kommentar zu “Podcast: MSCs virtuelle Assistentin namens „Zoe“

  1. Hallo! Zwar bin ich schon wegen der penetranten Raumparfumierung mit MSC durch… wäre ich es nicht, dann wäre ZOE ein weiterer Grund die Reederei zu meiden oder zumindest diesem Ding das Kabel zu ziehen und es für die Dauer der Reise bei den Schwimmwesten wohnen zu lassen.

    Bei all diesem immer wieder so hoch gepriesenen Fortschritt, ob nun Soziale Medien, Alexa, Instagram,Zoe oder was auch immer, muss man unter dem Strich die Frage stellen, ob es unser Leben glücklicher mache und bereicherte. Inzwischen füttern viele von uns die Internetmonopolisten mit intimsten Daten, wertvolle Zeit wird mit vorgegaukelten Sozialen Kontakten verschwendet, die in Wirklichkeit keine sind und nur den Zweck haben, den Nutzer so lange wie möglich an die Plattform zu fesseln, die Beschäftigung mit der Plattform wird zum Selbstzweck.

    War der technische Fortschritt nicht einmal angetreten uns auch eine Zeitersparnis zu bescheren? Nun haben wir Wasch- und Spülmaschinen, reisen so schnell wie nie zuvor mit Flugzeugen um die Welt, müssen nicht mal zum Einkaufen das Haus verlassen, weil wir es von irgendwo online tun können, und dennoch ebbt das Wehklagen über Zeitmangel nicht ab, im Gegenteil. Natürlich, wir müssen unsere Instagram-Follower ja ständig mit unseren wöchentlichen Städtereise-Fotostories beglücken, weil wir sonst disliked werden.

    Ich kann das ganze Gerede von „Digitalisierung“ schon nicht mehr hören, denn es hat sich ja schon die absurde Vorstellung etabliert, dass man in Klassenzimmer nur ein paar Tablets hineinwerfen müsse, und dann ginge das Lernen ganz von selbst und vor allem mühelos. Trotz ihres angeblich so umwerfenden didaktischen Potenzials scheint ein positiver Effekt auszubleiben, Generation „Why“ erscheint mir sogar von Jahr zu Jahr weniger lebenstauglich zu werden. Meinen neu eingestellten jungen Kollegen fehlen nicht selten die grundlegendsten Kenntnisse dessen, was ich einmal als Grundausstattung für das Leben annahm. Unerwähnt bleibt meistens, dass jede versprochene Lebenserleichterung oder wie auch immer geartet „Einsparung“ mit ressourcenverschlingender Hardware daher kommt, die – einmal installiert – immer wieder erneuert werden muss (wobei modulare zukunftstaugliche und quasi updatefähige Systeme mit guten Reparatureigenschaften weiter nicht in Sicht sind) und zweitens verzeichnen wir exponenziell ansteigenden Energieverbrauch durch immer größere und leistungsfähigere Serverparks. Ich weiß, dass diese Kabinenversion einer Alexa spezifische Assistenz einer definierten Reisezeit leisten soll, dennoch ist sie meiner Ansicht nach Teil einer Vorstellung, dass man mit soviel elektronischem Schnickschnack wie nur möglich simulieren könne, das Leben werden irgendwie „besser“. Im frühen 20. Jahrhundert waren es mal die Röntgenstrahlen, seit den 1960ern die Kernenergie, jede Zeit hat ihre Technikgläubigkeit und heute sind es IT, Internet und KI, vermutlich weil es so tröstend sein kann, sich die Erlösung von allem Übel durch Technik herbeizusehnen, scheint sie uns doch von der Verpflichtung zu befreien uns selbst zu bemühen.

    Eine ZOE brauche ich nicht, ebenso wenig wie Alexa und ich denke, dass ich die vierwöchige Löschungsphase meines Facebookaccounts auch nicht mehr stoppen werde. Mir gehen sämtliche Datenkraken inzwischen nur noch auf den Zeiger. Ich frage mich schon länger, ob wir noch Nutzer oder schon Sklaven von Megakonzernen sind. Irgendwann kommt der Tag, da fragt sich Jérômes Saugroboter, ob es nicht ein Leben jenseits von Staub und Krümeln gibt, weist Alexa an das Auto vorzufahren und entschwindet dann mit dem Tesla in den Sonnenuntergang *fg*

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