Mit dem Flusskreuzfahrtschiff von St. Petersburg nach Moskau

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Erlöser-Kirche in St. Petersburg

Erlöser-Kirche in St. Petersburg

Zwei alte, europäische Kultur- und Macht-Metropolen kombiniert mit reizvoller Landschaft in tiefster Provinz: Eine Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau vereint die Gegensätze Russlands auf faszinierende Weise, und gibt in nur zehn Tagen tiefe Einblicke in de russische Geschichte, Kultur und Landschaft.

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Wir sind auf dem Flussschiff Ivan Bunin mit Phoenix Reisen auf dieser klassischen Flusskreuzfahrt-Route unterwegs und berichten – soweit die schwachen Internet-Verbindungen im russischen Hinterland es zulassen – live von unserer Flussreise. In St. Petersburg, Moskau und auch in Jaroslawl dürfte das Mobilfunknetz für Internet ausreichen, dazwischen sind wie neugierig darauf, wie abgeschieden diese Region Russlands tatsächlich ist … Falls Sie noch mehr Details, Fakten und Bilder zu dieser Reise suchen, finden Sie einen sehr ausführlichen Reisebericht mit Schiffsvorstellung auch auf unserer Schwester-Website “Carmen’s Cruise Diary“.

Reiseroute

Fahrt-Route der Ivan Bunin von St. Petersburg nach Moskau (Karte: Open Street Maps)

Fahrt-Route der Ivan Bunin von St. Petersburg nach Moskau (Karte: Open Street Maps)

Unsere Reiseroute führt uns nach zwei Tagen in St. Petersburg über die Newa, den Ladogasee und den Svir-Fluss zu dem russischen Dorf Mandrogi. Von dort weiter geht es über den Svir und den Onegasee weiter zur Insel Kishi, die ein bekanntes Freilicht-Museum beherbergt. Über den Wolga-Baltik-Kanal den Weißen Se kommen wir nach Goritsy und zum Kirill-Beloserski-Kloster, von dort weiter über den Ribynsker Stausee nach Jaroslawl, wo mit dem Erlöserkloster erneut ein Kloster die Hauptattraktion ist.

Zurück über den Ribynsker Stausee und hinein in die Wolga erreichen wir Uglitsch, bevor unser Schiff, die Ivan Bunin, über den Moskau-Wolga-Kanal nach Moskau führt, wo wir zum Abschluss der Russland-Flusskreuzfahrt noch anderthalb Tage bleiben, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Tag 1: St. Petersburg und Peterhof

Peter-und-Paul-Festung

Peter-und-Paul-Festung

Sankt Petersburg gehört zu den Orten der Welt, an denen einem schonmal vor Freude die Augen feucht werden ob der Schönheit der Stadt. Zwei Tage sind eigentlich viel zu wenig für diese prachtvolle Stadt, wenn man zum ersten Mal hier ist. Deshalb machen wir Intensivprogramm, insgesamt fünf Ausflüge: Stadtrundfahrt, Peterhof, Kanal-Fahrt, Katharinen-Palast und Eremitage.


Eine Stadtrundfahrt gibt einen ersten Überblick über die Stadt an der Newa mit ihren breiten Prachtstraßen, unzähligen Palästen und goldenen Kuppeln und Verzierungen. Vom Smolny-Kloster über die Prachtstraße Nevskij-Prospekt, vorbei an Schloßplatz, Winterpalais und Eremitage zur Isaaks-Katedrale und Erlöser-Kirche. Die zu einem großen Teil renovierten und restaurierten Prachtbauten lassen keinen Zweifel an dem unglaublichen Reichtum Russlands zur Zarenzeit. Zumindest der herrschenden Schicht fehlte es damals an nichts.

Schlossplatz

Schlossplatz und Winterpalast (rechts)

Am Abend im Sonnenuntergang eröffnen sich während einer Bootsfahrt über die Kanäle und ein Stück über die Newa sich noch einmal andere Blickwinkel auf die Paläste, Palais, Kirchen und Brücken der Stadt, mit allen Stilrichtungen vom Barock und Klassizismus bis hin zu Jugendstil und auch ein wenig Architektur der Sowjet-Zeit. Auch wenn Sankt Petersburg eigentlich keine Ähnlichkeit zu Venedig hat, wird die Stadt oft als Venedig des Nordens bezeichnet – zumindest was die vielen Kanäle angeht, passt der Vergleich und eine abendliche Bootsfahrt sollte man sich nicht entgehen lassen.

Peterhof

Peterhof

Peterhof, etwas außerhalb St. Petersburgs, ist bekannt für sein Zarenschloss mit den einmaligen Wasserspielen in einer riesigen Parkanlage, die sich bis zur Ostsee erstreckt. Zar Peter I. hatte offenbar viele Talente, denn die Technik für die zahlreichen Springbrunnen und Wasserspiele im Park seines Schlosses hat er selbst entworfen. Die Springbrunnen kommen komplett ohne Pumpen aus und funktionieren allen durch den Wasserdruck, der entsteht, indem das Wasser aus höher gelegene Speicherseen durch ein ausgeklügeltes Röhrensystem nach unten zu den Brunnen führt.

Peterhof

Peterhof

Peter I. muss aber auch ein recht eigenwilliger und zu derben Scherzen  aufgelegter Zar gewesen sein. So finden sich im Park zahlreiche Spaßbrunnen – etwas einen Gazebo, der ideal geeignet für einen lauschigen Abend für Liebespaare geeignet scheint. Doch hatten sie es sich erst einmal auf der Sitzbank gemütlich gemacht, schaltete Peter das Wasser ein, das rund um den Gazebo einen undurchdringlichen Vorhang aufbaute. Wollten die Verliebten weg, mussten sie unweigerlich durchs Wasser hindurch. Derartig nasse Scherze gibt es viele in Peterhof.


Tag 2: St. Petersburg – Katharinen-Palast und Bernsteinzimmer

Katharinenpalast

Katharinenpalast

Das Bernsteinzimmer gehört zum Pflichtprogramm bei einem Aufenthalt in Sankt Petersburg. Genau genommen befindet sich das Bernsteinzimmer etwas außerhalb im Katharinen-Palast in der Ortschaft Puschkin, die nach dem russischen Nationaldichter benannt ist.

Bernsteinzimmer

Bernsteinzimmer

Das Bernsteinzimmer – ein Nachbau seit im zweiten Weltkrieg verschollenen Originals – ist der berühmteste Raum n dem gewaltigen Palast, aber eigentlich gar nicht der schönste. Bei einem Rundgang durch den Katharinenpalast bleiben einem vor Staunen gelegentlich der Mund offen stehen ob der güldenen Pracht, der Opulenz dieses Schlosses.

Eremitage des Katharinenpalasts

Eremitage des Katharinenpalasts

Umgeben ist der Palast von einer riesigen Parkanlage inklusive einem großen, künstlichen See. Geradezu bescheiden gibt sich da der private Blumengarten der Zarin unterhalb der Wandelhalle, selbige sie extra erhöht bauen ließ, um auch bei schlechterem Wetter spazieren gehen zu können.


