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Reiserecht in der Covid-19-Pandemie

cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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Während der Covid-19-Pandemie sind viele Kreuzfahrer mit reiserechtlichen Fragen konfrontiert, mit denen sie sich zuvor nur selten oder gar nicht beschäftigen mussten: Stornierungen, Routenänderungen, Absagen (oder Nicht-Absagen trotz offensichtlicher Unmöglichkeit der Kreuzfahrt) sowie deutliche Einschränkungen wegen Bubble-Landausflügen, Maskenpflicht und Coronatests.

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In dieser Episode des cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcasts versuchen wir die Grundlagen des Pauschalreiserechts zu vermitteln, das für Kreuzfahrten grundsätzlich relevant ist. Wir sprechen darüber, warum es so schwierig ist, im jeweiligen Einzelfall konkrete Antworten auf Fragen wie „Darf ich kostenfrei stornieren?“, „Muss ich mir das gefallen lassen?“ oder „Was kann ich da tun?“ zu geben.

Wir erklären den Unterschied zwischen dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden und den Kriterien, die für Juristen und damit gegebenenfalls auch vor Gericht eine Rolle spielen und sprechen darüber, wie man sich gegenüber Reiseveranstaltern zur Wehr setzen kann, wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte.

Wir sagen aber auch klar und wiederholen das an dieser Stelle sehr deutlich, dass wir keine Juristen sind, daher im Einzelfall keine Beratung geben können und von Rechts wegen auch nicht dürfen und dass für eine qualifizierte Beratung immer der Kontakt zu einem Rechtsanwalt oder zu einer Verbraucherzentrale zu empfehlen ist. Diese Podcast-Episode soll zu einem grundsätzlichen Verständnis juristischer Zusammenhänge im Reiserecht beitragen und Orientierung geben, wenn man von Problemen und Einschränkungen bei seiner Reise betroffen ist.

3 Kommentare

3 Gedanken zu „Reiserecht in der Covid-19-Pandemie“

  1. Hallo! Des Deutschen Umgang mit dem Geld scheint mir von einer gewissen Schiz… (ach, ich formuliere freundlicher) Widersprüchlichkeit gekennzeichnet zu sein. Er besteht einerseits vehement auf absurden Ansprüchen, dort wo keine sind. Bieten sich ihm glasklare Verbraucherrechte, nutzt er sie nicht, weil es doch alles „so anstrengend“ ist. Seltsam, oder? Das mit den Ansprüchen haben wir im Podcast gehört. „Ich will Malta, denn Malta habe ich gebucht, und ich akzeptiere nicht Mallorca, auch wenn in den Reisebedingungen steht, dass sich die Reiseroute aufgrund unvorhersehbarer Umstände ändern können.“ Wir alle kennen die Suche nach dem Haar in der Suppe. Der Pauschalurlaub kostete pro Person mit Halbpension pro Nase 550 EUR, aber – man liegt tagelang auf dem Zimmerboden, um einen kleinen Käfer mit der Kamera zu portraitieren, „Schädlingsbefall“ zu dokumentieren und Entschädigungen zu reklamieren. Und dort, wo glasklare Ansprüche bestehen, nutzt er sie nicht. Bestes Beispiel: Luftverkehr.

    Die EU-Passagierrechte sind unmissverständlich. Je nach Flugdistanz und Verspätung gibt es zwischen 250 und 600 EUR Entschädigung pro Passagier. Und nur weil sich Fluggesellschaften bei eindeutigen selbst verschuldeten Verspätungen /Flugausfällen widerspenstig zeigen und Passagiere mit haarsträubenden Begründungen („Umstände entzogen sich unserem Verantwortungsbereich…“) abspeisen, verzichten Millionen von Passagieren auf Millionen EUR, Jahr für Jahr! Und dabei ist das Durchsetzen seiner Ansprüche weder mit Umhergerenne noch Stress verbunden, man erledigt es flott vom heimischen PC / Tablet aus, quasi vom Sofa. Kann man schneller sein Geld „verdienen“? Man möge das mal auf einen Stundenlohn umrechnen.

