Internet-Gebühren am Kreuzfahrtschiff

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Internet-Zugang am Kreuzfahrtschiff ist oft richtig teuer. Minuten-Preise, für die man zu Hause stundenlang surfen könnte, sind eher die Regel als die Ausnahme. Das hat natürlich seinen Grund: Die Daten für den Internetzugang auf See laufen über teure Satelliten-Verbindungen. Dennoch: Der Trend geht zu Flatrates, günstigen Tarifen und schnellen Verbindungen dank neuer Technik.

Internet-Zugang am Kreuzfahrtschiff: Cybercafé der MSC Musica

Internet-Zugang am Kreuzfahrtschiff: Cybercafé der MSC Musica

Die Preise für Internet per WLAN oder im Internet-Café unterscheiden sich von Reederei zu Reederei deutlich. Wir haben deshalb zusammengestellt, welche Kosten für den Internet-Zugang auf Kreuzfahrtschiffen anfallen.

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Zwischen 5 und 73 Euro-Cent pro Minute bewegen sich die Preise für den Internet-Zugang auf Kreuzfahrtschiffen. Entspanntes Surfen per WLAN am eigenen Laptop oder iPad sollte man daher auf See vermeiden. E-Mails abrufen, abmelden, Antworten schreiben, anmelden, abschicken und wieder offline – das ist der typische Ablauf vieler, die auch im Urlaub zumindest E-Mails checken wollen, ohne dabei arm zu werden. Bei Luxus-Reedereien ist der Internet-Zugang tendenziell günstiger, bei den großen US-Reedereien am teuersten. Aber es gibt auch Ausnahmen.

Zur besseren Übersicht haben wir die WLAN-/Internet-Gebühren zahlreicher Reedereien zusammengestellt und der Vergleichbarkeit halber auch die Paket-Preise in Minuten-Preise und Euro-Cent umgerechnet – meist bieten die Reedereien Internet-Zugang nämlich in Minuten-Paketen an, beispielsweise 30 Online-Minuten für 20 Dollar.

