Als Journalist frustriert es mich zutiefst, wenn Kollegen mit haarsträubend schlechter Arbeit den Ruf des eigenen Berufsstands ruinieren. Aktuell geschehen in einer Reportage des ZDF über TUI und TUI Cruises: Anonyme, sogenannte „Insider“ dürfen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ungeprüften Unsinn über ein Unternehmen verbreiten. Die Redaktion hatte offenbar mehr Interesse an Effekthascherei und Skandalisierung als an der Wahrheit. Meine Meinung dazu, und ein paar Hintergründe und Zusammenhänge, die das ZDF in seiner Reportage „vergessen“ hat zu erwähnen.
Das ZDF bleibt sich treu: Im Mai 2023 schrieb ich „Insider-Reportage über AIDA ist ein journalistischer Tiefpunkt für das ZDF“. In derselben Reihe „Die Insider“ hat das ZDF nun über TUI berichtet. Einige Teile des Films beziehen sich auf TUI Cruises. Ausdrücklich nur über diese Teile soll es hier gehen, für die übrigen Teile fehlt mir der nötige, fachliche Einblick.
Wenig überraschend in diesem oberflächlichen Format ist bereits, dass mit keinem Wort erwähnt wird, dass „TUI“ und „TUI Cruises zwei unterschiedliche Unternehmen sind. Denn TUI Cruises ist nunmal ein Joint-Venture zwischen TUI und Royal Caribbean und nicht einfach ein Teil von TUI. Die Reportage suggeriert durch die Vermengung aber, dass Aussagen über „TUI“ auch für TUI Cruises gelten.
Schlampige Arbeitsweise in vielen Details
WERBUNG: unterstützen Sie cruisetricks.de mit Ihrer TUI-Cruises-Buchung über diesen Link
(ohne Mehrkosten für Sie!)
Symptomatisch für die Arbeitsweise des ZDF, wenn auch eine Kleinigkeit, ist schon das Titelbild der Reportage: Es zeigt die Mein Schiff Herz – das Schiff fährt aber schon seit Mai 2023 nicht mehr für TUI Cruises und ist heute als Marella Voyager bei der britischen TUI-Tochter Marella Cruises. Marella Cruises wird in dem Beitrag aber nicht einmal erwähnt.

Laut ZDF gehören „acht Kreuzfahrtschiffe zum Konzern“ – tatsächlich sind es aber allein acht der Marke Mein Schiff, dazu fünf von Marella Cruises (bei der TUI-Tochter TUI UK) und fünf von Hapag-Lloyd Cruises (als Teil von TUI Cruises), insgesamt also 18.
In den KI-generierten Kapitel-Abtrennungen (übrigens nicht als KI-generiert gekennzeichnet) kommt unter anderem die Seitenansicht eines Kreuzfahrtschiffs vor, das der Silhouette der Disney Fantasy äußerst nahe kommt, lediglich ein wenig verzerrt und mit dem TUI-Logo und Mein-Schiff-typischer Aufschrift versehen. Eine sorgfältig arbeitende Redaktion hätte darauf geachtet, dass auch bei KI-Erzeugung von Bildern ein Schiff der richtigen Reederei verwendet wird.

Der einzige „Insider“, der in dem Film in Zusammenhang mit TUI Cruises zu Wort kommt, ist „Frank“, laut ZDF ein ehemaliger Restaurantleiter bei TUI Cruises. Wie man aus der Verwendung bestimmter Begriffe in seinen Zitaten entnehmen kann, muss das schon einige Jahre her sein. Denn er spricht beispielsweise von „Gastgebern“ – die es bei TUI Cruises zumindest mit dieser Bezeichnung schon seit einigen Jahre nicht mehr gibt.
30 bis 40 Prozent der Lebensmittel in den Müll?
„Insider Frank“ sagt: „30 bis 40 Prozent der Lebensmittel, die wir produziert haben, sind in den Müll gegangen.“ Das ZDF hat sich offenbar nicht die Mühe gemacht, diese Aussage zu hinterfragen. Denn schon aus wirtschaftlichen Gründen wäre es für eine Reederei völlig unsinnig, so viele Lebensmittel wegzuwerfen. Gerade Profitgier schwingt in den Vorwürfen des Films ständig mit. Unter diesem Aspekt beinhaltet diese Aussage einen harten Widerspruch selbst zu den eigenen Annahmen des Films, den man als Journalist dringend aufklären sollte, bevor man solche Aussagen – offenbar ungeprüft – veröffentlicht.
