Viele Routenänderungen wegen Hurrikan Matthew

Hurrikan Matthew löst in der Karibik und in Südflorida zahlreiche Routenänderungen für Kreuzfahrtschiffe aus. Häfen werden vorsorglich geschlossen, Schiffe weichen in Gebiete westlich der vorhergesagten Route des Wirbelsturms aus.

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Als einer der stärksten Hurrikans seit Jahren in der Karibik zieht Matthew über Haiti und die Dominikanische Republik, Kuba und die Bahamas und voraussichtlich entlang der US-Küste in Florida, wo auch die drei größten Kreuzfahrthäfen der Welt, Miami, Fort Lauderdale und Port Canaveral betroffen sind.

Der Hafen von Port Canaveral hat zum ersten Mal seit 2004 die komplette Schließung des Hafens beschlossen. Von Mittwochnachmittag an dürfen keine Schiffe den Hafen anfahren oder verlassen, bis Hurrikan Matthew vorübergezogen ist. Von Mittwoch bis Samstag wären von dieser Hafenschließung acht Kreuzfahrtschiffe betroffen.

Auch der Hafen von Miami, Port Everglades in Fort Lauerdale sowie die Häfen von Jacksonville und Charleston haben ab Mittwoch geschlossen.

Update 10.10.: Hurrikan Matthew hat auf Haiti schwere Schäden angerichtet, Hunderttausende obdachlos gemacht und weit über 300 Menschen das Leben gekostet. Angesichts dieser Katastrophe sind ein paar Hafenschließungen und Umroutungen bei Kreuzfahrtschiffen ziemlich bedeutungslos geworden. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle dennoch erwähnt, dass der Hafen von Charleston am Montag wieder geöffnet wurde, Jacksonville am Sonntag. Nachdem der Sturm in Südflorida nicht auf Land traf, hielten ich die Auswirkungen hier in Grenzen. Port Canaveral wurde am Sonntag wieder geöffnet, Port Everglades (Fort Lauderdale) und der Port of Miami bereits am Freitag.

Über Haiti und die Dominikanische Republik zog der Sturm am Dienstag, 4. Oktober 2016, mit Hurrikan-Stärke 4 und trifft danach auf Kuba und die Bahamas. In Süd-Florida wird der Hurrikan derzeit für Donnerstag Abend oder Freitag, 7. Oktober 2016, morgens erwartet. Dort könnte Matthew den derzeitigen Vorhersagen zufolge mit Stärke 4 ankommen. Ein Hurrikan der schwächeren Stärke 3 hatte zuletzt 2005 Florida getroffen und damals Schäden in Höhe von 21 Milliarden Dollar verursacht.

Mit Stand 6. Oktober waren die Fahrtrouten von mindestens 20 Kreuzfahrtschiffen betroffen, unter anderem sechs Schiffe von Carnival Cruise Line, vier von Royal Caribbean International sowie einzelne Schiffe von Princess Cruises, Norwegian Cruise Line, Disney Cruise Line und Fathom. Die Reedereien wollen abhängig von den konkreten Vorhersagen jeweils kurzfristig entscheiden, welche Ausweichrouten ihre Schiffe gegebenenfalls nehmen.

Mehr zum Thema Kreuzfahrten und Hurrikan-Risiko in der Karibik finden Sie übrigens in unserem Beitrag „Karibik-Kreuzfahrt buchen in der Hurrikan-Saison?“.

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