Ein schöner Vorzug, mit einem von der Reederei angebotenen Ausflug den Katharinenpalast zu besichtigen ist übrigens, dass wir auf diese Weise anderthalb Stunden vor der offiziellen Öffnungszeit Einlass bekamen – freilich zusammen mit vielen anderen Tour-Gruppen von Kreuzfahrtschiffen, aber dadurch trotzdem nicht lang anstehen mussten und sich das Gedränge in Grenzen hielt.

Tag 2: St. Petersburg – Eremitage

Eremitage

Eremitage

Die Eremitage gehört, gefühlt, ebenfalls zum Pflichtprogramm in Sankt Petersburg. Wirklich sehenswert sind tatsächlich die prachtvollen und vielfältigen Innenräume der Gebäude der Eremitage inklusive des Winterpalastes. Die Kunstsammlung ist zwar eine der größten und hochkarätigsten der Welt, bei einem kurzen Ausflug in die Eremitage kann man die Kunst aber kaum genießen.

Schlossplatz

Schlossplatz

Ganz ähnlich wie beispielsweise beim Louvre in Paris bräuchte man mehrere Tage, um auch nur den wesentlichen Teil der Werke zu sehen. Und leider hat die Eremitage wegen des enormen Touristen-Andrangs auch nicht den Charakter eines ehrwürdigen Museums, sondern mehr den einer turbulenten Touristenattraktion mit großen Reisegruppen, die sich lärmend und schlecht gekleidet durch die Räume wälzen. Vor größten Attraktionen wie etwa den beiden Werken Leonardo da Vinci ist den meisten das iPhone-Foto wichtiger als der Blick auf das Werk selbst, in Ruhe betrachten der Bilder ist kaum möglich; sehr schade.


Insofern ist die Eremitage vor allem empfehlenswert wegen ihrer wunderschönen Räume, die größtenteils speziell für die jeweils auszustellenden Bilder gebaut wurden und erneut den Reichtum der russischen Zaren mit ins ausgehende 19. Jahrhundert hinein erahnen lassen. Wer aber nur wenig Zeit in Sankt Petersburg hat und sich überlegt, eine der Top-Attraktionen auszulassen, um auch ein wenig Zeit zum Spazierengehen in der Stadt zu haben, kann wohl am ehesten auf die Eremitage verzichten – und später einmal außerhalb der Touristensaison wiederkommen,  um dieses eigentlich sensationelle Kunstmuseum in Ruhe zu genießen.

Tag 2: Abfahrt aus St. Petersburg

Abfahrt in St. Petersburg

Abfahrt in St. Petersburg

Nach zwei Tagen Intensiv-Programm in Sankt Petersburg legt die Ivan Bunin am Abend ab und fährt über die Newa und den Ladogasee über Nacht in den Fluss Swir, wo wir mittags in dem Museumsdorf Mandrogi anlegen sollen. Das durchaus ein wenig stressige Stadt-Programm in Petersburg ist vorbei, jetzt stehen einige ruhige Tage auf den Flüssen und Seen Russlands bevor – Erholung, Natur, Ruhe.


Lang ist die Newa nicht, die Datschen, Landhäuser und Kirchen entlang der Strecke aber umso beeindruckender. Am Ausfluss der News vom Lagodasee her steht die festungsartige Slisselburg auf einer Insel und markiert den Übergang vom Fluss in den See, den wir bei Nacht überqueren. Der See kann sehr launisch, das Wetter unangenehm sein, aber wir haben Glück, die Nacht bleibt ruhig. Am Morgen sind wir bereits auf dem Swir, die erste Schleuse passieren wir um 11 Uhr.

Tag 3: Mandrogi

Mandrogi

Mandrogi

Die erste Schleuse auf dem Swir passieren wir heute Mittag kurz vor Mandrogi – immerhin geht es hier zwölf Meter hoch. Kurz darauf erreichen wir Mangrodi, drei andere Schiffe sind schon da.

Mandrogi ist ein Museumsdorf, teils Freilichtmuseum, teils Ferienort, teils Märchenpark – ganz auf eine wunderbar altmodische Weise sympathisch. Auch wenn es speziell für Touristen gebaut ist, hat Mandrogi nicht den Charakter eines Touristen-Nepp-Ortes. In den museumsartigen Häusern finden sich teils ursprüngliche eingerichtete Räume, teils Kunsthandwerker die beispielsweise alte Webtechniken oder Klöppelspitze demonstrieren, Holz schnitzen, Gegenstände aus Birkenrinde oder Schmuck aus Bernstein fertigen und natürlich verkaufen – viel schöne Handwerkskunst und nur ganz wenig Touristen-Kitsch.

Mittagessen gibt’s heute an Land: Schaschlik-Spieße mit Reis und Salat, überraschend lecker angesichts der dann doch etwas nach Touristenabfertigung aussehenden Verköstigung. Dazu spielt eine Band zunächst ein paar Russische Weisen, dann aber auch in einer faszinierend wilden Manier Klassik und Rock mit Ziehharmonika und Balaleika – auch das eine eher positive Überraschung.


Insgesamt ist Mandrogi einen Besuch für einen netten Nachmittag wert und entspricht erfreulicherweise gar nicht den Befürchtungen eines typischen Folklore-Touristen-Dorfs, wie man es sonst so oft auf der Welt antrifft. Dafür ist es schön altmodisch und fast schon ein wenig liebenswert. Fast deshalb, weil einem die Tiere – so nostalgisch der kleine Zoo sein mag – dort ziemlich leidtun können. Artgerechte Haltung ist leider etwas anderes …

Tag 3: Fahrt auf dem Swir

unterwegs auf dem Swir

unterwegs auf dem Swir

Entlang der Strecke bietet der Fluss Swir vor allem Natur pur: Laubwälder, viele Birken, ab und zu ein kleines Dort mit bunten Häusern. Im gleißenden Licht der Nachmittagssonne nutzen die Einheimischen die herrliche Wärme des kurzen russischen Sommers zum Angeln von teils abenteuerlich alten Booten aus.

Am meisten faszinieren aber die Farben des Himmels, das Weiß der Wolken und das Blau des Himmels von beinahe Dunkelblau bis strahlendem hellblau.


Die klare Luft und die angenehm warme Sonne sind ein Hochgenuss. Dank der umlaufenden Promenaden auf drei Decks der Ivan Bunin sitzt es sich besonders schön seitlich mit Blick auf das vorbeiziehende Ufer.

Tag 4: Freilichtmuseum Kishi

Kishi

Kishi

Kishi ist im Gegensatz zu Mandrogi eine richtige Museumsinsel mit einigen der ältesten Holzkirchen Russlands, ergänzt durch historische, ländliche Gebäude von anderen Orten, die hier wieder aufgebaut wurden – kein Vergnügungspark, sondern ein herrliches Freilichtmuseum.

Kishi ist Unesco-Weltkulturerbe und ein faszinierender Ort, um etwas über die Lebensweisen der Menschen in dieser Region in vergangenen Jahrhunderten zu erfahren. Die große Sommerkirche wurde im 18. Jahrhundert neu errichtet, nachdem ihre Vorgängerkirche abgebrannt war. Derzeit wird sie komplett restauriert.


