Mit unserem kostenlosen Newsletter sind Sie immer bestens informiert – gleich abonnieren!
Mein Schiff 6

TUI Cruises verlängert „Blaue Reisen“, startet in Griechenland und verlangt Covid-19-Test

TUI Cruise hat zusätzlichen Kreuzfahrten Richtung Norwegen und Ostsee aufgelegt und beginnt im September mit Reisen nach Griechenland auch mit Landgängen. Außerdem wird ab September vor Antritt der Kreuzfahrt ein negativer Covid-19-Test verlangt.

So wie bei den Neustartplänen von MSC sollen auch bei den neuen Griechenland-Kreuzfahrten von TUI Cruises Landgänge möglich sein, allerdings ausschließlich solche, die von TUI Cruises organisiert sind. Individuelle Landgänge sind auf diesen Reisen nicht gestattet. Die Reisen sollen ausschließlich inklusive Flug nach Kreta über TUI Cruises buchbar sein.

Die erste von zunächst vier geplanten, siebentägigen Griechenland-Kreuzfahrten der Mein Schiff 6 beginnt am 13. September. Weiter Starttermine sind 20. und 27. September sowie 4. Oktober. Die Fahrtroute beginnt in Heraklion auf Kreta und führt nach Piräus und Korfu und beinhaltet vier Seetage.

Weitere Panorama-Kreuzfahrten nach Norwegen und in die Ostsee

Neue Termine gibt es auch für die siebentägigen Panoramafahrten in Nordeuropa ohne Landgänge. Die Mein Schiff 1 fährt von Kiel, die Mein Schiff 2 von Hamburg aus nach Norwegen. Außerdem gibt es fünf- und siebentägige Reisen der Mein Schiff 1 nach Finnland und Schweden sowie eine 2-Nächte-Reise von Kiel nach Bornholm und mit der Mein Schiff 2 von Hamburg aus auf einer 3-Nächte-Kreuzfahrt nach Kristiansand.

Für alle Reisen ab September, so schreibt TUI Cruises in einer E-Mail an Kunden, wird zum Reiseantritt ein Covid-19-Test in Form eines PCR-Tests mit negativem Ergebnis verlangt. Die Kosten für den Test sollen im Reisepreis inklusive sein. Ob die Tests bei der Einschiffung oder vor dem Abflug gemacht werden oder bereits vorher stattfinden müssen, ist noch nicht bekannt.

Update: Inzwischen ist auch bekannt, wie die Tests genau ablaufen sollen – siehe unser Beitrag „TUI Cruises organisiert Corona-Tests über Helios”.

Die neu aufgelegten Kreuzfahrten sind auf der Website von TUI Cruises bereits buchbar.

Dass alle Neustart-Reisen in Zeiten von Corona einer gewissen Unsicherheit unterliegen, hat allerdings erst kürzlich das Einfahrtverbot von Norwegen für TUI Cruises in deren Gewässer gezeigt. Mein Schiff 1 und 2 mussten kurzfristig auf eine Ostsee-Route ausweichen. Norwegen hat die ursprünglich für zwei Wochen angelegte Sperre für Landgänge von Kreuzfahrtschiffen ab 100 Personen an Bord gerade noch einmal um eine Woche bis 26. August verlängert. TUI Cruises durfte nicht in norwegische Gewässer einlaufen, obwohl Landgänge dort gar nicht vorgesehen waren.

6 Kommentare

6 Gedanken zu „TUI Cruises verlängert „Blaue Reisen“, startet in Griechenland und verlangt Covid-19-Test“

  1. Lieber Herr Neumeier,

    es ist ja fast schon stereotyp, das Lob zu Ihrer Recherche am Anfang, doch erneut angemessen. Genau zu den von Ihnen berichteten Dingen bei TUI habe ich gestern bei Costa recherchiert und habe mit sehr vielen Fragezeichen abgebrochen.

