Überfall auf Ausflugsbus von Carnival in Mexiko

Ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Ausflugsbus der Carnival Splendor im mexikanischen Puerto Vallarta heizt erneut die Diskussion um die Sicherheit von Kreuzfahrt-Passagieren in Mexiko an. Am Samstag, 25. Februar, hatten bewaffnete Banditen einen Bus mit Landausflüglern der Carnival Splendor auf einer Küstenstraße bei El Nogalito nahe Puerto Vallarta an der mexikanischen Riviera aufgehalten und die 22 Passagiere beraubt.

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Verletzt wurde bei dem Überfall offenbar niemand. Carnival sagte, man helfe den Passagieren, Ersatz für gestohlene Wertgegenstände und Pässe zu bekommen. Den Landausflug, auf dem der Überfall stattfand, hat Carnival bis auf Weiteres aus dem Programm gestrichen. Das lokalen Tourimusbüro sprich von einem „extrem ungewöhnlichen Zwischenfall“, Puerto Vallarta sei für Kreuzfahrtpassagiere auch weiterhin sicher.

In den vergangenen Monaten geriet die Sicherheitslage in mexikanischen Touristenorten immer wieder in die Schlagzeilen, nachdem die Drogenkriege in dem mittelamerikanischen Land zunehmend außer Kontrolle geraten, wenn auch meist noch abseits der Tourismus-Metropolen. Das US State Department spricht inzwischen Reisewarnungen für viel Regionen im Mexiko aus, darunter auch die Region rund um Puerto Vallarta, auch wenn Puerto Vallarta selbst nicht als gefährlich eingestuft wird. Zuletzt war die Sicherheit der beliebten Hafenstadt im Juni 2011 diskutiert worden, als Princess Cruises bekannt gab, man werde den Ort vorerst nicht mehr anlaufen.

Die Tourismus-Regionen in Mexiko kämpfen derweil gegen ihren schlechter werdenden Ruf und beteuern, dass die beliebtesten Tourismus-Zentren nach wie vor sicher seien. So attackierte beispielsweise das Tourismusbüro von Mazatlan die US-Reederei Holland America Line im Dezember ungewöhnlich scharf wegen deren Entscheidung, Hafenstopps in Mazatlan von Januar bis März 2012 abzusagen.

Nicht betroffen von den Reisewarnungen sind übrigens die Regionen Quintana Roo und Yucatan, in denen die auf Karibik-Kreuzfahrten häufig angelaufenen Häfen Cancun, Cozumel und Costa Maya liegen.

2 Kommentare zu “Überfall auf Ausflugsbus von Carnival in Mexiko

  1. Dem Artikel ueber Puerto Vallarta muessen wir als lokale deutschsprachige Reiseagentur deutlich widersprechen. Der erwaehnte Vorfall ist keine Wiederholungstat und absolut unnormal in der Region um Puerto Vallarta. Auch nach mehr als 15 Jahren Aufenthalt kann man von einer ruhigen Umgebung sprechen, die auf gar keinen Fall mit den aus Medien bekannten Vorfaellen vergleichbar sind.
    Gewalt und Korruption kommen weltweit in vielen anderen Urlaubsorten vor, in Puerto Vallarta kann man nach wie vor auch noch um Mitternacht ein Restaurant besuchen und anschliessend gemuetlich ueber die Fussgaengerzone spazieren. Also bitte nicht gleich eine Ausnahme mit anderen vergleichen und mal wieder die Mexikanische Riviera versuchen schlecht zu machen. Die Kreuzfahrtgesellschaft hat dein Ausbleiben der Schiffe laut Hafenbehoerde nicht bestaetigt.

  2. Danke für die Einschätzung vor Ort – natürlich bist Du viel näher dran, als wir das aus der Entfernung sein können. Wir sind auf Nachrichtenquellen und die Informationen der Reedereien angewiesen.

    Ich denke aber doch, dass an den genannten Fakten nichts Falsches ist, die Quellen für die jeweiligen Informationen sind im Beitrag genannt beziehungsweise verlinkt (den Link zum Thema Princess Cruises habe ich eben noch ergänzt).

    Dass Puerto Vallarta selbst nicht als gefährlich eingestuft wird und dass der Überfall auf den Bus ein Einzelfall war, geht aus der Newsmeldung denke ich ausreichend deutlich hervor.

    Nichts liegt mir ferner, als Puerto Vallarta oder die Mexikanische Riviera schlecht zu machen („schlecht machen“ unterstellt Absicht, was natürlich erst Recht nicht der Fall ist). Wir berichten das, was uns an News erreicht und versuchen, dabei möglichst neutral zu bleiben.

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