American Queen

Raddampfer American Queen fährt ab April 2012

Great American Steamboat Company hat angekündigt, das Radampfer-Flusskreuzfahrtschiff American Queen im April 2012 wieder in Betrieb zu nehmen. Das neu gegründete Kreuzfahrt-Unternehmen wird seinen Sitz in Memphis haben und voraussichtlich ab Mitte August Buchungen für Flusskreuzfahrten auf der American Queen annehmen. Der Kauf des Schiffes von der U.S. Marine Administration (MARAD) ist inzwischen bestätigt, lediglich die finale Übergabe und Kaufpreiszahlung stehen noch aus und sollen im Juli abgewickelt werden. Mit dem Schnellstart will Great American Steamboat Company offenbar dem Konkurrenten American Cruise Line zuvorkommen, die ihren Raddampfer-Neubau „Queen of the Mississippi“ im Spätsommer 2012 an den Start bringen.

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Das 436-Passagiere-Schiff American Queen wurde 1995 als größter Mississippi-Raddampfer aller Zeiten gebaut. Nach dem Konkurs von Majestic America Line war das Schiff an die MARAD übergegangen und auf einem See in Texas auf Reede gelegt worden, um entsprechende Staatsbürgschaften beim Bau des Schiffs abzudecken. Nach unseren eigenen Quellen und auch nach Aussage des neuen Eigentümers ist die American Queen trotz der langen inaktiven Zeit in hervorragenden Zustand und bedarf nur kleinerer Renovierungsarbeiten.

Die American Queen soll – wie früher schon – 3- bis 10-Nächte-Kreuzfahrten am Mississippi und Ohio anbieten, mit Zusteige-Punkten in New Orleans, Memphis, St. Louis, Minneapolis/St. Paul, Cincinnati und Pittsburgh. Laut Reederei sollen die Preise für eine 3-Nächte-Kreuzfahrten bei etwas unter 1.000 Dollar starten. Das Schiff soll im Vergleich zu früher zwei zusätzliche Restaurants erhalten und ein All-Inklusive-Konzept fahren: Alle Restaurants, Softdrinks, Wasser und Kaffeespezialitäten sowie ein besonderer Landausflug sollen im Reisepreis bereits enthalten sein, lediglich alkoholische Getränke kosten extra. Als Küchenchefin fungiert Regina Charboneau, die in den USA recht bekannt für ihre Südstaaten-Küche ist.

Great American Steamboat Company ist aus einem Zusammenschluss zweier erfahrener Schiffs- und Reiseunternehmen entstanden: HMS Global Maritime ist der größte Betreiber von Schiffen unter US-Flagge mit über 100 Schiffen, die vor allem für staatliche Einrichtungen fahren. Uncommon Journeys hat viel Erfahrung im Luxus-Reisebereich und vertreibt seit rund 20 Jahren kombinierte Bahn- und Schiffsreisen im Luxus-Bereich. Beteiligt ist außerdem Jeff Krida, der als President der Delta Queen Steamboat Company und später bei Cruise West und RiverBarge Excursions ebenfalls viel Erfahrung mit kleinen Kreuzfahrtschiffen im Luxus-Segment mitbringt. Krida ist CEO der neu gegründeten Great American Steamboat Company.

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