    Auch dort werden Kreuzfahrten nach Griechenland angeboten. Doch dann enden die Infos. Mindestens zu den von Griechenland geforderten PCR-Tests wäre eine Information nötig. Ich kann mich erinnern, dass bereits vor Monaten von einer NRW-Hochschule von der Zusammenarbeit mit einem Anlagenhersteller berichtet wurde, was binnen 15 Minuten PCR-Tests ermöglicht, Auch die Zielgruppe „Boarding bei Kreuzfahrern“ wurde damals bereits genannt. Ich hätte eigentlich erwartet, dass man Monate später weiter ist und Konkretes – sofort – nennen kann. Auch Tui läß ja hier Fragen offen.

    Aus meiner Sicht wäre ein PCR-Test unmittelbar vor dem Boarding und einer unmittelbar vor dem Ausschiffen nach Reiseende, das mindeste was aktuell Bestanteil einer Kreuzfahrt sein muss. Je nach Länge der Reise auch noch ein weiterer während der Reise.
    Und wenn’s eine „richtige“ Reise mit Landgängen sein soll, dann auch – mindestens – so ausführliche Landgang-Infos wie es allmählich zum Bordleben üblich wird. Also: Platzangebot/Maskenpflicht im Bus, was wird überhaupt an Landgängen angeboten? Nur Busrundfahrten? Oder auch Museum/Stadführung….. ? Wer entscheidet auf welcher Basis bei Überfüllung von Land-Locations? Und individueller Landgang? Dann mit neuerlichen PCR-Test (Kosten?, Zeitaufwand?) ?

    Auch wenn wir uns einig sind, dass die Kreuzfahrtindustrie derzeit viel leisten muss, bin ich derzeit von allen aktuell aktiven Kreuzfahrtanbietern inhaltlich enttäuscht: Lange Marketing-Texte mit zu wenig klaren sachlichen Informationen, Apelle an’s Vertrauen und im Hintergrund funktioniert es doch nicht – siehe Hurtigruten, Tui und Aida. Jetzt fordere ich erst recht, Transparenz und sachliche Infos. Wie soll man nach diesen Fehlleistungen vertrauen? Und für die Branche fehlen jetzt nur noch ähnlich problematische Ergebnisse von MSC und Costa, dann richten sich die Massenanbieter allmählich selbst.

    Auch die „Pressemeldung Abschreib-Portale“ und die „Küchen- und Kabinentester“ haben es zu großen Teilen nicht geschafft ihre Tätigkeiten auf das in den aktuellen Zeiten wirklich Interessante zu verlagern. Bei einigen hat mich das schon erstaunt, bei anderen ist die Unbeholfenheit bei inhaltlich neuem Terrain sehr ausgeprägt. Es gibt jedoch eine Ausnahme…..

    Also bitte so weitermachen, Herr Neumeier. Bei Ihnen schalte ich gerne den Adblocker aus.

  2. Auch von meiner Seite: Danke und bitte so weitermachen, Herr Neumeier! Ihr Angebot hebt sich inhaltlich und qualitativ äußerst wohtuend von so manchem Ihrer Kollegen ab. Insbesondere sei z.B. auf ein von meinem Vorkommentator genanntes „Pressemeldungs-Abschreib-Portal“ verwiesen, wo sich eigene redaktionelle Inhalte allenfalls in abenteuerlichster Orthografie und Grammatik mit dem inhaltlichen und sprachlichen Aufbau einer Mittelstufenarbeit finden. Alleine schon handwerklich ist Ihre Arbeit so viel besser und Ihre Leser (sofern ich für diese sprechen darf) wissen dies sehr zu schätzen. Danke!

  3. @Ronald & @George V.: Vielen Dank für die freundlichen Worte, das tut wirklich gut und bestätigt meine Anstrengungen, auf cruisetricks.de guten Journalismus zu machen, auch (oder gerade weil) das der steinigere und aufwendigere Weg ist.