Der Film suggeriert, dass alle Lebensmittelabfälle zerkleinert und ins Meer gekippt werden – natürlich heimlich nachts oder während des Abendessens, damit die Passagiere es nicht mitbekommen. Immerhin enthält der Film den Hinweis, dass das sogar legal wäre. Und in kleineren Mengen auch überhaupt nicht bedenklich, wie indirekt auch der im Film zitierte Nabu-Sprecher sagt.
Nur: Es stimmt eben überhaupt nicht. Die Realität sieht ganz anders aus als von dem offenbar ahnungslosen oder ZDF-Insider geschildert. Vielleicht wurden seine Aussagen auch nur so zurechtgeschnitten, dass sie zur vordefinierten Stoßrichtung der Redaktion passten. Wie es tatsächlich an Bord aussieht, habe ich schon einmal 2017 ausführlich in einem Beitrag zum Food-Waste-Programm von TUI Cruises berichtet (nachdem ich mir das alles vor Ort auf der Mein Schiff 4 genau angesehen und mit tatsächlichen Insidern gesprochen habe) – und ein Update zu Müll auf Kreuzfahrtschiffen insgesamt.
Oder sollte die Dienstzeit des zitierten „Insiders“ womöglich schon so um die zehn Jahre her sein, dass er diese Programme und den aktuellen Stand zum Thema Food Waste bei TUI Cruises (und nahezu allen anderen Reedereien) gar nicht kennt?
Keine individuelle Sonnenliege für jeden der über 3.000 Passagiere
Quasi „copy & paste“ aus dem alten AIDA-Film hat die Produktionsfirma beim Thema Sonnenliegen gemacht: dieselben, auch als Wiederholung weiterhin unsinnigen Vorwürfe.
Sogar der „Insider“ sagt selbst: „An Bord haben wir mehr als 3.000 Gäste. Jedem sollte klar sein, dass da am Pooldeck keine 3.000 Liegen sein werden.“ Also: Jeder Passagier weiß das vorher. Wo ist der Skandal? Abgesehen davon ist es ohnehin absurd so zu tun, als würden zu irgendeinem Zeitpunkt während einer Kreuzfahrt ausnahmslos sämtliche Passagiere gleichzeitig am Pool liegen wollen.
Zu den Themen „Sonnenliegen“ und „Food Waste“ hat TUI eine ausführliche Stellungnahme abgegeben, die ich hier nicht wiederholen muss. Diese TUI-Aussagen sind nachvollziehbar und entsprechen meinem Wissen und meiner Erfahrung an Bord von TUI-Cruises-Schiffen.
Noro, Covid und russische Oligarchen – alles in einen Topf
Für mich als Journalist schwer zu ertragen ist auch eine Abfolge von Aspekten in einem solchen Film, die auf seltsame Art miteinander verknüpft werden, um TUI und TUI Cruises absichtlich in ein schlechtes Licht zu rücken. Die Absicht dahinter ist so offensichtlich, dass man sich dafür in Grund und Boden schämen sollte.
Da geht es erst um Noro-Ausbrüche an Bord von Kreuzfahrtschiffen: Mit zusammenhanglosen Zahlen und einer verantwortungslosen Dramatisierung, wie man schon aus dem Film selbst erkennen kann. Erst werden Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC zitiert: 2024 habe es „mindestens 16 Ausbrüche von Magen-Darm-Erkrankungen“ gegeben, „so viele wie seit Jahren nicht mehr, die meisten Noro“. Die Zahl ist nicht falsch, bezieht sich aber nur sehr am Rande auf TUI Cruises, denn deren Schiffe fahren nur zu einem kleinen Teil im Erfassungsbereich dieser Statistik
Der „Insider“ sagt, er sei jahrelang bei TUI Cruises gewesen und habe zwei bis drei Ausbrüche selbst miterlebt. Ehrlich? Zwei bis drei? Ein Noro-Ausbruch soll dramatisch sein und er kann sich nicht einmal genauer daran erinnern, ob es zwei oder drei waren? Und überhaupt: bei jahrelanger Tätigkeit gerade einmal zwei oder drei? Was rechtfertigt da diese dramatische Panikmache um Noro auf Kreuzfahrtschiffen?