Reedereirechnerischer Minutenpreis in Euro-Cent *Preise bei Minuten-AbrechnungMinuten-Pakete/Flatrates
AIDA (alle Schiffe außer AIDAstella)190,19 EuroSocial Media Flatrate (24 Stunden) 4 Euro
Social Media Flatrate (7-Nächte-Reise) 19 Euro
Internet-Paket M 250 MByte 25 Euro
Internet-Paket L 500 MByte 39 Euro
Internet-Paket XL 3 GByte 99 Euro
(5% Rabatt bei Online-Buchung vorab)
Buchung im Premium-Tarif sowie für Club-Mitglieder "Grün" und "Gold": Paket M einmal pro Kabine kostenlos, für Kinder mit Status "Grün" oder "Gold" Social Media Flat gratis
AIDAstella30** - 390,39 Euro60 Minuten 19,95 Euro
Stundenflatrate 17,95 Euro
Tagesflatrate 59 Euro
Wochenflatrate 159 Euro
Buchung im Premium-Tarif: 1 Stunde pro Kabine kostenlos
(5% Rabatt bei Vorab-Buchung via MyAIDA)
Azamara Club Cruises46 – 60-15 Minuten 9,95 Dollar
30 Minuten 18,95 Dollar
60 Minuten 35,95 Dollar
90 Minuten 49,95 Dollar
120 Minuten 62,95 Dollar
150 Minuten 75,95 Dollar
180 Minuten 85,95 Dollar
210 Minuten 93,95 Dollar
24 Stunden unlimited 69,95 Dollar
Flatrate für die komplette Reise: 30 Dollar pro Tag
Carnival Cruise Line30 – 680,75 Dollar480 Minuten 159 Dollar
240 Minuten 89 Dollar
120 Minuten 59 Dollar
45 Minuten 29 Dollar
Carnival Cruise Line (Stand Juli 2015: Carnival Breeze, Conquest, Ecstasy, Elation, Freedom, Fascination, Imagination, Inspiration, Paradise, Pride, Sensation, Sunshine, Victory)--Flatrates mit unterschiedlicher Bandbreite:
“Social”: 5/25 Dollar pro Tag/Reise
“Value”: 16/60 Dollar pro Tag/Reise
“Premium”: 25/99 Dollar pro Tag/Reise
Celebrity Cruises41 – 720,79 Dollar240 Minuten 109 Dollar
90 Minuten 59 Dollar
1 Tag flat 59 Dollar
unlimited 299 Dollar (6-9 Tage), 349 Dollar (10-14 Tage)
Celebrity Cruises (neue Technik)140 Dollar Flatrate bei Reisen 5-9 Tage
199 Dollar Flatrate bei Reisen ab 10 Tagen
Celestyal Cruises7 – 12-7 Euro für 60 Minuten
16 Euro für 180 Minuten
25 Euro für 360 Minuten
Color Line (Fantasy, Magic)4 – 10-60 Minuten 50 NOK (ca. 6,10 Euro)
180 Minuten 70 NOK (ca. 8,55 Euro)
24 Stunden 150 NOK (ca. 18,35 Euro)
Costa190,19 Euro0,19 Euro pro Minute (plus 3 Euro Einrichtungsgebühr)
Social Media Flatrate (24 Stunden) 4 Euro
Social Media Flatrate (7-Nächte-Reise) 19 Euro
Internet-Paket M 250 MByte 25 Euro
Internet-Paket L 500 MByte 39 Euro
Internet-Paket XL 3 GByte 99 Euro
Crystal Cruises33 – 67 (jenseits der Freigrenzen)0,74 Dollar (jenseits der Freigrenzen)60 Minuten (Penthouse Suites: 90 Minuten) je Kreuzfahrt-Tag kostenlos
120 Minuten 55 Dollar
300 Minuten 127 Dollar
600 Minuten 220 Dollar
Cunard Line26 – 680,75 Dollar480 Minuten 167,95 Dollar
240 Minuten 89,95 Dollar
120 Miunten 47,95 Dollar
Disney Cruise Line***-1 MByte 0,25 Dollar (Upgrade auf größeres Datenpaket jederzeit möglich)
100 MByte 19 Dollar
300 MByte 39 Dollar
1.000 MByte 89 Dollar
FTI Cruises300,30 Euro-
Hansa Touristik (Ocean Majesty)5-3 Euro pro Stunde
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten190,19 Euro-
Holland America Line38 – 680,75 Dollar250 Minuten 100 Dollar
100 Minuten 55 Dollar
plus jeweils plus 3,95 Dollar Aktivierungsgebühr
auf einigen Schiffen: Facebook-Flatrate 25 Dollar für die komplette Reise
Hurtigrutenkostenloskostenloskostenlos mit eigenem Laptop; Nutzung der PCs im Internet-Cafe der Fram: 60 Norwegische Kronen (ca. 7,93 Euro) für 60 Minuten; auf der “Lofoten” steht kein WLAN zur Verfügung
MSC--Social Media: 3,90 Euro/Tag od. 14,90 Euro/Woche, Social-Media-Dienste unbegrenzt auf einem Gerät
Surfer: 9,90 Euro/Tag od. 29,90 Euro/Woche, Social-Media unbegrenzt auf zwei Geräten plus 170 bzw. 800 MByte Datenvolumen (kein Audio/Video)
Streamer: 19,90 Euro/Tag od. 59,90 Euro/Woche, Social-Media unbegrenzt auf zwei Geräten plus 340 bzw. 1,5 GByte Datenvolumen (inkl. Audio/Video)
Norwegian Cruise Line52 – 860,95 DollarSuiten: 250 Minuten pro Suite kostenlos
100 Minuten 75 Dollar
250 Minuten 125 Dollar
unlimited: 29,99 Dollar pro Tag bei Reisen 1-12 Tage, 24,99 Dollar bei Reisen ab 13 Tage
plus 3,95 Dollar Aktivierungsgebühr
Norwegian Cruise Line (Norwegian Sky)50 – 860,95 Dollar60 Minuten 39 Dollar *
100 Minuten 55 Dollar *
* plus jeweils plus 3,95 Dollar Aktivierungsgebühr
Norwegian Cruise Line (Norwegian Breakaway)--300 MByte 59 Dollar
1.000 MByte 125 Dollar
0,59 Dollar pro MByte (“pay as you go”)
Oceania Cruises--kostenloses Internet für Owner-, Vista- und Oceania-Suiten
bis zu kostenlose 500 Minuten für Concierge-Kabinen und Penthouse-Suiten
Phoenix Reisen (Hochsee)21 – 58-120 Minuten 30 Euro
60 Minuten 20 Euro
20 Minuten 12 Euro
15 Minuten 7 Euro
Wochenflatrate 250 Euro
P&O Cruises30 – 600,50 brit. Pfund100 Minuten 35 brit. Pfund
250 Minuten 62,50 brit. Pfund
– jeweils plus 2,50 brit. Pfund Aktivierungsgebühr
Plantours (Hamburg)10 – 17-300 Minuten 30 Euro
180 Minuten 20 Euro
60 Minuten 8 Euro
30 Minuten 5 Euro
Ponant18 – 30-100 Minuten 30 Euro
240 Minuten 60 Euro
1.000 Minuten 180 Euro
Poseidon Expeditions41 – 55-100 Minuten 45 Dollar
50 Minuten 30 Dollar
Princess Cruises30 – 720,79 Dollar600 Minuten 199 Dollar (vorab: 80 Min. Bonus)
400 Minuten 159 Dollar (vorab: 60 Min. Bonus)
200 Minuten 99 Dollar (vorab: 40 Min. Bonus)
100 Minuten 69 Dollar (vorab: 20 Min. Bonus)
15 Minuten 8,99 Dollar
plus jeweils plus 3,95 Dollar Aktivierungsgebühr
(Princess Cruises gewährt Bonus-Minuten bei Vorab-Buchung online)
Regent Seven Seas Cruises--kostenlos
Royal Caribbean International--"Voom-Flatrates", Preise pro Tag:

Voom Surf (Social Media, E-Mail, Web)
12,99 Dollar (für 1 Gerät), gestaffelte Preise für mehrere Geräte bis hin zu 9,99 Dollar pro Gerät bei fünf und mehr Geräten, 24-Stunden-Pass 19,99 Dollar

Voom Surf + Stream (zusätzlich Video- und Audio-Streaming, keine Dienste-Einschränkungen)
17,99 Dollar (für 1 Gerät), gestaffelt bis 13,99 Dollar pro Geräte bei fünf und mehr Geräten, 24-Stunden-Pass 27,99 Dollar

(auf manchen Reisen 30 Prozent Rabatt bei Vorab-Onlinebuchung)
Seabourn Cruise Line15 – 360,40 Dollar120 Minuten 19,95 Dollar
180 Minuten 29,95 Dollar
7-Tage-Flatrate 239,95 Dollar
Flatrate für komplette Kreuzfahrt 399,95 Dollar
Seadream Yacht Club455 Dollar für die ersten 10 Minuten, 3 Dollar je weitere 10 MinutenTagesflatrate 35 Dollar
Wochen-Flatrate 99 Dollar
Seacloud Cruises8-Sea Cloud II: 2 Stunden 10 Euro, E-Mails bis 50 KB kostenlos (Umstellung auf Volumentarife geplant)
Sea Cloud: Datenvolumen-Tarife (10 Euro für 250 MByte, 20 Euro für 500 MByte, 35 Euro für 1 GByte)
Silversea--Vista-/Terrace-/Verandah-Suiten: 1 Stunde pro Tag kostenlos
alle anderen Suiten: unbegrenzt kostenlos
Details, siehe Silversea-Website
Star Clippers7,5 – 10-240 Minuten 18 Euro
60 Minuten 6 Euro
Transocean (Astor)7 – 12-720 Minuten 50 Euro
300 Minuten 30 Euro
60 Minuten 7 Euro
TUI Cruises49 (kostenlos für Suiten-Gäste)0,49 Euro180 Minuten 49,90 Euro
60 Minuten 19,90 Euro
Viking Ocean Cruiseskostenloskostenloskostenlos
* rechnerischer Vergleichswert, Umrechnung: 1 Euro = 1,10 Dollar = 1,20 britische Pfund
** Hochrechnung aus der Stundenflatrate, bei intensiver Nutzung der Tages- oder Wochenflatrate deutlich günstiger
*** Disney Cruise Line bietet keine zeitabhängigen Internet-Pakete an, sondern rechnet übertragene Datenmenge ab

Minutenpakete und ihre Tücken

Minutenpakete erscheinen günstiger, als sie tatsächlich sind: Denn man legt sich von Anfang an auf eine bestimmte Minutenzahl fest, ohne zu wissen, ob man überhaupt so viel surfen wird. Obwohl größere Pakete nominell pro Minute günstiger sind, fährt man deshalb mit einem kleineren Paket meist billiger – zur Not kauft man ein weiteres kleines Minutenpaket nach, wenn es wirklich nicht reichen sollte, statt gegen Ende der Kreuzfahrt überschüssige Minuten verfallen zu lassen oder mutwillig zu versurfen.

