Clupea vor dem Umbau zur "Sea-Watch 2" (Bild: Sea Watch)

Sea-Watch 2 soll Flüchtlinge im Mittelmeer retten

Mit der Sea-Watch 2 wird am Freitag, 18. März 2016, in Hamburg ein ganz besonderes Schiff getauft: Nicht Kreuzfahrt-Passagiere sollen auf ihr unterwegs sein, sondern Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet werden.

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Mit Spendengeldern hat der Verein Sea-Watch e.V. um den Vorsitzenden Harald Höppner in Eigeninitiative das ehemalige Fischerei-Forschungsschiff „Clupea“ gekauft und zum Flüchtlings-Rettungsschiff Sea-Watch 2 umgebaut. Seit 2015 ist bereits das erste Schiff des Vereins, die Sea-Watch, vor Lampedusa im Einsatz. Auch in der Ägäis ist Sea Watch in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganistion Cadus mit demnächst zwei Zodiac-ähnlichen Schnellbooten unterwegs.

Taufpatin und Taufpate der Sea-Watch 2 sind Simone Hermann, Vorstandsvorsitzende von Hanseatic Help e.V., und Modibo Traore, der einst selbst per Boot übers Mittelmeer nach Europa geflüchtet ist. Die Taufe findet am Freitag, 18. März 2016 um 12:30 Uhr im Sandtorhafen in der Hamburger Hafencity statt.

Die Sea-Watch-Helfer gehen davon aus, dass durch das Abkommen mit der Türkei wieder mehr Flüchtlinge die Überfahrt im zentralen Mittelmeer versuchen werden. Das Rettungsschiff soll daher zunächst genau dort vor der libyschen Küste zu Einsatz kommen. Die Sea-Watch 2 sei, so der Verein, flexibel und ganzjährig einsetzbar, die Maschine solide. In der neu auf dem Schiff eingerichteten medizinischen Behandlungsstation sei man in der Lage, auch Schwerverletzte behandeln zu können, die im vergangenen Jahr mit der Sea-Watch 1 immer wieder von den Flüchtlingsbooten geborgen worden seien.

Spenden sind beim Verein Sea Watch übrigens weiter willkommen, denn Vorsitzender Harald Höppner geht davon aus, dass „die Sea-Watch 2 in den nächsten Jahren auf dem Mittelmeer zu tun haben wird, da sich leider eine politische Lösung in Form von einer Safe Passage also sicheren und legalen Einreisewegen, wie wir sie fordern, derzeit nicht abzeichnet.“

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