Podcast: Seenot der Viking Sky vor Norwegen

- Franz Neumeier & Jérôme Brunelle
cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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Am 23. März 2019 ist die Viking Sky bei starkem Wind und hohen Wellen vor der Küste Norwegens in Seenot geraten. Nur knapp konnte verhindert werden, dass sie auf Grund lief. In einer spektakulären Aktion wurde ein Teil der Passagiere per Hubschrauber evakuiert. Es war eine der dramatischsten und gefährlichsten Situationen der vergangenen Jahre in der Hochsee-Kreuzfahrt.

In dieser Podcast-Episode beschäftigen wir uns ausführlich mit der Seenot-Situation der Viking Sky, sprechen über den Ablauf, die Schwierigkeiten und Besonderheiten bei dem Zwischenfall, die Evakuierung und die ersten Erkenntnisse zu den Ursachen des Ausfalls der Motoren, die zu der kritischen Situation geführt hatten. Außerdem sprechen wir kurz auch allgemein über Notfall-Prozeduren auf Kreuzfahrtschiffen, Rettungsboote und andere Rettungsmittel sowie die Ausbildung der Crew für derartige Notfälle.

4 Kommentare

4 Kommentare zu “Podcast: Seenot der Viking Sky vor Norwegen

  1. Hallo Franz und Jerome,
    ein gutes Thema heute von euch ich habe auch im Bericht gelesen wie ihr das der Öldruck zu niedrig war und das aufgrund des starken Wellengangs das Öl in den Tanks rumgeschwappt ist und der Schräglage quer zu den Wellen der Öldruck in den Tanks verloren gegangen ist.
    Was das Rettungsbootsystem angeht muss man dringend was verändern denn aktuell kann man nicht bei jedem Wetter die Rettungsboote zu Wasser lassen ganz zu schweigen das es alle Passagiere bei Sturm in die Rettungsinseln schaffen können wenn sowas nicht in Küstennähe passiert sind die meisten Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff bei Sturm verloren nur die fittesten Menschen überleben dann alle anderen haben im Ernstfall auf dem offenen Meer weit weg von der Küste keine Chance zu überleben, weil schließlich nicht so schnell Hilfe da sein kann.
    Aber ich hätte da schon einen Lösungsvorschlag was das Rettungsbootsystem angeht das wird im Militär schon lange produktiv angewendet das man die Boote über Rampen ins Wasser lässt aber natürlich erst dann wenn die Passagiere in den Booten sind so hätte man das Sturmproblem gelöst.
    Ansonsten bin ich der Ansicht das sowas nicht bei einem Schiff passiert das in Papenburg gebaut wurde das konnte man gut bei der Anthem of the Seas, Norwegian Breakaway und zuletzt auf der Norwegian Escape beobachten die ja in noch viel schwerere See geraten sind und dann auch noch mitten auf dem Atlantik da setzt sich eben halt die deutsche Wertarbeit durch da sollte sich Fincantieri mal ein Beispiel dran nehmen.
    Jetzt nicht falsch verstehen wie du weißt liebe ich Kreuzfahrten und bin dieses Jahr noch viermal auf Kreuzfahrt.
    Herzliche Grüße,
    Oliver

  2. @Oliver: Ich will Dir da nicht zu sehr widersprechen, aber ein paar Aspekte muss ich einfach kommentieren ;-)

    Zuerst denke ich, muss man einfach akzeptieren, wie ich auch schon im Podcast gesagt habe, dass ein gewisses Risiko immer bleibt und dass alles, was wir im Leben tun, ein Kompromiss ist. In der Kreuzfahrt eben (in ganz engem Rahmen) ein Kompromiss aus Urlaubsvergnügen und Sicherheit. Das Rettungsboot-System mit Rampen (auch auf Fracht- und Containerschiffen angewendet) funktioniert bei dem vergleichsweise hohen Platzbedarf auf einem Passagierschiff nicht. Abgesehen davon was passieren würde, wenn man den Passagieren sagten würde, sie sollen in ein Boot einsteigen, dass dann im Anschluss quasi wie eine Rakete ins Wasser geschossen wird ;-) Es gab durchaus auch auf der Viking Sky Leute, die lieber am Schiff geblieben sind als sich evakuieren zu lassen, weil sie Panik vor der Hubschrauber-Evakuierung hatten.

    Was auch ganz wichtig ist: auf hoher See würde sich eine solche Situation völlig anders darstellen. Denn da gäbe es kein Riff, auf das ein Schiff zutreiben würde. Es bestünde also gar kein Bedarf, Menschen zu evakuieren. Es wäre zwar nicht angenehm an Bord, aber die Menschen wären wesentlich sicherer als in einem wie auch immer gearteten Rettungsboot oder Rettungsinsel.

    Auch zum Thema Werft muss ich was sagen: Zum einen, ich glaube das haben wir deutlich betont im Podcast, ist noch völlig offen, warum das Ölproblem auftrat. Da macht’s im Moment überhaupt keinen Sinn, irgendwem die Schuld zu geben. Und bitte sei mir nicht bös‘, aber Fincantieri da als die Idioten hinzustellen, ist Unsinn. In Sachen Sicherheit und Schiffsbau geben sich die großen Werftunternehmen nicht viel, die sind alle auf einem sehr hohen Niveau. Wäre das (beim Thema Sicherheit) nicht so, würde kein klar denkender Reederei-Manager ein Schiff bei einer Werft ein Schiff bestellen, die es mit der Sicherheit nicht so genau nehmen würde, auch wenn’s da billiger ist.

    Nix für ungut und herzliche Grüße,
    Franz

  3. Hallo Franz,
    danke für deine Antworten ich weiß natürlich das man immer mit Kompromissen Leben muss trotzdem bleibe ich bei meiner Werft Meinung das Papenburg wertigere Kreuzfahrtschiffe baut und zwar in allen Bereichen als andere Werften wie z. B. Fincantieri, als Idioten wollte ich die Werft nicht darstellen da mir ja auch Schiffe wie z. B. die Seaside Schiffsklasse sehr gut gefällt ich nehme es dir nicht übel aber ich wollte das eben noch mal richtig stellen.
    Herzliche Grüße,
    Oliver

  4. Hallo Oliver,
    keine Frage – Meyer genießt einen hervorragenden Ruf, sicherlich auch zu Recht. Ich finde es nur sehr gewagt, deshalb andere Werften speziell bei dem Aspekt „Sicherheit“ abzuwerten. Ich glaube, da muss man sehr genau unterscheiden, von was man spricht – ob es um essenzielle Dinge wie Sicherheit geht, oder ob es um „schaut besser aus“, „wirkt wertiger“ o.ä. geht.
    Herzliche Grüße,
    Franz

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