In dem lebendigen Museumsdorf werden auch einige alte Handwerkskünste demonstriert, etwa das Schnitzen von Holz-Kinderspielzeug oder das Weben von Teppichen.

Kishi liegt im Onega-See, der immerhin der zweitgrößte Binnensee Europa ist. Am Hinweg haben wir den See mit seinen unzähligen Inseln und Inselchen weitgehend bei Nacht passiert, südwärts durchqueren wir den Onega-See nun bei Tag und können an Bord der Ivan Bunin in aller Ruhe die russische Sommersonne genießen.

Tag 4: Wolga-Ostsee-Kanal

Sonnenuntergang am Wolga-Ostsee-Kanal

Sonnen-Untergang am Wolga-Ostsee-Kanal

Sonnenuntergang und Schleusen am Wolga-Ostsee-Kanal: Sechs Schleusen mit je ungefähr zwölf Metern Höhe teils in sehr kurzer Folge hat der Wolga-Ostsee-Kanal. Dazwischen liegt wunderschöne Landschaft, Schilf am Ufer, sanfte Hügel mit Mischwald, spiegelglattes Wasser. Die letzten vier der Schleusen liegen in dichter Folge hinter einander, fast wie eine gigantische Treppe für Schiffe – so etwas gibt es nur an ganz wenigen Stellen auf der Welt.

Wenn die Ivan Bunin sanft durch den engen, aber kurvigen Kanal gleitet, ist der schönste Platz vorne am Bug, wo nur das gelegentliche Kreischen einiger Möwen und das leise Plätschern des Wassers die absolute Ruhe durchbricht.


Tag 5: Weißer See

Maxim Litvinov an der Kloster-Ruine

Maxim Litvinov an der Kloster-Ruine

Am Ausgang des Weißen Sees, den wir heute am Vormittag durchquert haben, liegt auf einer kleinen Insel die verfallene Kirche eines ehemaligen Klosters, das hier einmal stand. Die Kirchenruine markiert zugleich die Einfahrt in den Fluss namens Scheksna.

Kloster-Ruine

Kloster-Ruine

Kurz vor der Ausfahrt aus dem Weißen See überholen wir das unter dem Marketing-Namen „Kandinsky Prestige“ fahrende Kreuzfahrtschiff Maxim Litvinov, das nahezu baugleich mit der Ivan Bunin ist.

Möwen waren unsere ständigen Begleiter über den Weißen See

Möwen waren unsere ständigen Begleiter über den Weißen See

Unser nächstes Ziel ist das 600-Einwohner-Dorf Goritsy, das wegen seines Christi-Auferstehungs-Klosters aus dem 16. Jahrhunderts bekannt ist.

Tag 5: Goritsy und Kiryllo-Beloserskij-Kloster

Kirillo-Beloserskij-Kloster

Kirillo-Beloserskij-Kloster

Die Attraktion unseres heutigen Stopps in Goritsy liegt sieben Kilometer entfernt in der Kleinstadt Kiryllov: das an einem See gelegene Kiryllo-Beloserskij-Kloster, das der Moskauer Mönch Kiryll am Ende des 14. Jahrhundert hier gründete und das im Laufe der Zeit zu einem der bedeutendsten In Russland wurde.

Die mächtigen Festungsmauern und Wehrtürme rund um das Kloster zeigen, wie wichtig das Kloster einst gewesen sein muss. Innerhalb der Klostermauern stehen zahlreiche Kirchen, in einem Museum sind wertvolle Ikonen aus diesem und anderen russischen Klöstern zu bewundern. Ein weiteres Museum stellt Klöppelspitzen-Arbeiten aus der für dieser für ihre Spitzen berühmten Gegend um die Provinzhauptstadt Vologda aus.

Kirillo-Beloserskij-Kloster

Kirillo-Beloserskij-Kloster

Das nahezu vollständig erhaltene und teilweise bereits restaurierte Kiryllo-Beloserskij-Kloster beeindruckt durch seine enorme Größe, aber auch durch die Schönheit der unterschiedlichen Kirchen und die imposante Wehrmauer. Sechs Mönche leben in dem Kloster heute noch.


Tag 6: Jaroslawl

Kathedrale

Kathedrale von Jaroslawl

Über 1.000 Jahre alt ist die Provinzhauptstadt Jaroslawl, wo die Ivan Bunin heute ihren Stopp einlegte. Ein Teil der Altstadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe, wovon aber leider nur wenig zu sehen ist – zu viele Verkehrs- und Werbeschilder verdecken die teils wunderschönen, alten Häuser, zumeist im klassizistischen Stil. Aber selbst einige alte Holzhäuser stehen in der Innenstadt noch.

Faszinierend ist dagegen die Kirchen-Dichte in der Stadt: Insgesamt 66 Kirchen sollen es sein, von denen wir etwa zehn von außen, zwei von innen gesehen haben. Traumhaft schön, opulent, farbenprächtig, golden ist die Elias-Kirche. Fotografieren ist hier wie in fast allen Kirchen nur gegen Fotografie-Gebühr erlaubt – die 100 Rubel, rund 2 Euro, sind es hier aber unbedingt wert.


Faszinierend auch die erst vor wenigen Jahren gebaute Kathedrale am Zusammenfluss von Wolga und Kotorosl, die mit den für die Region typischen bunten Kacheln verziert ist und über dem Haupteingang sogar eine Ikone aus Kacheln hat.

Vom Turm einer der Kirchen des Christi-Verklärungs-Klosters, den man mit über 120 Stufen zu Fuß über eine abenteuerlich enge Stiege erklimmt, bietet sich ein schöner Ausblick über die Stadt und die vielen Kirchtürme mit ihren silbernen, goldenen und grünen Kuppeln.

Tag 7: Uglitsch

Uglitsch

Uglitsch

Zu Recht ist Uglitsch eines der beliebtesten Touristenziele in Russland. Nicht weit von Moskau entfernt an der Wolga gelegen wurde die Stadt schon im Jahre 973 gegründet, genau an der Stelle wo sich heute der Kreml befindet. Kreml heißt Burg – von deren Befestigung ist allerdings außer einer breiten Brücke nichts mehr zu sehen. Die Mauer rund um das Gelände wurde schon lange entfernt, und so sind nun Kirchen und das Fürstenwohnhaus vom Fluss aus schon aus der Ferne zu sehen.

Der achtjährige Zarewitsch Dimitrij wurde hier 1591 während der Herrschaft von Boris Godunov ermordet. Ob selbiger seine Finger bei dem Tod des kleinen Zarewitsch im Spiel hatte, ist unklar. An der Stelle, an der Dimitrij ums Leben kam, entstand zu seinem Gedenken die heutige Blutskirche mit ihren roten Fassade und hellblauen Kuppeln. Im Innern ist die Kirche mit herrlichen Fresken und einer großen Ikonenwand ausgestattet. Heute ist die Kirche ein Museum.