    @Ronald: Bzgl. der Infektionsschutzkonzepte der Reedereien: Das ist ein ziemlich komplexes Feld. Denn natürlich haben die Reedereien sehr detaillierte Konzepte, mutmaßlich stark stützend auf dem rund 50seitigen Papier der EU, das sehr genaue Vorschläge zu Infektionsschutz in der Kreuzfahrt beinhaltet, und abgestimmt mit Experten und Behörden. Die Schwierigkeit mit der Transparenz ist, dass diese Dinge dermaßen ins Detail gehen, teils auch vertrauliche, interne Abläufe offenbaren würden und insbesondere für „Normalmenschen“ wie uns kaum noch verständlich wären. Detaillierte Konzepte zu veröffentlichen in einer Welt, wo jeder ein selbsterklärter Experte ist und sich ganz sicher ist, dass weder Fiebermessen, noch Fragebögen, noch XY angeblich überhaupt etwas bringen, macht die Kommunikation zu diesem Thema sehr schwierig, weil in weiten Teilen der Bevölkerung das Grundverständnis für solche Risikomanagement-Konzepte fehlt. Das ist ausdrücklich nicht als Vorwurf gemeint. Jeder hat in seinem Job Fachkenntnisse, die andere nicht haben. Deshalb lasse ich mich beim Arzt zu medizinischen Dingen beraten, in der Bank zu finanziellen, etc.
    Was die Reedereien schaffen müssen (und da war Hurtigruten nicht gerade hilfreich), ist, Vertrauen aufzubauen. Letztlich müssen wir darauf vertrauen können, dass die Konzepte funktionieren. Das ist ein langer Weg, auch weil er vorgefertigte Meinungen durchbrechen muss, Vorurteile auflösen muss, Lieschen-Müller-Argument entkräften muss. Letztlich geht es bei Corona (längst nicht nur in Bezug auf die Kreuzfahrt) um eine Veränderung in der Wahrnehmung, ein Akzeptieren des Risikos, das so schnell nicht weggehen wird, ein Übergang zu einem normalen Umgang mit diesem neuen Lebensrisiko, so wie wir mit unzähligen anderen Lebensrisiken ganz normal umgehen. Das ist ein langer Entwicklungsprozess und die Kreuzfahrt ist da letztlich nur ein ganz kleiner Randaspekt.
    Bzgl. Landgängen ist im Moment übrigens ziemlich klar, wer da die Entscheidungen trifft: Die Behörden am jeweiligen Ort. So wie Norwegen gerade für drei Wochen dicht macht für Schiffe mit mehr als 100 Personen. Oder Griechenland, die einen PCR-Test vor Beginn der Kreuzfahrt fordern. Da können die Reedereien schlicht nur so viel machen, wie die lokalen Behörden jeweils zulassen.

  4. So… Landgang in Griechenland…?
    Ansammlungen von mehr als 50 sind verboten…
    Das wird aber ne kleine Gruppe beim Landgang….

    Noch einmal… die Kriegsgefahr zwischen Griechenland und der Türkei ist noch nicht gebannt…

  5. Lieber Herr Neumeier,

    auch von mir ein Lob für die Seite und die gute Recherchen.

    Eine Frage zu den von TUI geforderten Corona-Tests: Ist Ihnen bereits bekannt, wie, wo und unter welchen Umständen diese Tests vor Fahrtbeginn erfolgen? Ein paar mehr Details zur Planung wären schon hilfreich. Bei Tui auf der Webseite habe ich keine Details finden können.

    Viele Grüße

  6. @Henning: Bitte entschuldigen Sie die späte Reaktion, ich war auf Reisen und arbeite mich gerade schrittweise durch die liegengebliebene Arbeit durch …

    Meines Wissens gibt es dazu noch nichts Konkreteres. Ich persönlich würde davon ausgehen, dass TUI Cruises das schon allein deshalb praktikabel lösen wird, weil sie ja selbst höchst interessiert daran sind, dass die Passagiere mitfahren, sprich: die Reise auch bezahlen ;-)

Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Neue Kommentare werden aus technischen Gründen oft erst einige Minuten verzögert angezeigt.
Consent Management Platform von Real Cookie Banner