Silver Explorer, 2012 in Deception Bay, Antarktis

Silver Explorer auf Antarktis-Kreuzfahrt beschädigt

Das Expeditions-Kreuzfahrtschiff Silver Explorer ist auf ihrer aktuellen Antarktis-Kreuzfahrt offenbar in einem Sturm beschädigt worden und ist auf dem Rückweg ins argentinische Ushuaia. Silversea hat die nachfolgende Kreuzfahrt am 21. Januar ab Ushuaia abgesagt, um die nötigen Reparaturarbeiten auszuführen. Die nachfolgende Kreuzfahrt ab 31. Januar soll aber wieder wie geplant stattfinden.

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Den Berichten zufolge wurde vor allem die Brücke des Schiffs durch Wellenschlag. Offenbar hatte eine große Welle ein Fenster auf der Brücke zerschlagen. Silversea selbst macht keine näheren Angaben zur Art der Beschädigungen. Vier Besatzungsmitglieder seien nach dem Unfall mit leichteren Verletzungen an Bord medizinisch behandelt worden, schrieb Silversea in einem Statement. Die Silver Explorer sei voll seetüchtig. Steuerung, Antrieb, Stabilisatoren und auch die Kommunikationsverbindungen seien intakt.

Der Unfall ereignete sich bereits am 12. Januar, gegen 17:25 Uhr Ortszeit. Bei den Verletzten soll es sich um den Kapitän sowie drei Besatzungsmitglieder handeln, die Verletzungen seien vorwiegend Schnittwunden durch das splitternde Glas des Brückenfensters.

Update 18.1.: Inzwischen ist die Silver Explorer, knapp sechs Tage nach dem Unfall, im Hafen von Ushuaia angenommen. Sie lief dort in den frühen Morgenstunden des 18. Januar Ortszeit ein. Auf ihrer Reise hatte das Schiff Südgeorgien besucht und musst den weiteren Kurs zur antarktischen Halbinsel nach dem Unfall ändern und nach Ushuaia zurückkehren.

Die 1989 gebaute Silver Explorer (ex „Prince Albert II“) fährt für die monegassische Luxus-Reederei Silversea Cruises, ist 108 Meter lang und bietet Platz für 132 Passagiere (Doppelbelegung) sowie 117 Besatzungsmitglieder. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich laut Silversea 133 Passagiere und 113 Crewmitglieder an Bord.

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