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CDC-Impfnachweis (Bild: New York National Guard, CC BY-ND 2.0)

US-Update: Reedereien suchen Lösung gegen das Impfnachweis-Verbot in Florida und Texas

Nach Florida hat nun auch der US-Bundesstaat Texas ein Gesetz erlassen, dass es Unternehmen unter hoher Strafandrohung verbietet, von ihren Kunden Impfnachweise zu verlangen. Betroffen sind davon auch Kreuzfahrt-Reedereien, die den Neustart im Juni und Juli mit Impfpflicht schaffen wollen. Doch es zeichnen sich Lösungen für das Problem ab.

Celebrity Cruises präsentierte eine Lösung für das Impfpflicht-Verbot in Florida, das zwar nicht alle Eventualitäten abdeckt, aber ein passabler Ausweg aus der starren Haltung des Gouverneurs Ron DeSantis in Hinblick das Verbot darstellt. Bei einem Webinar für Reisebüros kündigte Celebrity Cruises folgendes Konzept für die Einschiffung an:

  • Passagiere können freiwillig ihre vollständige Impfung nachweisen oder müssen einen Corona-Test bei der Einschiffung und vor der Ausschiffung absolvieren, um sicherzustellen, dass sie gesund an Bord gehen.
  • Den PCR-Test und die damit zusammenhängenden Maßnahmen müssen diese Passagiere selbst bezahlen.
  • An Bord gelten für Ungeimpfte beziehungsweise Passagiere, die ihre vollständige  Impfung nicht nachweisen, deutlich strengere Infektionsschutzmaßnahmen, insbesondere eine strikte Maskenpflicht auch im Freien (was übrigens nicht gilt für ungeimpfte Kinder unter 16).
  • Auch bei Landgängen werden Ungeimpfte mutmaßlich im Nachteil sein, weil manche Destinationen nur nachweislich geimpfte Passagiere an Land oder zumindest individuell an Land lassen werden.

Faktisch will Celebrity Cruises damit offenbar Ungeimpfte mit deutlichen Beschränkungen und zusätzlichen Kosten so weit abschrecken, dass sie die Kreuzfahrten der Celebrity Edge (von 26. Juni an ab Fort Lauderdale) und Celebrity Equinox (von 25. Juli an ab Fort Lauderdale) erst gar nicht buchen.

Unklar ist lediglich, wie Celebrity Cruises sicherstellen will, dass die Quote von mindestens 95 Prozent Geimpfter an Bord zuverlässig eingehalten wird. Denn das ist Voraussetzung, um die Bedingungen der US-Gesundheitsbehörde zu erfüllen, um Kreuzfahrten ohne vorausgegangene Testfahrten durchführen zu dürfen. Testfahrten hat Celebrity Cruises für di Celebrity Edge nämlich nicht eingeplant.

Noch nicht näher erläutert hat Carnival Cruise Line ihre Pläne. Die Reederei will ebenfalls mit einem Schiff, der Carnival Horizon, am 4. Juli von Miami aus starten und hat dafür eine Impfpflicht angekündigt.

Texas verbietet Unternehmen, einen Impfnachweis zu verlangen

Von einem neuen Gesetz im US-Bundesstaat Texas könnte Carnival Cruise Line gleich bei zwei Schiffen betroffen sein. Die Carnival Vista und die Carnival Breeze sollen am 3. beziehungsweise 15. Juli von Galveston aus starten.

Nun hat aber Texas ein Gesetz erlassen, das ganz ähnlich dem in Florida verbietet, dass Unternehmen von ihren Kunden einen Impfnachweis verlangen – was aber Voraussetzung wäre, wenn Carnival Cruise Line seine angekündigte Impfpflicht für diese Kreuzfahrten durchsetzen und nicht die Starttermine nach hinten schieben will, um zuvor das Genehmigungsverfahren der CDC über Test-Kreuzfahrten zu durchlaufen.

Anders als in Florida lässt das Texas-Gesetz aber möglicherweise ein Schlupfloch für die Kreuzfahrt offen. Es sieht nämlich eine Ausnahme von dem Verbot vor, wenn ein Unternehmen sein Infektionsschutzkonzept auf Basis einer Regelung einer Bundesbehörde umsetzt.

Da das Infektionsschutzkonzept und die Zulassung für die Kreuzfahrten der Carnival Vista und Carnival Breeze aber auf der Conditional Sailing Order der Bundesbehörde CDC basieren, könnte diese Ausnahme greifen. Carnival Cruise Line sagte dazu, man sei derzeit in der juristischen Prüfung der Situation.

Verkompliziert wird die Lage dadurch, dass zugleich eine Klage von Florida, Texas und Alaska gegen die Conditional Sailing Order der CDC anhängig ist. Im wohl eher unwahrscheinlichen Fall, dass die Conditional Sailing Order in diesem Verfahren für unwirksam erklärt werden würde, entfiele auch die Rechtsgrundlage für die Ausnahme von dem Texas-Gesetz in Hinblick auf die Impfnachweise. Über die Klage gegen die CDC wird am 10. Juni weiter verhandelt.

1 Kommentar

1 Gedanke zu „US-Update: Reedereien suchen Lösung gegen das Impfnachweis-Verbot in Florida und Texas“

  1. Und es gibt wieder 2 Coronafälle trotz Impfen und Test vorher auf der Celebrity Millenium.
    Ich habe auch öfters gelesen das sich alle Passagiere auf Mein Schiff an die Maskenpflicht halten.
    Von wegen in einer aktuellen Doku sah man viele Gäste mit der Maske nur über dem Mund und nicht auch übe der Nase und sogar einen Barkeeper auch nur den Mund bedeckt und bei der Abfahrt die Gäste dicht zusammen an der Reeling das Glas dort schön abgestellt und die Maske unten.
    Die Leute halten sich einfach nicht an die Regeln.

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