Der Film sagt: „Ist ein Virusfall an Bord, dann beginnt für die Crew der Kampf gegen die Keime.“ – und suggeriert damit, dass vorher quasi nichts zur Prävention getan wird.
Dann wird erwähnt, dass Passagieren eine Entschädigung zustehe, wenn die Reederei nicht genug zur Prävention von Noro-Ausbrüchen getan habe. TUI Cruises versuche, „genau das zu vermeiden“ – also, die Entschädigungszahlen, nicht die Noro-Ausbrüche.
Im nächsten Schritt kommt dann nahtlos die Pandemie ins Spiel: Noro sei schon schlimm genug, aber „was ist, wenn ein Virus weltweit die Branche lahmlegt?“ Als ob es irgendeinen Zusammenhang zwischen Noro und Covid-19 gäbe. Und erneut nahtlos kommt dann auch noch ein „russischer Oligarch“ als Investor bei TUI (TUI, nicht TUI Cruises) ins Spiel – mit dem mehr als durchschaubaren Versuch, TUI auch noch in die Ecke schmuddeliger Finanzgeschäfte zu rücken.
„Enthüllend“ ist die Insider-Reprotage mehr über das ZDF als TUI
Auf der ZDF-Website ist der „Insider“-Film als „enthüllend“ getaggt. Wenn jemand andere in den Dreck zieht, sagt das ja oft mehr über denjenigen aus, der so etwas sagt, als über denjenigen, über den er spricht. Und das ist auch hier der Fall: „Enthüllend“ ist in dieser Reportage vor allem, wie wenig das ZDF daran interessiert ist, wahrhaft zu informieren und fundiert zu recherchieren.
Stattdessen werden sensationsheischend Halbwahrheiten und nicht vorhandene Zusammenhänge kolportiert, die ein Unternehmen in ein schlechtes Licht rücken sollen – und das ist nicht Ergebnis von Recherche, sondern mutmaßlich von Anfang an das vorgegebene Ziel.
Nicht zuletzt kann man auch erhebliche Zweifel an den vom ZDF unkenntlich gemachten und anonym präsentierten „Insider“-Zeugen hegen. In einer Stellungnahme schreibt die TUI Group dazu: „Die Produktionsfirma Filmfee aus Berlin hat für ‚Die Insider‘ über die letzten Jahre viele ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeschrieben, um besonders dramatische Geschichten über TUI zu finden. Darunter auch Fälle, in denen Mitarbeitende bereits viele Jahre nicht mehr bei TUI beschäftigt waren. Vom Ex-Reiseleiter bis zur ehemaligen Vorständin sind viele Mitarbeiter an uns herangetreten, die von der Produktionsfirma kontaktiert wurden, aber dankend abgelehnt haben. Für die Interviews wurde 800 Euro Gage geboten.“
Wenn es stimmt, dass 800 Euro „Gage“ geboten wurden (und nicht nur beispielsweise Reisekosten erstattet wurden), dann widerspricht das den ethischen Standards im seriösen Journalismus und legt – insbesondere, wenn es nicht offengelegt wird – nahe, dass Zeugen für eine bestimmte, inhaltliche Aussage gezahlt wurden. Ob tatsächlich eine Gage geboten oder gezahlt wurde, kann ich nicht nachprüfen.
TUI zieht auch in Zweifel, ob es sich bei den „Insidern“ überhaupt um ehemalige Mitarbeiter handelt. Fast zwei Jahre lang habe die Produktionsfirma nach „Insidern“ gesucht.
Entweder ist die Produktionsfirma also wirklich schlecht, wenn sie nicht in der Lage ist, anständige Zeugen aufzutreiben. Oder sie hat schlicht keine ehemaligen oder aktuellen Mitarbeiter von TUI und TUI Cruises gefunden, die zum mutmaßlichen, vordefinierten Ziel gepasst hätten: TUI und TUI Cruises gezielt schlechtzumachen, um damit Einschaltquote zu machen, unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Aussagen.





Schön geschrieben. Insbesondere dem stimme ich zu „Stattdessen werden sensationsheischend Halbwahrheiten und nicht vorhandene Zusammenhänge kolportiert, die ein Unternehmen in ein schlechtes Licht rücken sollen – und das ist nicht Ergebnis von Recherche, sondern mutmaßlich von Anfang an das vorgegebene Ziel.“
Mal unterstellt, man würde intensiv und seriös nachforschen und käme zu dem Ergebnis „alle prima“. Würde man das dann trotzdem verbreiten oder lieber nicht ausstrahlen? Ich denke auch, mögliche positive Aspekte, die man vielleicht tatsächlich ermitteln konnte, werden bewusst verschwiegen, weil das nicht in das Bild passt, was man erreichen will.