Ganz unangenehm wird es, wenn man bei Minutenpaketen das Ausloggen vergisst – dann läuft der Zähler nämlich einfach weiter, selbst wenn man das Laptop längst ausgeschaltet hat. Manche Reedereien haben einen automatischen Timeout eingerichtet, der bei Inaktivität nach einigen Minuten automatisch ausloggt, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Im schlimmsten Fall hilft nur, ganz freundlich an der Rezeption um Kulanz zu betteln.

Übrigens: Eine Geschwindigkeitsgarantie gibt es für die Internet-Verbindungen auf Kreuzfahrtschiffen generell nicht. Und so schleichen die Daten denn manchmal auch so langsam heran, dass man schon zum Abrufen von ein oder zwei E-Mails ein paar Euro verbraucht hat – siehe dazu auch unser Tipp am Ende des Beitrags. Lichtblicke gibt es in dieser Hinsicht bei der neuen O3b-Technik von Royal Caribbean International und einem Hybrid-Netz, das der Carnival-Konzern schrittweise für die Schiffe seiner Tochter-Reedereien aufbaut. In beiden Fällen gibt es teils erhebliche Geschwindigkeits-Vorteile.

Neuer Trend: Internet-Flatrates

Wer auch auf Kreuzfahrt viel im Internet sein will oder muss und sich den Minuten-Stress sparen will, fährt gut mit Flatrates, die inzwischen von einigen Reedereien angeboten werden, darunter AIDA, Azamara, Carnival Cruise Lines, MSC, Norwegian Cruise Line, Phoenix Reisen, Seabourn und Royal Caribbean International. Vor allem Wochenflatrates machen den Internet-Zugang stressfrei und auch bei langsamen Verbindungsgeschwindigkeiten muss man sich nicht über teure Minutenpreise ärgern, für die es in solchen Fällen kaum eine Gegenleistung gibt.

Der Nachteil: Anders als bei Minutenpaketen, die man durch aus- und wieder einloggen unterbrechen und stückweise verbrauchen kann, läuft die Zeit läuft ab dem ersten Einloggen weiter – eine Stundenflatrate lohnt sich also nicht, wenn man mir ein paar Minuten lang E-Mails checken will. Und auch eine Tagesflatrate lohnt sich an einem Seetag meist mehr als an eine Tag, an dem man von 8 bis 18 Uhr auf Landausflug ist.

Besonderheiten einzelner Reedereien

Die Internet-Konditionen der einzelnen Reedereien haben gelegentlich einige Besonderheiten, die je noch Nutzungsverhalten durchaus spannend sein können. Die folgende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wir freuen uns auf Eure Ergänzungen.

AIDA und Costa stellt nach und nach alle Schiffe auf ein neues Internet-System um, bei dem es dann neben der minutengenauen Abrechnung auch Pakete mit Datenvolumen-Abrechnung gibt. Außerdem bietet die Reederei auf diesen Schiffen eine Social-Media-Flaterate an, bei der für 4 Euro für 24 Stunden beziehungsweise 19 Euro für eine 7-Nächte-Reise Social-Media-Dienste unbegrenzt nutzbar sind: Facebook und Facebook Messenger, Twitter, WhatsApp, iMessage, Threema, Snapchat, Google+, Instagram, Pinterest, Tumblr, Xing und LinkedIn. Bei Vorab-Buchung von Internet-Paketen im Internet (via MyAIDA) gibt es fünf Prozent Rabatt auf die Tarife.

Für Passagiere, die im Premium-Tarif gebucht haben, ist eine Stunde Internet pro Kabine kostenlos, auf den bereits auf das neue Internetsystem umgestellten Schiffen ist das Internetpaket M mit 250 MByte pro Kabine im Reisepreis inklusive. Das gleiche gilt für Club-Mitglieder mit Status “Grün” oder “Gold”. Kinder und Jugendliche in diesen beiden Status-Stufen erhalten Social Media Flat gratis.

TUI Cruises: Für Suiten-Gäste ist der Internet-Zugang an Bord der Schiffe von TUI Cruises unbegrenzt inklusive.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten: Über eine spezielle E-Mail-Adresse an Bord können Passagiere kostenlos E-Mails verschicken und empfangen (ohne Dateianhänge).

