Unsere 10 Geheimtipps für die Oasis of the Seas

Montag, 5. Juli 2010 von Franz Neumeier

 

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Von unserer Kreuzfahrt auf der Oasis of the Seas im Mai haben wir einige Geheimtipps mitgebracht: 10 geniale Dinge auf dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt, die man in dem enormen Angebot an Programm und Faszination leicht übersieht.Von einem perfekten Roastbeef-Sandwich über versteckte Tribünen-Plätze fürs Aqua Theater bis zu ganz besonderen Souvenirs. Bei dem einen oder anderen Geheimtipp fällt es durchaus schwer, ihn zu verraten. Aber cruisetricks.de wäre kein Kreuzfahrt-Blog, wenn wir die Tipps für uns behalten würden ...1. Roastbeef-Sandwich im Park CafeRoastbeef-Sandwich im Central Park

Es sieht ganz unspektakulär aus – einen zusammengefaltete, dünne Scheibe Roastbeef in einer Semmel (Brötchen), mehr nicht. Aber was so unscheinbar daher kommt, ist das vielleicht beste Roastbeef-Sandwich auf Erden. Der Trick ist ein Schuß Bratensauce, der in die Semmel kommt und ein wenig Senf oder Meerrettich (ich persönlich mag am liebsten Senf plus ein wenig Meerettich). Und die für Amerikaner ungewöhnliche Semmel – eine Art Kaisersemmel mit groben Salz-Körnern und Kümmel drauf.

Ganz ehrlich: Für dieses Roastbeef-Sandwich lasse ich jedes Essen im Windjammer-Restaurant stehen. Das Sandwich gibt’s im Park Cafe des Central Parks.

2. Frühstück im Solarium

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Der beste Platz zum Frühstücken: Das Solarium

Das beste Frühstück für deutsche Gaumen gibt es im Solarium. Brauchbares Vollkornbrot gibt es hier ebenso wie sogar zwei verschiedene Sorten Bircher-Müsli und jede Menge Obst, aber auch ein Fruchtjoghurt und andere leckere Frühstücks-Sachen.

Wer auf amerikanisches Kalorien- und Fettfrühstück mit Rührei und Speck steht, wird hier weniger glücklich, der Speck ist vom mageren Truthahn und schmeckt, nunja, wie gegrillter Pappkarton. Nicht Royal Caribbean’s Schuld – Truthahnspeck schmeckt halt so.

 

Je mehr es auf das Ende der Kreuzfahrt zugeht, desto mehr Passagiere entdecken übrigens das Solarium fürs Frühstück. Besser also gleich am Anfang dort frühstücken, später ist es manchmal schwierig, zu Stoßzeiten einen Platz zu finden.

3. Hafenausfahrt Ft. Lauderdale vom Platz direkt über der Brücke

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Auf Augenhöhe mit dem Kapitän

Der Premium-Platz an Bord für Hafen Ein- und Ausfahrten ist auf Deck 14 vorne. Der Zugang ist gut versteckt und nur über eine automatische Schiebetür über den Kabinengang an Backbord (in Fahrtrichtung links) zu erreichen.

 

Hat man den Ausgang einmal gefunden, kann man auf der Aussichtsplattform quasi dem Kapitän auf dem Kopf herumtanzen: Die Plattform ist zugleich das Dach der Brücke. Einen besseren Platz kann man sich also kaum vorstellen, vor allem bei der Hafenausfahrt in Fort Lauderdale, wenn es an den Hochhäusern vorbei geht.

4. Versteckter Aussichtsplatz hinter dem Aqua Theater

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Versteckter Platz mit Meeresblick

Durch die offene Bauweise der Oasis of the Seas und das Aqua Theater am Heck gibt es vermeindlich keinen Platz für den typischen, romantischen Blick nach hinten in das von den Schiffsschrauben aufgewühlte, weiß-schäumende Wasser. Aber wenn man weiß, wo man suchen muss, findet man diesen Platz auch auf der Oasis of the Seas.

Die Jogging-Bahn auf Deck 5 führt nämlich auch hinten um das Schiff herum und genau dort, ein halbes Deck unter und hinter dem Aqua Theater, öffnet sich der Blick nach hinten, mit Glück direkt in den Sonnenuntergang. Sogar ein paar Liegestühle stehen dort. Allerdings ist für langsame Fußgänger etwas Vorsicht geboten, denn in den Kurven wird man leicht mal von einem Jogger umgerannt.

 

5. Springbrunnen in Aqua Theater und unter der Rising Tide Bar

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Faszinierende Wasserspiele

Natürlich kommen die Springbrunnen-Shows im Aqua-Theater nicht an die monumentalen Performances des Bellagio-Hotels in Las Vegas heran, aber sehr beeindruckend sind die Wasserfontänen im Rhythmus der Musik allemal. Die Springbrunnen-Shows im Aqua-Theater stehen meist im Tagesprogramm, aber auch zwischendurch und am Ende der abendlichen “Oasis of Dreams”-Show (dann mit schöner bis kitschiger Beleuchtung) gibt’s die Wasserfontänen immer wiedermal.

Nicht im Tagesprogramm, und damit ein echter Geheimtipp, sind die Wasserfontänen-Shows unter der Rising Tide Bar. Einmal am Tag zu wechselnden Zeiten (meist 13 oder 14 Uhr) gibt’s nämlich auch dort eine sehenswerte, rund 5-minütige Wassershow mit Musik-Begleitung. Die Zeiten erfragt man am besten an der Rezeption.