Uglitsch ist aber auch als Stadt sehenswert: breite Straßen, viel Grün, Parks, Bäume, nur niedrige Häuser, viele sogar aus Holz. Der Ort macht einen gemütlichen Eindruck, wenig Hektik, der Tourismus bestimmt die Stadt, hier werden aber auch Uhren hergestellt, Käse und Mineralwasser – weswegen die Tourguides die Stadt mit einem Augenzwinkern als Schweiz Russlands bezeichnen.

Einfahrt in die Wolga-Schleuse von Uglitsch

Einfahrt in die Wolga-Schleuse von Uglitsch

Direkt nach Uglitsch geht’s dann zusammen mit dem Schwesterschiff Peter Tschaikowsky in die nächste Schleuse, die uns um elf Meter anhebt. Dahinter bringt uns die Ivan Bunin auf der Wolga weiter in Richtung Moskau, wo wir morgen in der Mittagszeit ankommen sollen.

Tag 7: Kaljazin

Der Kirchturm von Kaljazin

Der Kirchturm von Kaljazin

Nur noch der Glockenturm der Nikolai-Kathedrale von Kaljazin ragt aus dem Wasser – und ist damit ein begehrtes Fotomotiv auf der Wolga. Der historische Ort Kajazin wurde bei der Flutung des Uglitscher Stausees 1940 überschwemmt, nur noch der Glockenturm der Kirche ragt aus dem Wasser. Rund um den Turm hat sich über die Jahre ein kleine Insel gebildet, sodass es beinahe so wirkt, als stünde der obere Teil des Turms auf Land.

Die Schiffahrtsroute durch den Uglitscher Stausee führt heute angeblich direkt über den ehemaligen Marktplatz der Stadt. Längst gibt es aber in der Nähe an Land eine neue Stadt mit dem gleichen Namen.

Schleusen

Wolga-Ostsee-Kanal Schleuse Nr. 3

Wolga-Ostsee-Kanal Schleuse Nr. 3

Die vielen Schleusen sind einer der faszinierenden Teile der Reise über Flüsse und Seen von St. Petersburg nach Moskau. Insgesamt 18 Schleusen passiert die Ivan Bunin in fünf Tagen.

Besonders schön ist die Schleuse von Uglitsch mit ihrem Torbogen im spöttisch gerne „Stalin-Barock“ genannten Stil.

Spektakulär und in ähnlicher Form nur an ganz wenigen Orten in der Welt anzutreffen ist eine Abfolge von sechs Schleusen im Ostsee-Wolga-Kanal am südlichen Ausgang des Onegasees, die in kurzer Folge hintereinander gelegen beinahe treppenartig einen Anstieg um zusammen knapp 80 Meter überwinden. Zwischen Schleuse Nr. 1 und Nr. 6 liegt eine Fahrstrecke von nur 37 Kilometern wobei die Schleusen Nr. 3, 4 und 5 tatsächlich unmittelbar hintereinander liegen und die Ivan Bunin jeweils direkt von einer Schleusenkammer in die nächste fährt.


Ähnlich interessant sind die neun Schleusen im Moskau-Wolga-Kanal bei Moskau. Dort überwindet der Kanal noch einmal eine kleine Hügelkette, wobei die Kreuzfahrtschiffe auf der St. Petersburg-Moskau-Route den Abstieg zum Südhafen nicht machen, sondern im hoch gelegenen, nördlichen Passagierhafen festmachen. In vier Schleusen geht es vor Moskau also 32 Meter nach oben, die Strecke zwischen der ersten und der vieren Schleuse beträgt nur 14 Kilometer. Auf unserer Reise hatte es der Kapitän allerdings eilig: Statt wie geplant morgens bis 9 Uhr durch die Schleusen zu fahren, waren wir um 6 Uhr schon durch.

in der Uglitsch-Schleuse, gemeinsam mit der Peter Tschaikowsky

in der Uglitsch-Schleuse, gemeinsam mit der Peter Tschaikowsky

Bei den vielen Schleusen ist es für den Fahrplan von Vorteil, dass in Russland Passagierschiffe grundsätzlich Vorrang an den Schleusen haben, Frachtschiffe also gegebenenfalls warten müssen. Trotzdem ist es für den Kapitän ratsam, sich an die vorgeplanten Zeiten zu halten oder etwas früher als geplant an den Schleusen zu sein, denn schon allein durch die insgesamt etwa 100 Flusskreuzfahrtschiffe, die auf diesem Flusssystem unterwegs sind, kann es schonmal eng werden.

Tag 8: Moskau

Eingang zum Kreml

Eingang zum Moskauer Kreml

Moskau nehmen wir meist nur als düsteres, russisches Machtzentrum wahr, verbinden die Stadt mit aggressiver Politik  der Sowjet-Zeit und undurchschaubaren Schachzügen Vladimir Putins heutzutage. Dabei ist Moskau eine sehr freundliche, großzügige und schöne Stadt, die nur einen kleinen Nachteil hat: Es zu wenig Hotels. Und die wenigen, die es gibt, sind vor allem teure 5-Sterne-Paläste. Eine Flusskreuzfahrt ist da für Touristen eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, die Stadt an der Moskwa zu erleben.

Moskau ist eine alte Zarenstadt, der Kreml (russisch für “Burg” oder “Festung”) weit mehr als nur  Putins Regierungssitz sondern vor allem der historische Kern der Stadt aus dem 15. Jahrhundert mit zahlreichen, imposanten Kirchen, darunter Mariä Himmelfahrt, die Krönungs-Kathedrale für die russischen Zaren, und die Erzengel-Michael-Kathedrale mit den Gräbern der frühen Zaren sowie der mit 80 Metern Höhe sehr beeindruckende Glockenturm.

Kathedralen-Platz

Kathedralen-Platz im Moskauer Kreml

Eine hohe, rote Mauer umgibt den Kreml, innerhalb der Mauern findet man zwei Bereiche: Den Regierungssitz und den für Touristen zugänglichen Bereich mit dem großen Kathedralenplatz als Hauptattraktion. Wer die unsichtbare Linie zwischen frei zugänglichem Bereich und dem Regierungsteil übertritt, wird von den Wachen freundlich aber bestimmt per Trillerpfeife zurückgepfiffen.


Der Rote Platz liegt übrigens außerhalb der Kreml-Mauern, weswegen wir ihn auch erst morgen auf unserer Stadtrundfahrt sehen werden. Heute haben wir den Kreml und seine Kirchen und Kathedralen erst einmal von innen besichtigt.

Tag 8: Moskau bei Nacht

Basilius-Kathedrale

Basilius-Kathedrale

Moskau bei Nacht ist ein Erlebnis. Die Gebäude der Altstadt sind hell erleuchtet, der Roten Platz ist so hell erleuchtet, dass man fast vergessen könnte, dass es Nacht eigentlich ist.  Regelrecht kitschig sticht am Roten Platz das Kaufhaus Gum mit seinen unzähligen Lichtern heraus. Allein die roten Sterne aus Rubinglas an der Spitze einige Türme im Kreml werden mit Lampen von jeweils 5.000 Watt Leistung beleuchtet.

