Wie hoch ist das Infektionsrisiko für Noro-Virus, Grippe oder andere Krankheiten an Bord?

Die Reedereien verlangen bei der Einschiffung eine unterschriebene Erklärung jedes Passagiers, dass er/sie keine Symptome für eine Durchfall-Erkrankung oder Grippe aufweisen oder in den Tagen vor der Reise Durchfall hatte. Außerdem muss bestätigt werden, dass man sich kurz vor der Kreuzfahrt nicht in einem Zika- oder Ebola-Gebiet aufgehalten hat.

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Gibt ein Passagier in diesem Fragebogen an, entsprechende Symptome zu haben oder kürzlich gehabt zu haben, kann das Boarding verweigert werden. Typischerweise müssen sich diese Passagiere zu einer Untersuchung beim Bordarzt vorstellen.

Grundsätzlich ist also das Ansteckungsrisiko zumindest geringer als an Land. Gänzlich auszuschließen ist es aber natürlich nicht – insbesondere wenn Passagiere in dem Fragebogen falsche Angaben machen.

In die Schlagzeilen geraten Kreuzfahrtschiffe gelegentlich beim Ausbruch des Noro-Virus oder ähnlicher Magen-Darm-Infektionen. Tatsache ist auch hier, dass Infektionen an Bord deutlich seltener auftreten als an Land. Und selbst bei einem Ausbruch an Bord ist gewöhnlich nur ein sehr kleiner Teil der Passagiere überhaupt betroffen. Die Infektionsfälle gehen zudem seit Jahren zurück. Grund zur Sorge besteht hier also eigentlich nicht, auch wenn oft ein anderer Eindruck in der Öffentlichkeit entsteht. In unserem Beitrag „Norovirus auf Kreuzfahrt – und wie man sich schützt“ finden Sie alle Details, Statistiken und Vorbeugungs-Möglichkeiten zum Thema Noro-Virus.

 

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