Carnival Cruise Lines testet als erste Reederei eine besonders günstige Flatrate für Social-Media-Dienst, siehe: “Carnival führt Social-Media-Flatrate ein

Crystal Cruises gewährt seit 30. August 2015 allen Passagieren täglich eine Stunde kostenlosen Internet-Zugang, für Gästen in Penthouse-Suiten 90 Minuten. Jenseits dieser Freigrenze gibt es wahlweise klassische Minuten-Pakete oder eine minutengenaue Abrechnung (0,74 Dollar pro Minute).

Cunard Line, Princess Cruises, Royal Caribbean, Celebrity Cruises: Für Vielfahrer-Status-Kunden gibt es Freiminuten-Gutschriften für den Internetzugang an Bord der Schiffe von Cunard Line, Princess Cruises, Royal Caribbean International und Celebrity Cruises.

Disney Cruise Lines: Anders als sonst üblich rechnet Disney Cruise Lines nach übertragener Datenmenge ab. Das entspricht den Daten-Paketen, die man an Land von Smartphone-Verträgen gewohnt ist. Der Vorteil: Man ist nicht von der Geschwindigkeit der Verbindung abhängig. Der Nachteil: Welche Datenmengen beim Surfen übertragen werden, ist schwer abschätzbar. Die Tarife bei Disney eignen sich daher eher für Smartphones als für die Nutzung mit Laptop.

Hurtigruten: Auf den Hurtigruten-Schiffen ist WLAN-Internet kostenlos verfügbar, auch auf der Fram. Ausnahme ist die Lofoten, auf der es keine Internet-Verbindung gibt. Auf dem Expeditionsschiff Fram werden moderate Gebühren von 60 Norwegischen Kronen pro 60-Minuten-Paket verlangt, wenn Passagiere die Internet-Terminals im Internet-Cafe nutzen. Am eigenen Laptop ist die Internet-Verbindung per WLAN kostenfrei.

MSC stellt 2016 schrittweise auf eine neue Satelliten-Technik von Marlink um, was schnellere Internet-Verbindungen ermöglichen soll. Gleichzeitig wechselt die Reederei von Minuten-Abrechnung auf Flatrate-Pakete mit unterschiedlichem Leistungsumfang und Geschwindigkeiten.

Norwegian Cruise Line: Auf der Norwegian Breakaway hat die Reederei Volumen- statt Zeit-abhängige Tarife eingeführt. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man mit dem Smartphone ständig online sein will. Fürs Surfen mit dem Laptop sind Volumen-Tarife dagegen weniger gut geeignet, weil sich hier die Menge der übertragenen Daten schwer abschätzen und kontrollieren lässt.

Oceania Cruises: Ab Ende 2015/Anfang 2016 (je nach Schiff) gibt es für Passagiere der Owner, Vista und Oceania Suites kostenloses Internet, in Concierge und Penthouse Suites gibt es 200 bis 500 Freiminuten oder äquivalent Frei-Datenmengen.

Princess Cruises: Hier lohnt es sich, die Internet-Pakete bereits vor der Reise zu buchen, da Princess Cruises dann kostenlose Bonus-Minuten auf die Pakete aufschlägt, Details siehe Tabelle.

Regent Seven Seas: Internet-Nutzung seit 2015 kostenlos, in teureren Suiten-Kategorien unbegrenzt, in günstigeren gibt es großzügige Minuten-Pakete kostenfrei.

Royal Caribbean International setzt bei den Schiffen der Oasis- und Quantum-Klasse auf eine neue Satelliten-Technik des Anbieters O3b. Damit sind DSL-ähnliche Geschwindigkeiten und recht günstige Tarife möglich. Insgesamt stellt Royal Caribbean von der relativ teuren Minuten-Abrechnung auf vergleichsweise günstige Tages-Flatrates mit der Marketing-Bezeichnung “Voom” um, was aber nicht auf allen Schiffen die neue O3b-Technologie bezeichnet, sondern teil auch andere Beschleunigungstechniken nutzt. Auf Schiffen mit der neuen Technik gibt es auf vielen Abfahrten offenbar bei Vorab-Buchung online 30 Prozent Rabatt. Daher sollte man vor der Reise einmal online seine Buchung ansehen und gegebenenfalls das Internet-Paket bereits vorab entsprechend günstiger buchen. Diese rabattierten Internet-Pakete sind bis drei Tage vor Abfahrt (12 Uhr mittags) buchbar. Die “Voom”-Tarife sollen von Mai 2016 an schrittweise auf allen Schiffen eingeführt werden.