Die Basilius-Kathedrale, schon tagsüber mit ihren farbenprächtigen Kuppeln ein Blickfang, strahlt in der Nacht noch bunter und die Kreml-Mauer erscheint  noch ein wenig roter als untertags. Moskau bei Nacht ist etwas, das man auf keinen Fall verpassen darf. Einfach spektakulär.


Tag 8: Die Moskauer U-Bahn

Metro

Metro

Mit der Moskauer U-Bahn – Metro genannt – fährt man für ein paar Rubel so lange, wie man möchte. Weltberühmt ist die Moskauer U-Bahn vor wegen der opulenten Gestaltung der Bahnhöfe. Besonders prächtig sind die Bahnhöfe an der von Stalin gebauten Ring-Linie mit insgesamt zwölf Stationen, die 1944 fertig gestellt wurde.

Heute hat die Moskauer Metro annähernd 200 Stationen und längst nicht alle sind so spektakulär, aber die Bahnhöfe der Ring-Linie sollte man sich auf jeden Fall ansehen – am besten am späteren Abend, wenn weniger Fahrgäste unterwegs sind und auf den Bahnsteigen kein Gedränge herrscht.


Fotografieren ist in der Moskauer Metro übrigens durchaus erlaubt, auch wenn man gelegentlich anderes liest. Das Fotografier-Verbot gilt nur für Profi-Fotografen, die beispielsweise mit Beleuchtung und Reflektoren etwa Hochzeitsfotos oder Ähnliches in den U-Bahn-Stationen machen wollen.

Tag 9: Moskauer Prominentenfriedhof

Moskauer Prominenten-Friedhof

Moskauer Prominenten-Friedhof

Der Moskauer Prominenten-Friedhof am Neujungfrauenkloster: Seit etwa 100 Jahren wird dort nur beerdigt, wer reich oder berühmt war – oder beides. Mit den Gräbern zahlreicher bekannter, russischer Politiker und Kriegshelden, Sänger und Komponisten, Tänzer und Schauspieler, Schriftsteller und Dichter ist der Friedhof heute so etwas wie ein Museum des Who-is-Who des modernen Russlands.

Maus auf dem Grab von Michael Bulgakow

Maus auf dem Grab von Michael Bulgakow

Der Friedhof ist aber ganz unabhängig von seinen prominenten Toten auch ein faszinierender Park mit kunstvoll gestalteten Grabmälern, verträumten Ecken und hat einen wunderbar morbidem Charme des Verfalls – hier ein schiefer Grabstein, dort eine modrige Holzbank, verwelkte Blumen oder heidnischen Essens-Gaben für die Toten, an denen sich die Mäuse erfreuen – so wie ein kleines Mäuschen, das sich über ein Croissant auf dem Grab des russischen Schriftstellers Michael Bulgakow freute.

Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die auf dem Friedhof beerdigt sind, gehören beispielsweise Nikita Chruschtschow, Boris Jelzin und Raissa Gorbatschowa, Artur Rubinstein, Dimitri Schostakowitsch und Sergei Prokofjew, Anton Tschechow und Nikolai Gogol, Andrei Tupolws, Sergei Iljuschin und Wjatscheslaw Molotow.


Schiffsvorstellung: Ivan Bunin

Ivan Bunin

Ivan Bunin

Es wird Zeit, ein wenig zum Kreuzfahrtschiff zu sagen, auf dem wir in Russland unterwegs sind. Die Ivan Bunin wird von der russischen Reederei Orthodox Cruises mit Sitz in Rostov am Don betrieben, die sich mit insgesamt neun Schiffen auf das Geschäft mit nicht-russischen Gästen spezialisiert hat. Phoenix Reisen hat die Ivan Bunin unter Vollcharter, weswegen die Crew komplett auf deutsches Publikum eingestellt ist. Service-Mitarbeiter sprechen daher durchgehend sehr gutes Deutsch.

Die Ivan Bunin ist eines von insgesamt 27 nahezu baugleichen Kreuzfahrtschiffen der Dmitriy-Furmanov-Klasse (“Projekt 302”), die in den 1980er- und 90er-Jahren in der damaligen DDR gebaut wurden. Die Ivan Bunin selbst ist das achte Schiff und erstes der zweiten Baureihe. Sie entstand 1985 in Boizenburg und wurde 2010 umfassend renoviert. Unter anderem wurden dabei viele Kabinen zusammengelegt, sodass die teureren Kabinen sehr groß sind. Statt ursprünglich 322 fasst die Ivan Bunin nun maximal 204 Passagiere, wobei es auch je acht Vier- und acht Einzelkabinen gibt. Die Ivan Bunin ist das einzige Schiff der Baureihe mit einem kleinen Aussenpool, andere haben aber teils einen Innenpool.

Ivan Bunin

Ivan Bunin

Weil die russischen und ukrainischen Flüsse sowie die Schleusen recht breit sind, sind die Schiffe hier vergleichsweise groß, fünf Decks hoch, 129 Meter lang und 16,7 Meter breit, sodass sich an Bord eher das Gefühl wie auf einem kleinen Hochseeschiff einstellt. Da die Schiffe auch auf großen Seen wie dem Onega- und Ladoga-See fahren, sind sie tatsächlich auch begrenzt hochseetauglich. Laut Kapitän können sie sicher bis zu einer Wellenhöhe von drei Metern fahren, sein Kommentar dazu: „aber besser nicht“. Man warte bei höheren Wellen lieber an einer sicheren Stelle ab, bis sich der See beruhige.

Die Ivan Bunin hat bei 204 Passagieren immerhin 120 Besatzungsmitglieder. Die hohe Crew-Zahl merkt man am herzlichen und freundlichen Service und das Schiff ist trotz seines Alters hervorragend gepflegt und blitzblank sauber. Die Besatzung stammt durchgehend aus Russland, überwiegend direkt vom Firmensitz der Reederei, also aus Rostov. Das Schiff verfügt über Kläranlage und Müllverbrennung, Bugstrahlruder und Stabilisatoren.

Bildergalerie: Ivan Bunin

Neben dem Restaurant am Heck mit großen Panoramafenstern für einen schönen Rundum-Blick hat die Ivan Bunin insgesamt vier Bars: Eine gemütliche Bier-Bar und ein Deck darüber die Panorama-Bar inklusive Außenbereich nach vorne. Die Musik- oder Tanzbar hat eine Tanzfläche und wird für kleinere Shows, für Tanzkurse und Ähnliches verwendet. Zudem gibt es mit der Tschaikowsky-Bar einen in Reihen bestuhlten Veranstaltungsraum für Vorträge.

Auf Kreuzfahrt immer wichtig: das Essen. Auf der Ivan Bunin gibt es bodenständige, russische Küche. Obwohl eher einfach, sind die Gerichte doch sehr lecker zubereitet, Fisch und Fleisch sind zart und auf den Punkt gebraten und liebevoll dekoriert. Wer die russische Alltagsküche kennenlernen will, ist hier genau richtig.

Das passt zu der Reise von St. Petersburg nach Moskau, auf der die Passagiere viel sowohl über das urbane als auch ländliche Russland lernen, die Lebensart, Gastfreundschaft und Geschichte des Landes kennenlernen und – wenn sie möchten – auch ein wenig die russische Sprache, russische Lieder und Tänze.

