Podcast: Taufe der AIDAnova und Preview aufs Schiff

- Franz Neumeier & Jérôme Brunelle
cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast
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AIDA hat in der Meyer-Werft in Papenburg die AIDAnova getauft und mit einem großen Open-Air-Festival gefeiert. In dieser Podcast-Episode sprechen wir über die Taufe und geben einen Ausblick auf die Neuheiten und Besonderheiten der AIDAnova – aus Aktualitätsgründen außerhalb des 14tägigen Rhythmus des Podcasts.

Vor allem wird die AIDAnova – das klingt pathetisch, trifft aber die Realität – als erstes Kreuzfahrtschiff in die Geschichte der Kreuzfahrt eingehen, dass durchgehend mit relativ umweltfreundlichen Flüssigerdgas (LNG) fahren kann. Darüber sprechen wir im Podcast dennoch nur relativ kurz – denn wir planen für demnächst eine komplette Episode nur zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Kreuzfahrt, wo LNG natürlich ein wichtiger Aspekt sein wird.

Besonders war an der Taufe der AIDAnova aber auch der Tauf-Ort: noch direkt in der Werft, Wochen bevor das Schiff an AIDA übergeben wird. Wir sprechen über die Größe und Passagierzahl der AIDAnova, über Restaurants, Neuheiten, Attraktionen an Bord und vergleichen ein wenig mit AIDAperla und AIDAprima.

1 Kommentar zu “Podcast: Taufe der AIDAnova und Preview aufs Schiff

  1. Hallöle und danke für die lieben Grüße *freu*

    Madeira lohnt sich wirklich! Per Kreuzfahrt kann man zwar nicht so viel entdecken aus reinem Mangel an Zeit, jedoch denke ich, es lohnt sich auch eine entspannte Woche auf dieser wunderschönen Insel. Einige Kreuzfahrten im Westlichen Mittelmeer haben auch neben einigen kanarischen Inseln auch Madeira im Programm und natürlich ist ein Stopp bei vielen Transatlantik-Repositioning-Fahrten enthalten, oder eben Ponta Delgada, Azoren.

    Was mir bei Aida auffällt, durch eigene Erfahrungen auf der Prima wie auch durch schlichtes Zahlenstudium, ist die im Vergleich zu anderen Reedereien extrem geringe Besatzungsstärke. Die Frage, ob eher ein deutschsprachiges oder internationales („amerikanisches“?) Schiff gewählt werden sollte, gehört ja zu den Grundsatzdiskussionen unter Kreuzfahrern, umso bedauerlicher finde ich, dass dieser Aspekt kaum einmal näher beleuchtet wird. Der Kreuzfahrt-Papst Douglas Ward ermittelt in seiner järhrlich erscheinenden „Bibel“ der Kreuzfahrtschiffe auch und vor allem den Pax-Crew-Ratio, also das Zahlenverhältnis von Besatzung zu Passagieren , und hier ist Aida eindeutig das Schlusslicht. Weder auf der Website von Aida noch bei den Online-Reisebüros fand ich unter den Schiffsdaten eine Zahl zur Besatzungsstärke der Nova, allein die Meyer-Werft sprach vom Training „der 1.400 Besatzungsmitglieder“. Betrachten wir nur die Doppelbelegung mit zwei Passagieren pro Kabine, liegt die Passagierzahl bei der Nova bei 5.000. Daraus ergibt sich ein Crew-Pax-Ratio von 3,57. Bei der Prima 900:3,294 = 3,66,

    Vergleichsdaten anderer Reedereien, mit großen Schiffen:
    Symphony Of the Seas (RCI): 2.394 : 5.400 = 2,25
    Norwegian Bliss: 1.716 : 4.004 = 2,33
    Sky Princess: 1.346 : 3.660 = 2,72
    P&O Britannia: 1.350 : 3.647 = 2,70
    Costa Smeralda: 1.678 : 5224 = 3,11
    MSC Meraviglia: 1.536 : 4.488 = 2,92
    Carnival Horizon: 1.450 : 3.974 = 2,74
    Celebrity Edge: 1.320 : 2.918 = 2.21
    Cunard Queen Mary 2: 1.292 : 2.695 = 2,10

    Wenn man bedenkt, dass Aida somit den Crew-Pax-Ratio von MSC und sogar Costa deutlich unterschreitet (übrigens auch bei kleinen Schiffen. z.B. Aura CPR 3,3) welche als Anbieter im günstigen Preissegment bekannt sind, letztere bekanntlich „zur Familie“ gehört, wird nach meiner Ansicht deutlich, woran hier massiv gespart wird. Nun kann man entgegnen, dass es bei Aida ein Buffetkonzept gäbe und kein richtiges Theater – ja, das ist richtig, und dennoch wird an Bord deutlich, dass im Vergleich zu anderen eben deutlich weniger Personal präsent ist. nur nur mit diesen zwei Punkten lässt sich die geringe Besatzungsstärke nicht erklären. Das merkt man überall, so machten die Kellner in den Buffetrestaurants auf der AidaPrima was sie wollten, sangen in Landessprachen herum, brüllten sich über Tische hinweg irgendwelche Witzchen zu, hielten es auch nicht für nötig, die leeren Karaffen Tischwein mal gegen neue auszutauschen und gaben flapsige Antworten und eine Aufsicht war nicht zu entdecken. Als wir damals beschlossen, unsere Reise in Rotterdam vorzeitig zu beenden, fragte auch an der Rezeption niemand nach dem Grund. Es ist offenbar egal, das Geschäft läuft ja wohl gut genug. Den Unterschied kann natürlich nur jemand feststellen, der mal etwas anderes probiert, denn wer sich ausschließlich von Döner und Currywurst ernährt, dem wird per Erzählung vermutlich nicht der Vorzug eines Dreisternemenüs nahe zu bringen sein. Mir hat das damalige Aida-Erlebnis für alle Zeiten gereicht.

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