Sea Cloud Cruises: Auf der Sea Cloud und Sea Cloud II bietet die Reederei bereits Datenvolumen-abhängige Tarife an statt der sonst üblichen Minuten-Abrechnungen.

Silversea Cruises wechselt zum 1. Januar 2016 zu einem Inklusive-Modell. Alle Suiten/Kabinen sollen dann mindestens 1 Stunde kostenloses Internet pro Tag nutzen können, für teurere Suite gibt es Internet sogar unbegrenzt ohne Zusatzkosten.

Tipp: Schneller zur richtigen Tageszeit

Wer auf Internet auch an Bord nicht verzichten kann, nutzt den Service beispielsweise am besten früh morgens, wenn andere Passagiere noch schlafen. Der Minutenpreis bleibt zwar der gleiche, Sie haben die Satelliten-Verbindung aber weitgehend für sich allein und surfen entsprechend schneller. Mit antizyklischem Verhalten bekommt man beim Internet-Zugang deutlich mehr Leistung für sein Geld.

Wenn die Daten nur sehr langsam kommen: Abbrechen und später nochmal probieren. Oft belegt auch die Reederei selbst die Satellitenverbindung für die Übertragung beispielsweise der Kreditkarten-Abrechnungsdaten von der Rezeption oder Ähnliches.

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Alternativ zum Internet-Zugang am Kreuzfahrtschiff bieten sich natürlich kostenloses WLAN-Hotspots an Land sowie Auslands-Datenroaming-Tarife von Mobilfunkprovidern ab. Tipps und Tricks dazu gibt’s in unserem Beitrag “Auf Kreuzfahrt günstig ins Internet“.

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6 Kommentare zu Internet-Gebühren am Kreuzfahrtschiff

  1. Carmen on Juni 25, 2012 at 1:29 pm

    Als Ergänzung: RCCL hat gerade mit der Firma O3b Networks einen Vertrag geschlossen, um die Oasis of the Seas ab Sommer 2013 mit einem High-Speed Breitband Internet Service auszustatten, welcher eine Geschwindigkeit ähnlich wie bei Glasfaser-Verbindung an Land ermöglichen soll.

    Dies wäre natürlich eine deutliche Verbesserung!

    Gruß
    Carmen

  2. Volker Kaczmarek on März 15, 2014 at 9:37 pm

    Hallo zusammen,

    Es klingt nach sehr viel Geld, wenn eine Reederei 50.000 EUR im Monat an Satellitengebühren zahlt. Es ist doch viel Geld, oder? Es ist davon die Rede, dass eine REEDEREI diese 50.000 EUR berappt, und wie viele Schiffe hat eine Reederei?

    Um diesen Betrag ein wenig genau einordnen zu können, muss man rechnen. Nehmen wir einmal an, dass diese 50.000 EUR ( entsprechend knapp 70.000 USD) für EIN EINZIGES Schiff anfielen, und gehen wir einmal davon aus , dass dieses Schiff an 30 Tagen im Monat mit ca. 2.000 Passagieren unterwegs, es also ein mittleres Schiff sei.

    Nehmen wir einmal an, dass dieses Schiff ganz typische US-Touren von 7 Nächten durch die Karibik unternähme, von denen es ergo im Monat gut 4 Stück durchführen würde.

    Dann müsste man die 70.000 USD also zunächst einmal durch 4 teilen, und es ergäben sich Kosten von 17.500 USD pro Fahrt. Nehmen wir einmal als sehr pessimistische Annahme an, dass aufgrund des hohen Durchschnittsalters (sagt man ja immer so bei Kreuzfahrten) “nur” 40% dieser Passagiere an regelmäßiger Nutzung des Internet interessiert wären, also 800 von 2.000.

    17.500 USD geteilt durch 800 Passagiere macht großzügig gerundet 22 (in Worten: zweiundzwanzig!) USD pro Passagier an Kosten für Internet, welche die Reederei zu zahlen hätte.

    Böte die Reederei jedem Interessierten also eine Internet-Flatrate mit vielleicht sogar gedrosselter Geschwindigkeit, um allen Teilnehmern einen einigermaßen akzeptablen Stream zu erlauben, könnte sie unter Wahrung einer sehr guten Marge diese Flatrate locker für 59,95 USD anbieten für eine Reise von 7 Nächten.