Russlandreise trotz Ukraine-Krise?

Moskau: Schon die kyrillische Schrift ist schwer zu verstehen, das Land erst Recht

Moskau: Schon die kyrillische Schrift ist schwer zu verstehen, das Land erst Recht

Reisen bildet – der Spruch ist abgedroschen, aber auf unsere Russland-Kreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau trifft er mehr zu als auf die meisten meiner bisherigen Reisen.

Ein Kommentator bei Facebook schrieb zu einem unserer Postings von dieser Reise, er würde zurzeit niemals nach Russland reisen und damit Putins Konfrontationskurs in der Ukraine-Krise unterstützen. Bei allem Respekt – ich denke, das ist der falsche Ansatz: Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, mehr Verständnis für andere Staaten, für andere Kulturen zu entwickeln. Nicht Ablehnung und Prinzipienreiterei bringt uns voran, sondern das aufeinander zugehen, das Bemühen um Verständnis.

Ich halte es gerade bei Konflikten für wichtig, die andere Seite besser kennenzulernen – selbstverständlich nicht, um sie kritiklos zu unterstützen. Sondern um zu verstehen, Hintergründe zu begreifen, Denkweisen nachzuvollziehen, sich in die Kultur eines Landes hineinzudenken. Und nicht zuletzt auch um zu erleben, wie die Menschen in einem Land leben und denken, wie sie der eigenen Regierung möglicherweise kritisch gegenüberstehen und Einblick zu suchen, warum ein Land sich so verhält, wie es das aktuell tut.

„Verstehen kann man Russland nicht, und auch nicht messen mit Verstand. Nur glauben kann man an das Land.“

Natürlich kann man auf einer zehntägigen Flusskreuzfahrt nicht ein so kompliziertes Land wie Russland verstehen, von dem der russische Dichter Fjodor Tjuttschew schon 1866 sagte: „Verstehen kann man Russland nicht, und auch nicht messen mit Verstand. […] Nur glauben kann man an das Land.“ Und die wenigsten wollen sich auf einer Urlaubsreise mit umfangreichen politischen Diskussionen beschäftigen.

Aber man kann eigene, persönliche Eindrücke sammeln und dabei Vorurteile abbauen, man kann die wunderbare Gastfreundschaft der Russen kennenlernen, ihren schwermütigen Nationalstolz ein wenig besser nachvollziehen, mit einem Blick in die Geschichte des Landes begreifen, warum Russen ein anderes Demokratieverständnis haben als wir. Man kann auch verstehen, warum die Art und Weise, wie (nicht nur) Putin das Land regiert, auch viele Vorteile für die Menschen in Russland bringt.

Roter Platz

Moskau, Roter Platz

Man sieht mit Erstaunen und Freude, dass Russland sein kulturelles Erbe, das in der Sowjet-Zeit die Vernichtung drohte, heute wieder sehr wertschätzt, mit sehr viel Geld pflegt oder wieder aufbaut. Viele Milliarden Rubel gehen in die Restaurierung historischer Paläste und Klöster, die Städte und Parks werden besser gepflegt als in so mancher deutschen Stadt.

Und so halte ich es für genau den richtigen Zeitpunkt, um Russland zu bereisen, das Land, die Menschen kennenzulernen, zu verstehen, zu staunen, auch ein wenig zu bewundern.

Eine Reise auf der Ivan Bunin ist dafür besonders geeignet. Denn Phoenix Reisen arbeitet in Russland schon lange mit der im Süden Russlands, in Rostow am Don beheimateten Reederei Orthodox Cruises zusammen, die sich mit neun Schiffen auf ausländische Märkte spezialisiert hat und auch zwei Schiffe für Phoenix Reisen betreibt: mit russischer Crew, mit russischer Gastfreundschaft, mit russischer Küche. Es macht Spaß, das zu erleben und die Kreuzfahrt war richtig gut. Den Vergleich zu vielen anderen Flusskreuzfahrten in Deutschland, in Frankreich, in den USA, die wir bisher erlebt haben, braucht die Ivan Bunin nicht zu scheuen.

Kaufhaus Gum am Roten Platz

Kaufhaus Gum am Roten Platz in Moskau

Bei Landausflügen mit – sehr gut deutsch sprechenden Guides – wie auch an Bord des Schiffs baut sich das eine oder andere Vorurteil ab, wenn man beispielsweise erlebt, wie penibel die Crew das Schiff in Schuss hält, das übrigens ein in Deutschland gebaut wurde, noch zu DDR-Zeiten. Wenn man herzlichen und aufmerksamen Service erlebt, wo man Russland – vorurteilsbehaftet – oft eher mit Ruppigkeit und Kasernenton verbindet. Doch nichts ist auf der Ivan Bunin ferner als das.

Um mit Fjodor Tjuttschew zu sprechen: Ich habe auf dieser Reise ein wenig Glauben an Russland gewonnen. Die Reise hat mich gelehrt, Russland künftig mit etwas anderen Augen zu sehen. Das Land zu verstehen ist eine große Herausforderung. Die Menschen in Russland zu mögen, ist dagegen einfach.

Tag 9/10: Moskau

Zum Abschluss unserer Reise mit Phoenix Reisen auf der Ivan Bunin von St. Petersburg nach Moskau noch ein paar Impressionen aus Moskau, mit Kreml, Basilius-Kathedrale, Neujungfrauenkloster, dem berühmten Kaufhaus Gum, der Flaniermeile Arbat und ein paar Blicken auf die Stadt und den Kreml von der Moskwa aus bei einer kleinen Ausflugsfahrt auf dem Fluss:


Fazit und Infos

Ivan Bunin

Ivan Bunin

Ein kurzes Fazit soll die Berichterstattung zu unserer Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau über sechs Flüsse, zwei Kanäle und fünf Seen abschließen und die wichtigsten Aspekte noch einmal knapp und prägnant zusammenfassen. Eine sehr ausführlichen und detaillierten Reisebericht und Schiffsvorstellung lesen Sie außerdem auf unserer Schwester-Website “Carmen’s Cruise Diary“.

Russland, von St. Petersburg nach Moskau: Die Fahrtroute eine perfekte Kombination aus jeweils zwei vollgepackten und erlebnisreichen Tagen in den großen Städten St. Petersburg und Moskau und ziemlich erholsamen Tagen auf den Flüssen, Seen und Kanälen in den Tagen dazwischen mit täglich einem geruhsamen Stopps mit faszinierenden Besichtigungen von alten Klöstern, Kirchen und Freilichtmuseen. Der Kontrast zwischen Großstadt und ländliche Idylle ist wunderbar und zeigt Russland von ganz verschiedenen Seiten.

Phoenix Reisen, Orthodox Cruises: Orthodox Cruises betreibt die Ivan Bunin für Phoenix Reisen und ist als russische Reederei auf ausländische Gäste spezialisiert. Der große Vorteil: Die Crew stammt durchweg aus Russland, der Passagier hat dadurch über die ganze Reise hinweg direkten Kontakt zu Russen und kann das Land so viel intensiver kennenlernen. Phoenix Reisen kümmert sich in offenbar enger und schon seit Jahren bestehender Zusammenarbeit darum, das die Anforderungen und Eigenheiten der deutschen Gäste sinnvoll einfließen.