 

6. Aqua-Show vom Balkon aus ansehen

Oasis of the Seas bei Nacht: Aqua Theater

Vogelperspektive auf die Aqua-Show

Beim nächsten Tipp geht es noch einmal um das Aqua Theater. Auf jeden Fall sollte man sich die Shows natürlich im Theater selbst ansehen und sich dafür rechtzeitig reservieren. Aber auch der Blick von oben ist faszinierend und lohnt sich. Große, öffentlich zugängliche Balkone zum Aqua Theater hin gibt es auf Deck 11 und 12 auf beiden Seiten, die über die jeweiligen Kabinengänge erreichbar sind. Wer rechtzeitig da ist, ergattert dort sogar einen Liegestuhl und hat den perfekten Logen-Blick auf die Shows.

Faszinierend ist auch der Blick auf die Aqua Shows von der hinteren Reling des Sports-Decks, quasi senkrecht nach unten ins Aqua-Theater. Allerdings hält man dort kaum die ganze Show lang durch.

 

7. Die besten Plätze für die “Come Fly with Me”-Show

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Perfekte Übersicht vom Theaterbalkon

Kein Geheimtipp ist natürlich die große Abendshow “Come Fly with Me” – eine Bühnenshow mit spektakulärer Akrobatik und einigen faszinierenden optischen Effekten mit Männern, die scheinbar eine Wand hochlaufen und vermeindliche Interaktion zwischen Filmprojektion und Schauspielern auf der Bühne.

Der Geheimtipp zu “Come Fly with Me” ist: Unbedingt einen guten Platz auf Deck 5, der Galerie des Theaters, sichern! Von dort hat man den besten Blick und verpasst auch nicht die Aktobatik, die teils über den Köpfen des Publikums im Parkett stattfindet.

8. Souvenirs, die es offiziell nicht zu kaufen gibt

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Diese Souvenirs muss man sich erst verdienen

Wer ein besonders Souvenir von der Oasis mit nach Hause nehmen will, der sollte vielleicht an einem der Trivia-Spiele an Bord teilnehmen. Denn als Preise gibt’s in den Frage-und-Antwort-Spielen Royal-Caribbean-Souvenirs, die es in keinem Shop an Bord zu kaufen gibt. Nichts großartiges, aber eben nicht für jedermann zu haben: beispielsweise Crew-Baseball-Caps, Kaffee-Mugs, Brustbeutel oder Gürteltaschen für Handy und Digicam.

Das Trivia-Game “Live the Oasis” ist für deutsche Kreuzfahrer, die sich etwas mit der Oasis of the Seas auskennen, besonders interessant. Jeden Tag gibt’s dieses Trivia zu einem anderen Themenkomplex, die Fragen beschäftigen sich immer mit der Oasis selbst.

Bei allgemeinen Trivias haben Deutsche dagegen meist wenig Chancen, weil die Fragen relativ stark auf das amerikanische Publikum abgestimmt sind und für Europer oft nicht zu beantworten sind.

9. Leute beobachten von der Rising Tide Bar aus

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Sehen und (nicht) gesehen werden

Wer gerne andere Leute beobachtet (und gerne auch mal etwas lästert), für den ist die Rising Tide Bar wie geschaffen. Bei einem Glas Martini schwebt man zwischen Central Park und Royal Promenade und wird von den vorbeischlendernden Mitpassagieren auf der Royal Promenade und in der Schooner Bar erstaunlicherweise kaum wahrgenommen.

Besonders interessant das in der Formal Night: Wenn sich viel zu knappe “Kleine Schwarze” zu Footballer-Figuren in feinem Zwirn gesellen, gibt es viel zu schauen, zu lachen und auch mal etwas zum Kopfschütteln. Nachdem die Rising Tide Bar ohnehin ein Muss auf der Oasis of the Seas ist, sollte man sich diesen Spaß also nicht entgehen lassen.

10. Restaurant-Geheimtipp: Chef’s Table

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Dinner-Erlebnis: Chef's Table

Auch wenn eigentlich das 150 Central Park das Spitzenrestaurant auf der Oasis of the Seas ist – uns hat das Erlebnis “Chef’s Table” besser gefallen und auch das Essen was dort noch einen Tick besser. Deshalb ist unser Spezialitätenrestaurant-Geheimtipp auf der Oasis of the Seas der Chef’s Table.

In kleiner, exklusiver Runde präsentiert und erklärt der (deutsche) Spitzenkoch Ingo Biller seine Gerichte ausführlich und beantwortet alle Fragen seiner Gäste. Ein Sommelier schenkt zu jedem Gang die passenden, sehr gute Weine aus (im Preis von 95 Dollar schon enthalten), großzügiges Nachschenken inklusive. Und weil alle Gäste an einem großen Tisch zusammen sitzen, ergeben sich zwischen den Gängen spannende und witzige Gespräche. Chef’s Table findet übrigens in der sonst für Normalpassagiere nicht zugänglichen Concierge Lounge statt.

Der frühe Vogel …

Und zum Schluss noch ein genereller Tipp: Lasst an den ersten beiden Tagen die anderen Passagiere das Schiff ruhig in Ruhe erkunden und genießt in der Zeit die Attraktionen, die später leicht mal überfüllt sind: Flowrider, Rising Tide Bar, Zipline, Essen im Solarium. Unsere Beobachtung ist, dass die Leute erst einmal ausgiebig das Schiff erkunden – in dieser Zeit ist der Andrang an einzelnen Attraktionen gering. Die Warteschlangen beispielsweise am Flowrider waren dagegen am Ende der Kreuzfahrt dreimal so lang wie an den ersten beiden Tagen. Wer sich antizyklisch verhält, hat definitiv noch mehr von diesem phänomenalen Schiff.

Update: Juni 2011 (Preisänderung)

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