    Daraus folgt: die zur Zeit verlangten Preise sind eine bodenlose Frechheit, zu der sich offenbar alle Reedereien wie in einem Kartell bekennen. Hier wird die Abhängigkeit und das Ausgeliefertsein des Passagiers gnadenlos ausgenutzt und es wird wohl einen Musterprozess wegen Wuchers brauchen, um dieses Treiben zu beenden und die Preise auf ein vernünftiges Niveau zu drücken. Die EU-Kommission sollte sich nicht nur um Mobilfunk-Roaming kümmern, sondern auch um Kommunikationstarife auf Schiffen.

    Sollten die erwähnten 50.000 EUR gar für eine Reederei im Ganzen gelten, bei 10 und mehr Schiffen auf den Weltmeeren, beispielhaft hierfür Norwegian Cruise Lines mit zur Zeit einer Kapazität von 34.444 Passagieren (bei Doppelbelegung), dann sind die aktuellen Internetgebühren mit “Frechheit” nur noch unzureichend beschrieben.

    Da wird man natürlich argumentieren, dass die Einnahmen aus dem Internetgeschäft dem Gesamtkonzernergebnis zugute kommen. Schön und gut, nur fragt man sich, warum man denn als Internetnutzer und jemand, der auf regelmäßige Internetkommunikation angewiesen ist, die Schiffsreise von 90jährigen Internetabstinezlern mitfinanzieren muss. Hier sollte es soch in Bälde mal zu einer Normalisierung der Verhältnisse kommen, finde ich.

  3. Franz Neumeier on März 20, 2014 at 12:01 pm

    Die 50.000 Euro beziehen sich auf ein einzelnes, größeres Schiff. Die Zahl wurde mir vor einiger Zeit mal von einem Insider genannt. Ein Satelliten-Uplink kostet demnach 25.000 Euro, größere Schiffe haben/benötigen zwei davon, zumal ja auch die Reederei selbst viele Daten für eigene Zwecke darüber übertragen muss.

    Beim Geld kommen wir halt immer wieder auf das gleiche Thema: Die Basis-Preise für Kreuzfahrten sinken (bzw. bleiben seit vielen Jahren auf dem gleichen, relativ niedrigen Niveau) und das Geld muss anderswo verdient werde, also über Zusatzgeschäfte an Bord und auch der Internet-Zugang ist eben ein solches Zusatzgeschäft. Aber nicht falsch verstehen: Ich der selben Meinung: In heutiger Zeit sind 70 Cent pro Minute schneckenlangsamen Internetzugangs eine Frechheit, zumindest aber nicht mehr zeitgemäß.

    Dass es auch anders geht, habe ich eben bei Star Clippers auf der Star Flyer genossen: volle 4 Stunden (240 Minuten) Internet-Nutzung für 18 Euro. Immer noch kein echtes Schnäppchen, aber doch ziemlich fair.

  4. Konstantinos Dafalias on September 13, 2014 at 10:23 am

    Ich muss Volkers Kalkulation entschieden widersprechen.
    Erstens ist die Berechnungsgrundlage Passagiere schon einmal falsch. Die Zugänge werden pro Kabine vergeben.
    Zweitens sind die Kapazitäten äußerst beschränkt – wenn wirklich 800 Leute gleichzeitig surfen, weil sie eine tolle Flatrate haben, oder ein ganz schlauer Jugendlicher (gibt ja nur einen bei bis zu 5800 Passagieren) auf die Idee kommt, einen Download zu starten, gute Nacht.
    Also muss die Kalkulationsgrundlage eine geringe Auslastung bei zumindest Kostendeckung sein, und dabei kommt eben der derzeitige Preis heraus.

    Der Forderung können die Reedereien meiner Ansicht nach gelassen entgegen sehen.
    Davon abgesehen hat die EU da überhaupt nichts zu regeln, was Schiffe in internationalen Gewässern verlangen, ist ihre Sache.
    Und ein Internetzugang ist ja kein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken oder medizinische Versorgung.
    Für ein paar E-Mails an die Lieben zu Hause oder ein paar Bilder, die man zur Neiderweckung unbedingt auf Facebook laden will, reichen die Pakete völlig aus.
    Wer sich auf einem Kreuzfahrtschiff keine interessantere Beschäftigung findet, als stundenlang im Web zu surfen, sollte sich fragen, ob das die richtige Urlaubsform für ihn ist.

