Die Regierung der Bahamas hat Pläne zum Ausbau der im Südwesten des Inselstaates gelegenen Insel Mayaguana zu einer neuen Kreuzfahrt-Destination bekannt gegeben. Daneben soll die Insel auch als Umschlag- und Lagerhafen für Container und Massengüter dienen. Einen Zeitplan für den Ausbau der Insel hat die bahamische Regierung nicht genannt.
In der Bekanntmachung schreibt das Büro des bahamischen Premierministers, Mayaguana liege in der Nähe strategischer Schifffahrtswege, die von Schiffen auf dem Weg zum Panamakanal und anderen wichtigen Häfen genutzt würden. Die Insel liege daher an einer „Schnittstelle zwischen Amerika und Europa“. Das Entwicklungsprojekt versetze Mayaguana in die Lage, eine stärkere Rolle im regionalen Handel, im Kreuzfahrtgeschäft und bei damit verbundenen Dienstleistungen zu spielen.
Umgesetzt werden soll das Projekt „The Port at Mayaguana“ im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der speziell für dieses Projekt gegründeten Global Lead Consultant Group.
Der Ausbau von Mayaguana soll in drei Phasen erfolgen: Zunächst entsteht ein Tiefwasserhafen, gefolgt von einem Kreuzfahrt-Terminal und dann der Ausbau für Massengut- und Containerschifffahrt. In den kommenden Monaten soll nun die Detailplanung sowie Wirtschaftlichkeits- und Umweltverträglichkeitsprüfungen stattfinden.
Mayaguana ist eine bewohnte Bahamas-Insel im Südosten der Bahamas, nördlich von Turks and Caicos, mit einer Fläche von 280 Quadratkilometern. Zwischen 250 und 300 Menschen leben aktuell in drei kleinen Siedlungen auf der Insel und es gibt offenbar nur ein Hotel-Resort, das Baycaner Beach Resort. Immerhin hat Mayaguana einen kleinen Flughafen (MYG), der dreimal wöchentlich von Bahamasair von Nassau aus angeflogen wird. Außerdem gibt es eine wöchentliche Verbindung mit dem Postschiff, unter anderem nach Nassau.