    Flugunregelmäßigkeiten haben sich vermutlich mich als ihr Lieblingsopfer ausgesucht in den letzen Jahren, in 2018 und 2019 erlebte ich unter anderem zwei mal ein Langstrecken-Chaos, welches auf ein Verschulden der Airline zurück geht. Beide Male versuchte man sich mit dem bekannten Geschwätz von „außerhalb unserer Verwantwortung“ herauszureden. Zwei mal ging ich mit einer bekannten Wiesbadener Reiserechtskanzlei vor Gericht, beide Male gewann ich. 1.200 EUR in 2018, 2.400 EUR in 2019 erhielt ich zurück. Plus der „Kulanz“, die man mir zuvor in Form einer „Einladung“ zum Essen meinte zukommen lassen zu müssen. Netter Versuch. Beim zweiten Mal wies ich die Airline noch auf das Aktenzeichen meiner ersten Klage hin und fragte, ob sie lieber gleich 2.400 EUR zahlen wollen oder doch später noch zusätzlich Anwalts- und Gerichtsgebühren, vergeblich. Sie stellten sich stur. Und dann zahlten sie. Wie es hieß „aus prozessökonomischen Gründen“, hihi. Es ist Geschäftsprinzip, das vermutlich unter dem Strich für die Airlines aufgeht.

    Als wir im Jahr 2019 in Miami gestrandet waren wegen „Defekts am Flugzeug“ (Eindeutiger kann eine Rechtslage nicht sein!), habe ich viele Mitreisende animiert, ihr Recht einzufordern. ich bin sicher, dass die meisten es haben auf sich beruhen lassen. Sind wir alle so reich, dass wir es uns leisten können, wegen 30 bis 45 Minuten am Computer (länger braucht so etwas im Ganzen nicht) auf tausende EUR zu verzichten?

    Was ich damit sagen will: wir sollten das Augenmaß behalten und dort, wo berechtigte Ansprüche bestehen, unsere Rechte einfordern und dort, wo es Erbsenzählerei oder Absurdität wäre, dieses einsehen und die Füße auf dem Boden behalten. Es geht ja, wie fast immer, um Geld – wenn ich es richtig verstanden habe. Und auch über das Reisen hinaus scheinen wir nicht sonderlich pfiffig zu sein, wenn es um Finanzen geht. Wir werfen es sogar mit beiden Händen zum Fenster raus. Checken wir unseren Bedarf an Versicherungen regelmäßig? Die meisten wohl nicht. Sind viele sogar durch sinnlose Produkte überversichert? Ich denke schon. Haben viele einen Vertrag mit Stromversorgern, der viel zu teuer ist? Verbraucherschützer sagen eindeutig ja. Auch hier bedeutet ein Anbieterwechsel nur einige Klicks auf dem Tablet, vom Sofa aus zwischen Tatort und Wort zum Sonntag. Selbst das schaffen viele nicht. Im Land des besten Trinkwassers der Welt sind viele sogar bereit, den 3.000-fachen Preis für Flaschenwasser zu bezahlen, vermüllen zugleich noch den Planeten damit und fördern Monopolismus. Ob meine „Einsparung“ vom Käfer im Hotelzimmer stammt oder von günstigeren Versicherungs- und Versorgerverträgen, ist mir egal, wenn ich mir dadurch eine Reise zusätzlich leisten kann, oder?

    Ich denke, dass wenigenstens diese Leute, die für sinnvolle Veränderungen und Einfordern von Rechten zu bequem sind, aufhören sollten mit der Klage, wie teuer das Leben doch sei, denn die Ausreden sind sinnlos: alle Informationen, wie man es anstellt, sind ebenfalls nur einen Klick entfernt.

  2. Einer der eher langweiligen Folgen aus dem Podcast, muss man nicht unbedingt gehört haben. Hab nur durchgezappt und sogleich als gelöscht markiert. Sorry, dafür.

  3. @Pitcairn: Kommt halt darauf an, ob man von Absagen oder anderweitigem Ärger betroffen ist. Klar, wenn nicht, dann bringt diese Folge nicht viel Nutzen. Wenn doch, hoffe ich aber, dass wir vielen unserer Hörer damit weiterhelfen konnten.

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