  5. Volker Kaczmarek on September 13, 2014 at 11:52 am

    Moin, zusammen. Natürlich kommen wir immer wieder auf dasselbe Thema, das da lautet “linke Tasche, rechte Tasche”. Gibt es Preisdruck bei den Reisepreisen, erschließen sich die Reedereien neuen Einkunftsmöglichkeiten. Was wäre da besser geeignet als Wucherpreise beim Internet? Anders als bei Hotels kann hier der Kunde nicht mal eben um die Ecke zum nächsten Café gehen, das den Zugang für Kunden kostenlos bietet. Warum wohl bieten so viele Hotels heute den Zugang inklusive an? Weil es für Kunden ein maßgebliches Entscheidungskriterium ist. Reedereien können sich in ihrem Kartell gemütlich zurücklehnen und weiter die Kasse klimpern hören.

    Wie schon Carmen schrieb, gibt es bei Royal Caribbean auf den Smart Ships (Quantum aufwärts) demnächst einen sehr schnellen Breitbandanschluss, weil Satelliten quasi die Schiffe in den Fokus nehmen und eine Datenautobahn aufbauen. Der Preis, den das Ganze haben soll, wäre in der Tat interessant. Unter dem Strich gibt es bei jedem Produkt diverse Möglichkeiten, Gewinne zu erzielen – ob nun aber wenige Kunden einen sauteuren Service wenig nutzen oder sehr viele Kunden einen guten Service zu angemessenen Preis intensiv – DAS könnte man ja mal ausprobieren, wie dann das Ergebnis unter dem Strich aussieht.

    Die Innovationen bei RCI finde ich vielversprechend. Hoffentlich bewirkt die neue Technik einen Paradigmenwechsel und ausreichend Druck auf andere Reedereien, um ähnliches anzustoßen – und am Ende wird, wie beim privaten DSL, wie im Hotel, an Flughäfen, in Cafés – der Preis sinken, weil er sinken MUSS.

    Der berühmte “Jugendliche”, der seine Lieblingsserien herunterladen will, ist ein Schreckgespenst. Es gäbe genügend technische Möglichkeiten, den Datentransfer pro Endgerät oder Funkzelle (Router) so zu managen, dass für alle genug Datenvolumen übrig bleibt.

    “Internet ist kein Grundbedürfnis?” Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben, in meiner Welt ist es das längst. Flugbuchungen, Flug-Check-In, Gepäckrecherche, Bahnticket, Konzertkarte, Busticket, Taxireservierung, Ausflug beim Hafenstopp (Fremdanbieter), mein Dienstplan (Luftverkehr), meine Beeinflussung des Folge-Dienstplans [Ja, auch auf einer Kreuzfahrt gilt: es beginnt anschließend wieder das normale Leben und dann gibt es auch einen Dienstplan, den man vielleicht nicht dem Zufal überlassen möchte], Sperrmülltermin, Meldeamt-Termin, Paketverfolgung, Kommunikation mit Anwaltskanzlei bei Klageführung… MIR jedenfalls fallen tausend Gründe ein, warum ich gerade mal an Bord online gehen möchte. Vielleicht weniger für den Sperrmülltermin, aber aus anderen wichtigen Gründen.

  6. Volker Kaczmarek on September 13, 2014 at 12:05 pm

    PS: Wenn auch die 50.000 USD für EIN Schiff pro Monat anfallen, dann kann man ausrechnen, dass z.B. bei einer Norwegian EPIC (volle Auslastung vorausgesetzt) und vier 7tägigen Reisen im Monat ein rechnerischer Preis pro Passagier von exakt 3,05 USD anfallen würde. Geht man davon aus, dass nur jeder dritte Passagier das Internet überhaupt nutzen möchte und die Reederei gern noch einen Gewinn von mehreren hundert Prozent einfahren möchte, dann wäre selbst die Flatrate von 49 USD für alle 7 Reisetage ein Wahnsinnsgewinn. Die Einnahmen würden sich im geschilderten Fall auf 268.000 USD belaufen.

    So ganz mag ich das Klagelied von den “armen Kreuzfahrtreedereien”, die unter dem Preisdruck so schrecklich leiden, nicht glauben. Die meisten operieren unter Billigflaggen, verschleiern ihre Finanzen durch verschachtelte Unternehmensstrukturen, nutzen Steueroasen, investieren nur unter Zwang in bessere und sauberere Antriebstechnik etc. – und kaufen gerade neue Schiffe als gäbe es kein Morgen. Irgendwoher muss die Knete kommen. Ich schätze: von uns :-)

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