TUI Sonata

TUI Sonata auf Grund gelaufen und evakuiert

Das Flusskreuzfahrtschiff TUI Sonata ist am Samstagabend auf dem Weg zur Feuerwerk-Show „Rhein in Flammen“ nahe Bingen auf Grund gelaufen. 165 Passagiere und 40 Crew-Mitglieder saßen über Nacht auf dem festgefahrenen Schiff fest, bevor sie am Sonntag evakuiert wurden. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, Wasser drang laut Polizei nicht ins Schiff ein.

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Ursache für den Unfall war offenbar ein Fahrfehler des Schiffsführers, der außerhalb der Fahrrinne der Insel Lorcher Werth unterwegs war und dabei zu nahe an die Insel geriet. Da für die Passagiere offenbar keine Gefahr bestand, ließ die Polizei in Absprache mit dem Kapitän das Kreuzfahrtschiff erst am darauf folgenden Morgen evakuieren. Mit Hilfe einer Fähre stiegen die Passagiere auf ein Ausflugsschiff um.

Am Sonntag wurde die TUI Sonata von wie Schleppern zurück in die Fahrrinne gezogen und fuhr ohne Passagiere nach Bingen, wo das Schiff auf Schäden und Fahrtauglichkeit geprüft werden sollte.

Update 7. Juli 2014: Inzwischen haben wir von einem Augenzeugen genauere Informationen zum Ablauf des Unfalls bekommen. Demnach hatte die TUI Sonata als größtes an der „Rhein in Flammen“-Show beteiligtes Schiff von insgesamt über 50 Wasserfahrzeugen bereits ihren zugewiesenen Platz eingenommen gehabt. Wegen des starken Schiffsverkehrs wollte der Kapitän etwas mehr Platz für vorbeifahrende Schiffe schaffen, geriet dabei bei sehr niedrigem Wasserstand aber aus der Fahrrinne. Der Versuch, das Schiff zurück in die Fahrrinne zu bringen, misslang wegen der starken Strömung. Stattdessen hatte das Schiff Grundberührung. Die beste Lösung sei es für den Kapitän dann gewesen, das Schiff auf Grund zu lassen und die Passagiere und Behörden zu informieren. Die TUI Sonata noch in der Nacht freischleppen zu lassen, hielt der Kapitän demnach für zu riskant, sodass die Evakuierung auf den nächsten Morgen verschoben wurde.

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