Btw.: Die angeblichen ex-Mitarbeiter wurden unkenntlich gemacht? Da kann man ja gar nicht nachprüfen, ob das überhaupt ehemalige TUI-Mitarbeitsr sind. Vielleicht sitzen da auch ZDF-Mitarbeiter, die nie für TUI Cruises tätig waren, wer weiss?
Zumn Thema Lebensmittelverschwendung bin ich ohnhin der Meinung, in wessen Eigentum etwas steht, der kann auch damit tun, wa er will. Jemand wirft sein Handy an die Wand und es wird zerstört? Soll er doch, er muss es dann auch bezahlen.
Moin, bei der Kreuzfahrt ging es außerdem um Mein Schiff, zu TUI Cruises gehört ja nun auch noch Hapag Lloyd Cruises. Aber weder in dem einen noch in dem Anderen Fall kommt der Name TUI drin vor, vielleicht wurde deswegen die Muttergesellschaft genannt und Mein Schiff gemeint.
Danke für den schönen Beitrag.
@Meyer: Vermutlich hat die Redaktion nicht einmal wahrgenommen, dass Hapag-Lloyd Cruises zu TUI Cruies gehört. Aber ehrlicherweise finde selbst ich es beim Schreiben von Beiträgen sehr schwierig, für dieses Konstrukt die richtigen Worte zu finden. Ich versuche dann immer sowas wie „Mein-Schiff-Flotte“ oder sowas, denn wenn man über den Mein-Schiff-Teil von TUI Cruises spricht, gibt’s einfach kein vernünftiges Wort, weil „Mein Schiff“ halt eine Marke und keine Formenbezeichnung ist und sich im Sprachgebrauch „Mein Schiff“ eben auch eher für ein Schiff und nicht für die Reederei/Marke etabliert hat. Da ist TUI Cruises schon auch ein wenig selbst Schuld (an der Begrifflichkeitsverwirrung, nicht an der miesen Berichterstattung des ZDF).
Als ehemaliges Crewmitglied der MEIN SCHIFF Flotte kann ich Deiner Berichterstattung nur zustimmen!!!
Das ZDF will in letzter Zeit mit solchen Einträgen nur noch „Traffic“ generieren. Journalismus sieht anders aus!
Das Schlimme an solchen TV-Berichten ist, dass das zusehende Publikum an einer positiven Darstellung garnicht interessiert ist. Negativ-Berichte weiter zu geben macht doch unheimlich viel Spaß und auch ich werde immer wieder dafür verurteilt, dass ich mich so einer „Verschwendung“ und Umweltbelastung hingebe. Ich habe aufgehört mich zu rechtfertigen.
Danke aber für deine Darstellung. Leider kriegt die Masse so etwas gar nicht zu lesen bzw. würde das ganz sicher bewusst „überlesen“ denn nur Negatives hat wirklich Bestand.
Gruß Karin
Herzlichen Dank für diesen fundierten Kommentar! Der TV-Beitrag ist leider ein Armutszeugnis für eine gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Anstalt. So gerne ich ZDF schaue: Es sollte sich dringend von dieser Produktionsfirma trennen und die Sorgfalt der zuständigen Redaktion prüfen.
Gruß Christian
@Christian: Ich kenne diese konkrete Produktionsfirma nicht, aber in der Vergangenheit habe ich selbst auch schon erlebt, dass das Problem vor allem von der Redaktion beim ZDF ausgingen (ebenfalls eine andere als in diesem Film). Der Redakteur der Produktionsfirma hatte sehr gut recherchiert, die Redaktion hat die Geschichte dann aber wider besseren Wissens auf die üblichen, halbgaren und vorurteilsbesetzten Stereotypen reduziert. Letztlich trägt auf jeden Fall die Redaktion die Verantwortung dafür und die sollte sich, mit Verlaub, in Grund und Boden schämen. Tatsächlich klopfen sie sich wahrscheinlich gegenseitig auf die Schulter, weil der Beitrag hohe Einschaltquoten/Klickzahlen erzielt – wenn auch aus den falschen Gründen ;-)
Top, Franz! Vielen Dank für deine fundierte und souveräne Klarstellung.