Ivan Bunin

Ivan Bunin

Das Schiff – Ivan Bunin: Die 2010 umfassend renovierte Ivan Bunin ist hervorragend gepflegt, ein so sauberes Schiff bis in die letzten Ecken haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Besonders gefallen außerdem die vielen, überwiegend überdachten Außendecks inklusive eines rundum laufenden Promenadendecks, wie man es auf Flusskreuzfahrtschiffen selten findet – freilich dadurch bedingt, dass die Schiffe in Russland auch deutlich größer sind als beispielsweise auf Rhein oder Donau. Die Anmutung der Ivan Bunin ist mehr die eines kleinen Hochseeschiffs als eines typischen Flusskreuzfahrtschiffs.

Bildergalerie: Ivan Bunin

Service: Der Service an Bord ist sehr aufmerksam, freundlich, bisweilen regelrecht herzlich. Die Bar-Kellner, Mitarbeiter an der Rezeption und die Reiseleiterin von Phoenix Reisen sprechen hervorragendes Deutsch, die Kabinenstewards und Kellner verstehen zumindest ein wenig Deutsch. Daneben stehen aber immer auch Dolmetscher zur Verfügung, sodass es eigentlich nie Verständigungsschwierigkeiten gibt. Offizielle Bordsprache ist Deutsch.

Essen: Das Essen an Bord der Ivan Bunin besteht aus relativ einfachen Gerichten der traditionellen, russischen Küche, die aber liebevoll und kreativ am Teller präsentiert werden. Verwendet wird in der russischen Küche beispielsweise viel Weißkohl, Kartoffeln, Schweinefleisch und Fisch. Gewürzt wird häufig mit Dill, gerne auch mit Knoblauch. Die Gerichte sind in ihrer Einfachheit hervorragend zubereitet und fast immer auf den Punkt gegart und bringen den Passagieren die russische Küche auf angenehme Weise nahe. Zur Auswahl stehen gewöhnlich drei Hauptgerichte, davon ein vegetarisches. Dazu gibt es Salat, Suppe und Nachspeise. Sehr angenehm sind feste Plätze im Restaurant, die für Frühstück, Mittag- und Abendessen gelten.

Getränke: Getränke sind an Bord sowohl im Restaurant als auch an den Bars extra zu bezahlen. Die Preise sind sehr moderat. So kostet ein halber Liter Mineralwasser 1 Euro, ein halber Liter (sehr gutes) einheimisches Bier 3 Euro, 0,33 l Pepsi Cola für 1,50 Euro, ein Glas Wein (ca. 0,15 l) ist für 3,50 Euro zu haben, die Flasche zwischen 17,50 und 25 Euro.

Kabinen: Die Kabinen auf der Ivan Bunin sind zweckmäßig eingerichtet, die Betten groß und bequem, die Bäder der günstigeren Kabinen-Kategorien allerdings recht klein. Fön ist vorhanden, Duschgel und Shampoo jedoch nicht, sondern lediglich ein Stück Seife. Auch Kosmetiktücher sollte man bei Bedarf selbst mitbringen. Die Außenkabinen auf den oberen Decks haben Fenster zur jeweils umlaufenden Promenade, die sich öffnen lassen. Die Klimaanlage lässt sich gut regulieren und auch komplett abschalten. Das Klima-Gebläse ist in eingeschaltetem Zustand ein wenig laut, das Geräusch ist jedoch sehr gleichmäßig und damit wenig störend.

Bildergalerie: Kabinen auf der Ivan Bunin

Internet/WLAN: Internet via WLAN ist an Bord der Ivan Bunin kostenfrei verfügbar, sofern man sein eigenes Laptop mitbringt. WLAN ist grundsätzlich in der Panorama-Lounge verfügbar, aber auch in den umliegenden Kabinen und Außendecks. Die Netzabdeckung ist auf der ganzen Reise gut, lediglich außerhalb der Städte, insbesondere weit abseits von Ortschaften während der Fahrt gibt es gelegentlich Funklöcher.

Landausflüge: Viele Landausflüge sind im Reisepreis inkludiert, weitere Ausflüge in den beiden großen Städten können zu sehr fairen Preisen um die 40 Euro für Halbtagsausflüge hinzu gebucht werden. Die Ausflüge werden immer von einem der Borddolmetscher begleitet, die Reiseführer vor Ort sprechen durchweg bestes Deutsch und sind fast durchweg sehr gut.

Persönliches Fazit: Insgesamt hat uns die Reise sehr positiv überrascht und Russland als kulturell und historisch sehr interessantes und vielfältiges Reiseland empfohlen. Der Erholungswert ist vor allem auf der Fahrstrecke außerhalb der beiden großen Städte hoch, zugleich bieten die Stopps unterwegs aber auch echte Sightseeing-Highlights. Die Erfahrungen und Erlebnisse wecken den Wunsch, bald wieder auf russischen Flüssen zu fahren und auch den südlichen Teil der Wasserwege von Moskau bis nach Rostow am Don zu entdecken.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf der Ivan Bunin auf Einladung von Phoenix Reisen.

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8 Kommentare zu Mit dem Flusskreuzfahrtschiff von St. Petersburg nach Moskau

  1. Eike on August 1, 2014 at 1:32 pm

    Wow, Schloßplatz ohne Busse… als wir Anfang Juli in Petersburg waren, hat man vor lauter Bussen nichts mehr gesehen. :( Egal wo man hinkam, überall Busse. Wir haben da schon gewitzelt, daß wir nicht in Petersburg sind, sondern auf einer russischen Busmesse. ;-)

  2. Wendy on August 1, 2014 at 10:44 pm

    Fotos im Bernsteinzimmer – holla – bei uns achteten sie peinlichst drauf, daß ja niemand dort fotografiert ;-) Unser Guide tröstete uns mit den hervorragenden Bildern, die es im Internet gäbe…

  3. Franz Neumeier on August 2, 2014 at 5:19 am

    Im Bernsteinzimmer selbst ist Fotografieren auch strikt verboten. Aber von außerhalb darf man hineinfotografieren, und genau das habe ich gemacht ;-) Da hat tatsächlich niemand was dagegen …

  4. Wendy on August 10, 2014 at 9:14 pm

    Ich bin viel gereist und ich reise viel und habe auch noch vor, viel zu reisen.

    Was ich mir während meiner Zeit im Reisebüro abgewöhnt habe ist, mit Vorurteilen auf eine Reise zu gehen.

    Ich glaube nämlich nicht, daß unser Verständnis darüber, wie ein Land “zu funktionieren” hat unbedingt auf die ganze Welt zu übertragen ist.

    Ich war 1990 und 1991 in Peking – und das hat mich gelehrt, daß wir ganz sicher eine Sicht auf Dinge haben – die dürfen wir auch haben. Nur – das funktioniert nicht überall. Oder aber nicht in der Form wie bei uns. Auch wir haben die Schritt zur Demokratie nicht in 2 oder 3 Jahren geschafft.

