Cocktails bald nur noch ohne Plastik-Strohhalm

Schluss mit Plastik-Strohhalmen auf vielen Kreuzfahrtschiffen

Immer mehr Kreuzfahrt-Reedereien schaffen Plastik-Strohhalme und andere Wegwerf-Kunststoffprodukte ab. Dazu gehören insbesondere die Schiffe von Royal Caribbean und einiger Marken der Carnival Corp.

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Auf der neuen Carnival Horizon gibt es bereits jetzt keine Plastik-Strohhalme mehr. Stattdessen werden Plastik-Strohhalme aber flottenweit nur noch auf Nachfrage der Passagiere ausgegeben. Nach und nach soll auch in weiteren Bereichen Einweg-Plastik abgeschafft werden.

P&O Cruises und Cunard Line haben angekündigt, bis spätestens 2022 keine Kunststoffe mehr an Bord zu verwenden, die nur einmal verwendet werden, wie beispielsweise Strohhalme, Wasserflaschen und Lebensmittelverpackungen.

Royal Caribbean International, Celebrity Cruises, Azamara Club Cruises haben ebenfalls die Abschaffung von Wegwerf-Plastik an Bord ihrer Schiffe angekündigt, bislang aber ohne dafür einen konkreten Termin zu nennen. Auf der Symphony of the Seas bekommen schon jetzt – und ebenfalls nur auf Nachfrage – neuartige Strohhalme aus speziellem Papier. Laut Reederei reicht die Produktion dieses Herstellers aber derzeit noch nicht aus, um die gesamte Flotte damit auszustatten.

Plastik-Abfälle geraten immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie – sofern sie nicht an Land recycelt, verbrannt oder kontrolliert gelagert werden – zur Verschmutzung der Meere beitragen. Zwar stammt der Großteil der Kunststoffe in den Weltmeeren aus Asien. Jedoch tragen auch Industrie-Nationen insbesondere auch durch Mikroplastik beispielsweise aus Kosmetika zur Verschmutzung der Meere mit Kunststoff bei.

(Korrektur-Anmerkung: Ursprünglich hatte ich die Papier-Strohhalme Carnival zugeschrieben – das war eine Verwechslung, tatsächlich sind sie bei Royal Caribbean im Einsatz).

2 Kommentare zu “Schluss mit Plastik-Strohhalmen auf vielen Kreuzfahrtschiffen

  1. Hoffen wir mal, daß dieses Beispiel sich durchsetzt. Mir fallen spontan noch diese kleinen Spießchen ein, mit denen die Cocktailkirsche an die Ananas gepinnt wird (gerne als Schwert o.ä. gestaltet), die einmal kurz gut aussehen und dann im Müll landen. Klar, das Auge genießt mit, aber auch da kann man sicher eine Alternative finden.

  2. Der Großteil des Kunststoffmülls mag aus Asien stammen, nicht vergessen sollte man, dass Europa Abfälle als Rohstoffe nach Asien exportiert.
    Nächster Schritt für die Reedereien sollte die Entfernung der Kapsel-Kaffeemaschinen sein, sonst ist die Sache mit den Strohhalmen nur Show!

    Gruß,
    Torben

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