Guten Tag, wir können nur sagen, dass wir nach einer Kreuzfahrt mit mein Schiff 6 nie wieder mit Mein Schiff TUI fahren werden. Unsere Balkonkabine war gut, der einzige Pluspunkt. Wir waren vom schlechten Service überrascht. In der Bar wurden wir nicht bedient, wir sollen uns die Getränke selbst an der Theke abholen. Die Bar war zu dem Zeitpunkt fast leer.
Im Restaurant mussten wir uns umsetzten, da der Kellner stark nach Schweiß roch. Auch hier war der Service teilweise genervt, spielte aber gerne mit dem Handy.
Leider fanden wir auch an Deck in unserer Woche nie eine Liege. Die waren alle mit Handtüchern geschmückt und niemand kam den ganzen Tag. Das Personal kümmerte sich trotz Hinweis nicht.
Mein Schiff ist all inclusive. Nachteil : ein nicht unerheblicher Anteil von Passagieren ist betrunken. Ab 10 Uhr an der Poolbar startet der Tag mit Wodka und Gin.
Unterhaltungsprogramm teilweise dürftig.
Wir reisen jetzt nur noch mit amerikanischen Kreuzfahrt Schiffen ( aber nicht Carnival ) und sind begeistert. Vor allem von Celebrity.
Leider ist die TUI nicht mehr das was sie war , auch bei Hotel / Flug Reisen. Wir haben auch da leider schlechte Erfahrungen gemacht.
Bettina
Lass mich raten: Im Film wurde auch erwähnt, dass die Mein Schiff Relax 158.000 Tonnen wiegt …
@Donkey Kong: hätten sie das „Gewicht“ erwähnt, wäre das vermutlich so gewesen ;-)
@Bettina: Mit dem Beitrag oben hat das jetzt aber nur sehr bedingt zu tun, eigentlich gar nichts … Hier geht es um die Qualität der journalistischen Arbeit der Produktionsfirma bzw. der verantwortlichen ZDF-Redaktion, um schlampige Recherche, vorgefasste Meinungen und fragwürdige Arbeitsweisen seitens des ZDFs.
Hallo, Herr Neumeier,
wie wäre es, wenn Sie die zuständige ZDF-Redaktion anschreiben mit der Bitte um Stellungnahme zu Ihrem Artikel?
Die Antwort des Senders würde mich sehr interessieren.
Viele Grüße
Christian
Danke für den Beitrag und den Aufklärungsversuch – ich hoffe viele, die vielleicht auf die Sensationsgeilheit der ZDF Insider reingefallen sind, lesen diesen Artikel.
Ich selbst wurde im Oktober auch von der Produktionsfirma kontaktiert, habe jedoch abgelehnt über meinen ehemaligen Arbeitgeber in irgendeiner Weise zu berichten.
Jetzt im Nachgang habe ich die Dame (lt LinkedIn „freiberufliche TV Redakteurin), welche mich kontaktiert hat auch nochmal angeschrieben und ihr mitgeteilt dass ich froh bin an so einem Format nicht teilgenommen zu haben. Natürlich ihrerseits keine weitere Reaktion hierzu.
Von den öffentlichen Sendern, die wohlgemerkt von unser aller verpflichtend zu zahlenden GEZ Gebühren profitieren, wünsche ich mir mehr Neutralität und auch eine gewisser Qualität darf man hierbei erwarten. Da hat das ZDF mit diesem Format leider versagt.
@Christian: Ehrlicherweise wollte ich auf dieses leidige Thema nicht noch mehr Zeit verschwenden als ohnehin schon und im Grunde ist ja alles gesagt. Die Kollegen von Crucero haben beim ZDF nachgefragt und eine wenig überraschende, nämlich komplett uneinsichtige Antwort erhalten: https://www.crucero-magazin.de/nach-tui-folge-zdf-stellt-die-insider-in-bisheriger-form-ein/108326/
Das ist großartiger Journalismus, lieber Franz!! Der Artikel sollte im ZDF zur Pflichtlektüre werden. Aber ich bin sicher, dass keiner darauf nachdenklich eingeht. Ich leite ihn an viele Stellen weiter.
Ich kann mich dem Beitrag vom Christian vom 16. Juni nur voll und ganz anschließen.