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Meyer Werft übernimmt finnische Werft komplett

Die Papenburger Meyer Werft übernimmt die ehemalige STX Finland komplett und kauft damit auch den verbleibenden Anteil von 30 Prozent, den bislang noch der finnische Staat hält. Bereits im September 2014 hatte Meyer 70 Prozent der finnischen Werft übernommen, die nun Meyer Turku Oy heißt.

Die Meyer Werft wird nach Abschluss der Übernahme dann 100 Prozent der Anteile an der finnischen Werft halten. Ein Ausstieg aus der staatlichen Beteiligung durch die von der Regierung kontrollierte Finnish Inustry Investment FII sei von Anfang an geplant gewesen, teilte die Meyer Werft mit, nun werde diese Übernahme konkret.

Bei Meyer Turku Oy werden in den kommenden Jahren vor allem die drei nächsten Kreuzfahrtschiffe für TUI Cruises sowie eine neue Fähre für Tallink gebaut. Weitere Aufträge seien in Arbeit, so die Meyer Werft, darunter ausdrücklich auch der Kunde Carnival Corporation, zu der unter anderem AIDA und Costa gehören.

Eingefädelt hat den Deal den Medienberichten zufolge die finnische Regierung, die schon seit längerem nach einer Rettung für die von Insolvenz bedrohten Traditionswerft in Turku sucht. STX Finland hatte erst im September 2013 beschlossen, den Standort Rauma komplett zu schließen und auch am Standort Turku Mitarbeiter zu entlassen. Der südkoreanische Mutterkonzern von STX Finland und STX France steckt ebenfalls in großen finanziellen Schwierigkeiten und hat bereits einige Unternehmensteile verkauft. Auch ein Verkauf von STX Europe wurde von STX in den vergangenen Monaten wiederholt ins Gespräch gebracht.

Bei STX Finland in Turku wurden in der Vergangenheit zahlreiche Kreuzfahrtschiffe gebaut, unter anderem die beiden größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, Oasis of the Seas und Allure of the Seas. Derzeit arbeitet STX Finland an den beiden neuen Schiffe für TUI Cruises, Mein Schiff 3 und Mein Schiff 4. Den Nachfolge-Auftrag für RCIs Oasis Class für mindestens ein weiteres Schiff dieser Klasse hatte STX Finland jedoch an die Schwester-Werft STX France in St. Nazaire verloren.

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