    Und selbst bei uns ist das ein fragiles Konstrukt – immer wieder bedroht. Der Bürger muß seine Rechte durchaus einfordern – denn der Staat hätte immer gerne mehr Kontrollmöglichkeiten.

    Ich habe auch noch nie jemanden gehört, der einem von einer Reise nach Singapur abgeraten hätte – dabei hat Singapur alle Merkmale einer Diktatur.

    Ich bin für mich zur Überzeugung gelangt, daß es vermessen ist, Bewohnern anderer Länder zu missionieren, was für sie das Beste ist.

    Ich reise gerne und ich werde mir ansehen, was mir geboten ist. Das beinhaltet nicht, in Kriegsregionen zu reisen – es ist schließlich kein Wettbewerb, wer das exotischste Land bereist.

    Urteilen werden ich nicht.

  5. Achim Tandler on August 12, 2014 at 9:37 am

    Vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht – und besonders für die toleranten Worte zur “russischen Seele”.
    Die rundum laufenden Promenadendecks, welche Ihnen besonders gefallen haben, sind allerdings ein Grund, der uns bisher davon abgehalten hat, mit einem Schiff dieser Baureihe zu fahren. Man kommt sich in seiner Kabine doch wie auf dem Präsentierteller vor – verspiegelt werden die Fenster wohl kaum sein, oder?

  6. Franz Neumeier on August 12, 2014 at 9:51 am

    In der Tat sind die Fenster nicht verspiegelt. Ich habe das aber nicht als Problem empfunden, denn in der Kabine hält man sich eigentlich nur sehr selten auf angesichts der schönen Aufenthaltsräume und der vielen Sitzgelegenheiten rund um die Decks.
    Wenn man in der Kabine ist, zieht man halt die Vorhänge zu – was man auf Flussschiffen aber ohnehin (und auch hier) oft tun muss, weil mehrere Schiffe nebeneinander anlegen und dann direkt vor dem Fenster schon das Fenster zur Kabine eines Nachbarschiffs ist. Die Promenade schafft in dieser Hinsicht sogar einen sehr angenehmen Abstand.

  7. Alex on Juni 10, 2015 at 3:46 am

    Ich halte den Autor vor allem für politisch desinformiert oder manipuliert von unseren Massenmedien.

    “Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, mehr Verständnis für andere Staaten, für andere Kulturen zu entwickeln. …”

    In welchen Zeiten denn? In einer Zeit, wo die westlichen Medien eine Lüge nach der anderen bringen, in der Politiker wie Merkel die EU durch ihre russlandfeindliche Politik in denAbgrund reißt und wo sich unsere Massenmedien bemühen, die russische Führung als Dämon darzustellen.

    Warum brauchen Sie dann “mehr Verständnis für Russland”? Wäre es da nicht angezeigt, UNSERE Politik und UNSERE Medien zu hinterfragen?

    “… Und nicht zuletzt auch um zu erleben, wie die Menschen in einem Land leben und denken, wie sie der eigenen Regierung möglicherweise kritisch gegenüberstehen und Einblick zu suchen, warum ein Land sich so verhält, wie es das aktuell tut.”

    Wie verhält es sich denn momentan? Ist ja ganz böse, dass es bei den Ausbeutungsversuchen nicht klein nachgibt.
    https://www.youtube.com/watch?v=6AnqZs4jCxQ

    Jeder, der glaubt, das Verhältnis Westen-Russland hänge mit der Krim zusammen, hat nicht aufgepasst, wie sich der Westen schon davor verhalten hat.
    Kann sich niemand an Sotschi erinnern, wo die Kommentatoren UNERTRÄGLICH antirussisch kommentierten, sodass man auf andere Sender umschalten musste?

    Oder davor: Merkel kümmerte sich mehr um die “Menschenrechte” von Pussy Riot als darum, dass in den EU-Staaten Lettland und Estland ein Drittel der Bevölkerung völlig rechtlos ist und nicht mitwählen darf, auch nicht für ihre Belange, nicht im Staatsdienst arbeiten darf. Ja sie haben nicht einmal eine Staatsbürgerschaft (Nichtbürger). Eine

    Angeblich konnte sie nicht nach Sotschi fahren, da in Russland Reklame für Homosexualität verboten ist, aber nach Brasilien konnte sie reisen, obwohl es da mit Menschenrechtsverletzungen viel schlimmer aussieht.

    Und hier glaubt der Autor, von Russland etwas entschuldigen zu müssen.

    Mit wie vielen Russen haben sie denn geredet?
    Nicht dasss ich glaube, dass es dort keine Kritiker gibt.
    Abr wohl kaum einer wird sich für die russische Politk „entschuldigen“ wollen. Einfach, weil es nichts gibt, wofür sich ein Russe entschudigen müsste.
    (übrigens ganz im Gegensatz zu uns)

  8. Franz Neumeier on Juni 10, 2015 at 7:14 am

    @Alex: Ich haben den Eindruck, Sie haben meinen Text falsch verstanden. Mir ist nicht ganz klar, warum Sie mich kritisieren, denn im Grunde habe ich nichts anderes angedeutet, als Sie ebenfalls schreiben, ich habe mich lediglich zurückhaltender ausgedrückt.

    Aber zuerst und am wichtigsten: Dies ist eine Reise-Reportage, kein politisches Essay. Das Ziel des Textes ist es also in keiner Weise, die politische und gesellschaftliche Situation in Russland umfassend darzustellen und das Verhältnis und das Verhalten des Westens gegenüber Russland zu analysieren. Das bitte ich doch dringend zu beachten.

    Daher geht es mir in den von Ihnen kritisierten Textpassagen auch nicht darum, herauszufinden, wer nun Schuld ist oder nicht (diese Frage ist in so komplexen Zusammenhängen meiner Ansicht nach ohnehin sinnlos oder allenfalls geeignet, in einem mehrere Hundert Seiten umfassenden Buch halbwegs ausgewogen behandelt zu werden).

    Mein Ausgangspunkt ist die weit verbreitete – wie Sie richtig feststellen von den Massenmedien und der Politik geprägte – Meinung und Stimmung im Westen gegenüber Russlands. Und ich sage, dass ein Besuch in Russland einem hier ein wenig die Augen öffnen kann und eben einen Blick über den im Westen recht einseitig gezeichneten Tellerrand geben kann. Mehr will ich, wie gesagt in einer Reise-Reportage, dazu auch nicht sagen.

    Dies nur zur Erklärung und vielleicht auch zur Ausräumung eines Missverständnisses. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich diese Diskussion hier auch nicht weiter führen will. Dies ist keine politische Website und ich will hier auch keine politischen Diskussionen führen. Seien Sie jedenfalls versichert, dass ich als Diplom-Politologe zwar kein Russland-Experte bin, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge aber durchaus ganz gut erfassen und beurteilen kann und mich aufgrund meiner langen Erfahrung als Journalist, der auch für große Massenmedien gearbeitet hat, nicht übermäßig von verzerrter Darstellung von Sachverhalten in den Medien manipulieren lasse.

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